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Es werden Posts vom 2018 angezeigt.

Das alljährliche Weihnachtstauwetter 2018

Nach dem ersten kräftigen Schneefall vom 9.-12. Dezember mit bis zu einem Meter Neuschnee in den Nordwestaulagen (Arlberg, Silvretta, Lechtaler) ist Ruhe eingekehrt, bei Dauerfrost fiel kein nennenswerter Schnee mehr. Am 10./11. Dezember schneite es sich bis ins Inntal, immerhin ein paar wenige cm lagen in Innsbruck.


Das immer wieder kehrende Weihnachtstauwetter (Singularität) schlug dann aber nach einer Woche Kälte wieder unverhohlen zu. Eine Woche vor Weihnachten taute der letzte Schnee im Inntal allmählich weg, besonders dann ab dem 21. Dezember. Die Träume von "Weißen Weihnachten" gingen dann aber auch in Orten unterhalb von 1.000 m buchstäblich den Bach runter. Aktuell liegen z.b. in Seefeld nur noch 8 cm, in St. Anton 10 und am Brenner 12 cm. Generell gibt es heuer zu Weihnachten an den meisten Orten deutlich weniger Schnee als letztes Jahr, in höheren Lagen um 2000 m aber teilweise mehr. Am Galzig liegen heute am Heiligen Abend über 2 m Schnee, letztes Jahr ware…

Der Winter ist im Anmarsch

Die erste veritable Nordweststaulage bahnt sich in diesem ach so jungen Winter an. Prognostiziert sind reichlich Neuschnee in den Nordalpen und starker bis stürmischer Wind im Hochgebirge. Am meisten Schnee fällt im Bregenzerwald (Hinterwald), am Arlberg, in der Silvretta und in den Lechtaler Alpen, hier sind bis Dienstagmorgen 120 bis 150 cm Neuschnee möglich. Aber auch am Alpenhauptkamm (Gletscherregionen) sind in diesen 72 Stunden 60 bis 100 cm Neuschnee möglich, mitunter auch mehr (siehe Schweizer HD Modell ganz unten). Einen zweiten Peak gibt es in den Salzburger Nordalpen (Hochkönig) und in den Berchtesgadener Alpen mit bis zu 120 cm. Ansonsten fallen oberhalb von 900 bis 1.100 m verbreitet 40 bis 50 cm. Außerdem kühlt es auch in den Tälern soweit ab, dass die Schneefallgrenze bis in die Tallagen absinken wird (Montagabend, 10. und Dienstag 11.).

Somit wird auch die Lawinengefahr in den zuvor genannten Regionen zu beachten sein: rascher Temperaturwechsel, große Neuschneemengen …

November 2018: trocken, sonnig und warm

In dieses unglaubliche Jahr reiht sich nun auch noch ein besonderer November ein. Mit großer Trockenheit und Schneearmut im Westen Österreichs, aber auch mit viel Wärme und reichlich Sonnenschein verlängerte sich der goldene Herbst noch um ein paar Wochen. Zwar wurde es Mitte November doch merklich kühler, doch von Winter keine Spur.

Gerade der November ist ein Paradebeispiel für die Erwärmung in den letzten Jahrzehnten. Extrem warme Monate wie in diesem Jahrzehnt kamen vor 40 Jahren selten bis gar nicht vor, ein kühl empfundener November 2017 wäre vor 40 Jahren noch "sehr warm" gewesen.
Grafik: Darstellung der Mitteltemperatur der Universität Innsbruck, Datenquellen: Stadt Innsbruck, wetterblog.at und ZAMG


Neben der Wärme war es aber vor allem die Trockenheit, die diesen Monat prägte. Gerade einmal 2 mm an Niederschlag fielen in Krimml, 5 mm in Zell/See, 6 mm waren es in Innsbruck und 9 mm in Reutte. Am Ende gab es in Nordtirol ein Niederschlagsdefizit von 86 %, in Vorarlb…

Der Oktober 2018: erst golden, dann nass!

Der Oktober 2018 war geprägt von Hochdruckwetterlagen und wochenlanger Trockenheit. In Innsbruck fiel beispielsweise zwischen dem 7. und dem 23. Oktober kein Tropfen Regen. Zusätzlich war es auch recht sonnig und warm, unter Föhneinfluss gab es in Innsbruck am 11. Oktober sogar noch einen Sommertag. An anderen Orten Österreichs waren es sogar 5 Sommertage in diesem Monat, wie in den föhnbeeinflussten Orten Waidhofen, Weyer und Salzburg, in Feldkirch gab es drei und in Kufstein zwei Sommertage. Der höchste Wert von 26,9 Grad wurde am 12. Oktober in Salzburg registriert.

