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Wie wird der kommende Winter?

Morgenstimmung am Großen Asitz (Salzburgerland) am 21. Oktober 2016 - Quelle: foto-webcam.eu Die Berggipfel hüllen sich bereits das ein um das andere Mal in winterliches Weiß und die nächste Ladung Neuschnee ist eigentlich schon unterwegs. Wir schreiben zwar erst Mitte Oktober und damit befinden wir uns eigentlich im Herbst - doch einzig die spannende Frage nach dem kommenden Winter beschäftigt uns. Wann kommt der erste RICHTIGE Schnee? Wieviel schneit's heuer? Wird es ein guter Winter (aus Sicht der Schneeliebhaber)? Diese Fragen lassen sich natürlich nicht ganz so einfach beantworten, denn wenn es einfach wäre, wäre es nicht Meteorologie. Geht es nach dem Handel, kommt der Winter ohnehin bald (Stichwort: Weihnachtsdekoration). Auch der Tourismus scharrt schon in den Startlöchern, an diesem Wochenende geht das traditionelle Saisonopening des Alpinen Skiweltcups in Sölden über die Bühne. Offizieller Winterbeginn ist für uns Meteorologen traditionell der 1. Dezember ...

Das Wetter hält sich nie ans Datum: Frühlingsbeginn

Das Stubaital war am 21. Februar bereits weitgehend schneefrei, vor allem auf der Sonnenseite. In höheren Lagen ist die Schneesituation okay, aber unterdurchschnittlich (c) alpen.wetter Das wechselnde Wetter  An einem Tag herrschen Föhn und zweistellige Plusgrade , am nächsten Tag das Kontrastprogramm Schneefall und tiefwinterliche Verhältnisse. Umringt wird man von rinnenden Nasen und hustenden Kehlen, sei es durch Haselpollen, hartnäckige Grippeviren oder andere Infekte. Während die Meteorologen (aus rechnerischen Gründen bloß!) den Winter beendet haben, hält sich das Wetter natürlich nicht an diesen 1. März. Warum sollte es auch? Zeit für Frühblüher wie die Krokusse (c) alpen.wetter Die letzten Wochen erinnerten tatsächlich eher an einen klassischen März als an einen Februar, das Temperaturmittel für Innsbruck lag bei 4,7 Grad, was einer Abweichung von +3.9 Grad zum Klimamittel 1981-2010 entspricht. Ein durchschnittlicher März hat eine Mitteltemperatur von 5,4...

Vom Föhn verblasen ...

... wurden heute viele Teile Tirols, Vorarlbergs und Kärntens. Fast wie an der Schnur gezogen wurden die Gewitter erst nördlich einer Linie Großes Walsertal, Oberes Lechtal, Inntal, Zillertal, Pinzgau, Pongau, Lungau. Hier wirkte der teils kräftige bis stürmische Föhn (Patscherkofel Böen zwischen 65 und 80 km/h) gewitterhemmend. Blitze vom 3.August 2014 - Quelle UBIMET, verändert Föhneinfluss sorgt oft für Auflockerungen am Abend, trotz Schauer am Nachmittag - Foto nicht vom 3.8. (c) alpen.wetter Die Prognosen lauteten jedoch durch die Bank anders. Zwar nicht unbedingt die, die am Sonntagmorgen für heute Sonntag geschrieben wurden, aber jene der vergangenen Tage. Das liegt oder lag aber auch daran, dass die Modelle (hier als Bsp. ECMWF) für Sonntagnachmittag stets "Gewitter rechneten". Bei dieser an sich schon diffizilen Wetterlagen (kleinräumige Gewitterentstehung, Föhneinfluss, sich abändernde Zugbahnen von Tiefs, ...) bedarf es einer gehörigen Portion Mut...

Frühling wirds

Der Winter hat "uns" lange im Griff gehabt. Rückblickend betrachtet war es - den Schneefall betreffend - im mittleren Inntal ein leicht überdurchschnittlicher Winter. Bereits im Dezember 2012 gab es eine 19 Tage anhaltende Schneedecke, die das Weihnachtstauwetter aber nicht überdauert hat. Erst nach Dreikönig, 14.1., gab es die ersten kräftigen Schneefälle 2013. Die Schneedecke erreichte am Anfang Februar mit 22 cm ihr Maximum und hielt knapp 50 Tage an, insgesamt gab es also an die 70 Tage mit Schnee im abgeschlossenen Winterhalbjahr. Das entspricht genau dem Mittel der letzten 10 Jahre und liegt für den Zeitraum 1971 - 2000 über dem Schnitt (64 Tage mit Schneedecke >1cm im ganzen Jahr). Schneefall Ende März lässt die blühenden Narzissen frieren (26.3., Innsbruck) (c) alpen.wetter Kalter Spätwinter Ostern 2013 war kälter und schneereicher als Weihnachten 2012. Bis auf die wenigen wirklich warmen Tage war der März österreichweit knapp 2 Grad zu kalt und somit ein...

Kommt es oder kommt es nicht ...

Aufgelockerter Himmel in den Brennerbergen am Morgen - aus Süden ziehen aber bereits erste kompakte Quellwolken heran (Foto: alpen.wetter) Die Leewellen lassen sich nicht verheimlichen, Blick Richtung Osten (Foto: alpen.wetter) Satellitenbild von Sonntagvormittag (Quelle: Eumetsat / UBIMET) Es ist bitter. Aber nicht so erfrischend bitter wie in manch aktuellem Werbespot. Im Vorfeld der Kaltfront aus Westen sollte es heute Nachmittag scheppern, nach Föhnzusammenbruch sollte es in Nordtirol Gewitter geben, vor allem in den Nordalpen - aber eben auch im Raum Innsbruck. Aber sie kamen hier bis dato nicht (21:00), während es aber im Unterland heftig zur Sache ging. Den Schuldigen im Föhn zu suchen ist naheliegend, wenn man sich die aktuelle Wetterlage ansieht (GFS-Lauf von 12 UTC): Das Tief über der Nordsee führt die Kaltfront heran ... (Quelle: wetterzentrale.de / GFS SUN12z) ... die, eingebettet in einer Südwestströmung, langsam Frankreich überquert und sich der S...

Kommt doch noch ein Winter?

Derzeit bestimmen Trockenheit und Sonnenschein das Wettergeschehen in Tirol, wird sich dabei etwas ändern in den kommenden Tagen? Ärmliche Schneeverhältnisse auf dem Innsbrucker Hausberg (Quelle: presse.com) Aussichten Nach Abzug der kaum wetteraktiven Kaltfront (das waren die Wolken gestern Samstag) wird der Hochdruckeinfluss von Westeuropa ausgehend wieder stärker. Zumindest bis Donnerstag (immerhin meteorologischer Winterbeginn) hält somit das trockene Wetter an, danach rechnet das europäische Modell (ECMWF) einen Trogvorstoß über Westeuropa, der eine Südströmung über den Alpen induziert - Föhn. Dieser hält über das Wochenende an, soweit das ECMWF. ECMWF: Freitagmittag reicht der Trog von Irland nach Portugal - der Alpenraum liegt unter einer föhnigen Südströmung (Quelle: ECMWF/UBIMET) ECMWF: 12 - std. Niederschlag bis SAT 00 UTC. Eine Tiefdruckentwicklung über Italien ist auch dabei - das Tief bringt vor allem der Alpensüdseite etwas Niederschlag (Quelle: ECMWF/UBI...