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Es werden Posts vom Januar, 2017 angezeigt.

Was Mariä Lichtmess mit dem Murmeltiertag am Hut hat

Mariä Lichtmess ist - wie andere auch - ein wichtiger Lostag für die Landwirtschaft. Der 2. Februar war früher wichtiger ein Tag des Brauchtums und der Beginn des Bauernjahres. Daher hat man die Witterung (sprich das Wetter um dieses Datum herum) immer genau beobachtet. Das Wetter an diesem Tag soll ein Wegweiser für die kommenden Wochen sein. Nun, es sind mehrere Regeln zu diesem Datum überliefert, die alle einen wahren Kern haben, da sie sich auf die Erhaltungsneigung von Wetterlagen in Mitteleuropa, die über mehrere Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhundert, beobachtet wurden, beziehen. Ein Spruch zu diesem Tag ist:
Ist’s an Lichtmess hell und rein,
wird ein langer Winter sein.
Wenn es aber stürmt und schneit,
ist der Frühling nicht mehr weit.



Diese Regel besagt, dass der Winter länger bestehen bleibt, wenn es zu Lichtmess hell und rein (klar und sonnig) ist. Der meteorologische Hintergrund ist jener, dass stabiles Hochdruckwetter vorherrscht, das für sonnige Verhältnisse sorgt. …

Auf dem Weg zum kältesten Jänner seit 30 Jahren

Eiseskälte, gefrorene Seen und Schneechaos. Oder eigentlich richtiger Winter. Zunächst hat er sich ja ordentlich Zeit gelassen - bis zum Neujahrsspringen. Die stürmischen Föhnböen aus dem Westen kündigten den Wetterumschwung an. So gab es am Dreikönigstag die erste zählbare Schneemenge im Jänner - ein rekordverdächtig später Termin. Dafür schneite es gleich einmal ordentlich, immerhin 37 cm Schnee lagen am Innsbrucker Flughafen am 9. Jänner.Das nächste Schneefallereignis gab es dann gleich ein paar Tage später, am 12./13. Jänner fielen in Innsbruck wieder 20 bis 40 cm Schnee - auf der Seegrube lagen am Morgen des 14. Jänner 123 cm. Danach kam bis Ende des Monats eigentlich nichts mehr - bis auf etwas Schneegeflöckel aus dem Hochnebel - und dennoch: die 67 cm Neuschnee bedeuten in dieser Beziehung den schneereichsten Jänner seit 35 Jahren, wie wetterblog.at erörtert hat.
Außerdem gibt es seit dem 6. Jänner eine durchgehende Schneedecke, die jetzt auch schon 20 Tage gehalten hat. Und w…

Eine Klimazeugnis - mitten in der Stadt

Ganz unscheinbar steht mitten in der Stadt diese "Gedenktafel". Täglich passieren dutzende Radler, Spaziergänger und auch Kinder (ja, dieser Koloss steht direkt an einem Spielplatz) diesen Ort, gegenüber der Altstadt im Walther Park. Der Obelisk - so heißt es in der Inschrift - wurde von Innsbrucker Bürgern errichtet und am 19.8.1878 der Stadt Innsbruck übergeben. Im Auftrage des Innsbrucker Verschönerungsvereins wurde in den Jahren 1982/1983 eine Renovierung durchgeführt.  Die angegeben Klimawerte dürften somit auch aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen - ein Klimazeugnis aus der Vergangenheit also.




Auszüge aus dem HISTALP-Jahresbericht

Die ZAMG hat heute wieder ihren HISTALP-Jahresbericht für das Jahr 2016 veröffentlicht. Der HISTALP-Datensatz gehört zu den wertvollsten Klima-Datensätzen im Alpenraum (hier ist die Erklärung der Langzeitklimadatenbank). Er umfasst homogenisierte und qualitätsgeprüfte Daten für Österreich und einige seiner Nachbarländer bis ins Jahr 1760 zurück. Dadurch, dass Wetterstationen ihren Ort gewechselt haben, mitunter ein paar Jahre an einem Standort nicht gemessen wurde oder die Art der Messung sich geändert hat, können Lücken oder Messfehler entstehen. Diese Daten wurden in diesem Langzeitprojekt geschlossen.
Hier folgen nun mehrere Abbildungen aus dem HISTALP-Datensatz, die besonders für den Raum Innsbruck interessant sind. Das Jahr 2016 war in der Region West das fünftwärmste in der 240-jährigen Messreihe, verglichen werden die Mitteltemperaturen hier in den Abbildungen mit dem Mittel 1961-1990.

Von Mitteltemperaturen auf den Bergen bekommt man oft nichts mit, teilweise kursieren aber …

So schön kann Winter sein

Wenn jeder noch so kleine Hügel in Innsbruck und Umgebung zum Spaß für die ganze Familie wird und man nur noch Ski, Rodeln und Boards sieht ist der Winter angekommen. Ordentliche Schneefälle vom 4. bis zum 9. Jänner haben zu einer 30 bis 40 cm Schneedecke im Inntal geführt, auch auf der Seegrube liegen inzwischen ca. 100 cm Schnee. Anbei ein paar Eindrücke von Tag nach den Schneefällen sowie ein paar Zahlen.




Schneehöhen vom 9. Jänner 7:00 MEZ (DWD, ZAMG)

Zugspitze 180 cm
Sonnblick 164
Pitztaler Gletscher 137
Galzig 107
Warth 60
Langen 49
St.Anton 45
Seefeld 42
Innsbruck 37
Kufstein 37
Obergurgl 35
Mayrhofen 31
Landeck 16










Rekordverdächtig später Schneefall in Innsbruck

Hurra, es hat geschneit! Balsam auf die Seele der Wintersportfreunde und eigentlich ist es doch ganz normal, dass es im Winter schneit. Nun, nach dem trockensten Dezember seit Beginn der Messungen (sage und schreibe 3 mm in 31 Tagen) und folglich keinem Schnee im Talund nicht mal auf dem Berg, war der Gedanke an den Winter 2006/07, dem wärmsten und einem der schneeärmsten Winter (Dezember, Jänner, Februar) aller Zeiten in Innsbruck, und an die letzten drei Winter mit nur 20 bis 30 Tagen Schnee (Oktober bis Mai) nicht weit weg. Ein Dezember ohne Schnee ist in den letzten 60 Jahren in Summe zwar nur fünf mal (2016, 2015, 2006, 2002 und 2000) vorgekommen, aber ein aperer Jänner aber noch nie. 1989 lag an nur 2 Jännertagen Schnee, das ist der Negativrekord.
Auftreten der ersten Schneedecke Folglich steht die Frage im Raum: wann gibt es die erste Schneedecke in Innsbruck? Wann kann man das erste Mal mit Schnee rechnen bzw. wie lange musste man in den letzten Jahren ausharren?
Schnee fäll…