Am Ende gehört dieser Oktober mit einer Abweichung von über +2 Grad zu einem der zehn wärmsten Oktobermonaten, schreibt die ZAMG in ihrem Klimabericht. Außer dem war es österreichweit mit einem Sonnenscheinplus von 29% der sonnigsten Oktober seit 12 Jahren.

Zweigeteilt sieht die Niederschlagsbilanz aus. Nicht zuletzt durch die zwei Italientiefs am Ende des Monats war es vor allem im Südwesten deutlich zu nass. Aber auc…

Extreme Regenmengen im Süden

Mit dem ruhigen Herbstwetter ist es für den Moment vorbei, gleich zwei Italientiefs sorgten zwischen dem 27. und dem 30. Oktober für heftige Gewitter mit Starkregen, Orkanböen (Jauk, Föhn, Scirocco) und in weiterer Folge gab es etliche Murenabgänge und Hochwasser. Hier ein Blick auf das zweite Tief namens VAIA, dass am 29./30. über Italien und nachfolgend den Alpenbogen hinwegzog.
Dieses zweite Tief brachte dann vor allem im Südstau der Alpen ergiebigen Starkregen, punktuell bis zu 150 l/m² in 24 Stunden. In Summe fielen vom 27.-30.10. 07 MEZ in den Südalpen verbreitet 150 bis 200 l/m², punktuell aber deutlich mehr (400 bis 600 l/m²).


Legt man den speziellen Fokus auf Kärnten und Osttirol so zeigen sich große Unterschiede in der Niederschlagsverteilung auf engstem Raum. Das zeigt die Darstellung der 72-stündigen Niederschlagssumme bis zum 30.10. 07 MEZ.




Rekordniederschläge in 72 Stunden!
Plöckenpass (Station des Hyd. Dienstes Kärnten), Kötschach-Mauthen, Kornat & Dellach haben d…

Ein Rekord an Sommertagen

Der Sommer neigt sich nun tatsächlich langsam seinem Ende zu. Zwar sind derzeit Mitte Oktober noch rund 10 Sonnenstunden möglich, aber durch den sinkenden Sonnenstand und die längeren Nächte werden Sommertage immer unwahrscheinlicher. Den wahrscheinlich letzten Sommertag in Innsbruck gab es am 10. Oktober.

Mit Föhn nochmals sommerlich warm

Dieses irrsinnige Jahr mit dem schier unendlichen Sommer geht weiter. Nach einem warmen, aber dennoch schneereichen Jänner, zwei sehr kalten Monaten Februar und März startete der Sommer bereits im April. Der erste Sommertag wurde zwar "erst" am 19.4. in Innsbruck erreicht (entspricht ca. dem langjährigen Mittel), aber die Tage davor und danach war ebenfalls recht warm, sodass es am Ende zum wärmsten April seit 200 Jahren reichte. Danach folgten praktisch noch fünf Sommermonate: der wärmste Mai seit 150 Jahren (Platz 4), die eigentlichen Sommermonate Juni, Juli und August (in Summe der viertwärmste Sommer seit Messbeginn) und schließlich ein Top-20-September. Bis auf eine kurze kühlere Phase knüpfte der Oktober nahtlos an die ewig lang
andauernde Wärmeperiode an.
Der vorläufige Höhepunkt wurde jetzt erreicht. Freilich mit Unterstützung des föhnigen Südwinds kletterte das Thermometer gestern am 10.10. auf 25,4 Grad in Innsbruck (Uni), in Waidhofen/Ybbs waren es sogar 26,5 Gra…

Radfahren und das Wetter

Es muss ja nicht immer ausschließlich Wetter sein. Man kann sich auch einem anderen Lieblingsthema widmen und beides kombinieren: Wetter und Radfahren.

Der Sommer 2018 - eine Bilanz

Der Sommer 2018 geht mit einer Temperaturabweichung von 2,0 Grad vom langjährigen Klimamittel als viertwärmster Sommer in die Klimageschichte Österreichs ein. Unerreicht ist weiterhin der "Jahrhundertsommer" 2003 (+2,8 °C Abweichung), aber man hat sich knapp hinter den ebenfalls heißen Sommern 2015 (+2,4) und 2017 (2,1) eingereiht.

