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der Reiz des V-Tals

Man stelle sich vor: großräumig gleiche Wetterbedingungen, Hochdruckeinfluss, wolkenloser Himmel, in 3000 m dieselben Temperaturen. An solchen Tagen kann man generell (so es nicht Winter ist) getrost einen Temperaturgradienten von etwa 1 °C/100 m annehmen. Die Luft am Boden erwärmt sich von oben her (Strahlung) und auch von unten (Wärme-Absorbtion) und die nächtliche Inverion wird langsam aufgebrochen. Vergleicht man die erreichten Tageshöchsttemperaturen in Österreich so fällt auf: die größten Werte sind nicht etwa im Flachland erreicht worden, sondern in den engen Gebirgstälern (V-Tälern). Der Grund darin liegt am Volumeneffekt: Dieselbe Menge an Energie schafft es ein kleineres Volumen (in einem Tal) schneller zu erwärmen als ein Größeres (breitere Täler oder eben im Flachland). So finden sich unter den Top10 der wärmsten Orte Österreichs ausschließlich von diesem Effekt beeinflusste Messstationen (17:30 MESZ): 1. INNSBRUCK/UNIVERSITAET 22.4 2. LANDECK 22.3 3. IMST 22.0 ...