Ein Mai so warm wie der Sommer

Der Mai 2018 zeigte sich mit zahlreichen Sommer- und auch Tropentagen eher wie ein klassischer Sommermonat. Kein Wunder, denn die Temperaturen ähnelten eben eher einem durchschnittlichen Juni als einem Mai. Wie die ZAMG veröffentlicht hat, war dies der viertwärmste Mai der Messgeschichte und der wärmste Mai seit 1868. Nach dem schon extrem warmen April ist das nun bereits der zweite Monat in Folge mit Rekordtemperaturen. Der klassische Frühling fiel dementsprechend recht kurz aus - so lagen in Wien beispielsweise zwischen dem letzten Eistag und dem ersten Sommertag lediglich 21 Tage, so eine kurze Spanne gab es seit Beginn der Messungen 1872 noch nie (Quelle: wetterblog.at).










Mitteltemperaturen in Innsbruck Der Mai 2018 kann sich mit einer Mitteltemperatur von 17 Grad nicht mit den voran gegangen Mai-Monaten messen. Am ehesten kommen da noch 2001 (16,6), 2009 (16,3) oder 2003 (16,2) heran.

Dargestellt sind hier die Monatsmittelwerte der Temperatur (blau) und das 5-jährige gleitende Mi…

Der wärmste April seit 200 Jahren

Nun ist es offiziell: der April 2018 geht mit einer Abweichung von +4,8 Grad in die Klimageschichte ein und damit kommt dieser an sich "wankelmütige" Monat sogar einem durchschnittlichen Mai gleich. Es ist dies österreichweit der wärmste April seit über 200 Jahren, wärmer war nur der April im Jahr 1800.
Ein weiterer Superlativ: Nach dem eben genannten April und dem Jänner 2007 ist der April 2018 der (relativ gesehen) drittwärmste Monat seit Beginn der Messungen. Im Vergleich zum klimatologischen Mittel 1981-2010 war der April 1800 +5,7 Grad wärmer, der April 2018 bei +4,8 Grad und der Jänner 2007 +4,7  Grad.
Bemerkenswert ist auch die große Anzahl an Sommertagen in diesem Monat. Über 25 Grad werden am Ende des Monats beispielsweise in Wien und St. Pölten 10 mal erreicht worden sein. Rekord für einen April! In Innsbruck sieht die Sachlage etwas anders aus. Bislang waren es 9 Sommertage (Stand: 29.04., Station Innsbruck-Universität) und der Rekord liegt bei 14 Sommertagen im …

Sommerhitze mitten im April

Die 30,0 Grad am 20. April in Salzburg markierten den ersten Tropentag im Jahr 2018. So früh im Jahr gab es das in der Messgeschichte Österreichs erst einmal, und zwar am 17. April 1934 ebenfalls in Salzburg. Kein Wunder also, dass die 30,0 Grad, gemessen tags darauf am 21. April in Wien (Innere Stadt), auch gleich einen Rekord für die Bundeshauptstadt bedeuten.

Wir steuern also mit dieser Hitzewelle in Richtung "wärmster April" seit Messbeginn. Den bislang wärmsten April gab es vor etwas mehr als 10 Jahren, im Jahr 2007. Damals war es besonders im Westen Österreichs um 4 bis 5 Grad wärmer als im Mittel, österreichweit waren es +3,7 Grad. Auf den Bergen war die Abweichung mit +6 Grad sogar noch größer (obere Grafik, Quelle: ZAMG).
Im heurigen April (1.4.-21.4.2018) sind die wärmsten Flecken des Landes in den Südföhnregionen an der Alpennordseite zu finden und die österreichweite Abweichung liegt sogar bei +4,6 Grad (untere Grafik, Quelle: ZAMG).
Ein weiterer bemerkenswerter …

Der erste Sommertag 2018

Die Radlwege gleichen dieser Tage einer Autobahn. Radler, Skater, Mountainbiker, Skateboardfahrer. Alles ist unterwegs mit Kind und Kegel um dieses Prachtwetter zu genießen. Die Spielplätze voll mit Kindern, Eis wird geschlürft, Wasser wird geplanscht. Zu lang war dieser Winter, zu kalt Februar und März. Seit dem Monatswechsel zeigt sich das Wetter nun 'plötzlich' von seiner frühlingshaft warmen Seite und da passt es auch ins Bild, dass heute das erste Mal die 25-Grad-Marke überschritten wurde. Mit 27,1 Grad war Innsbruck nach Bischofshofen (27,7 Grad) der zweitwärmste Ort des Landes. Danach folgte mit Salzburg (27,0) der erste Ort ohne Vierschanzentournee-Erfahrung. Garmisch erreichte übrigens 24,8 Grad und Oberstdorf 23,5 Grad (liegt aber auch auf 806 m). Einen Sommertag gab es aber auch in Wien, Linz und Graz.



Die 25 Grad sind aber auch in der Klimatologie ein wichtiger Indikator, denn diese Marke ist gleichbedeutend mit einem Sommertag. Im Mittel der letzten 7 Jahre (2011…