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Februar 2024: Das Ende aller Superlativen

  Der Februar 2024 hat für neue Superlative gesorgt. Ein Prädikat, das man in den kommenden Wochen oft lesen und hören wird, ist: beispiellos. Eine Übersicht.  

Der Februar 2021: ein wahres Wechselbad

Golfspielen im Februar inmitten winterlicher Bergkulisse? Gar nicht so abwägig in diesem verrückten Februar 2021 - mit Temperaturen im letzten Februardrittel, die eher in den April passen, als in einen Wintermonat (Foto: alpen.wetter)   Wenn man eines in diesem Februar 2021 lernen konnte, dann war das die Tatsache das alles möglich ist. In dem Fall verdiente der Sprung von extremer Kälte zu extremer Wärme binnen einer Woche das Prädikat sehenswert. Mitte des Monats (11.-15.) bestimmten noch polare Luftmassen unser Wettergeschehen, auf den Bergen wurden Rekordwerte von -25 Grad (am Brunnenkogel, 13.d.M.) gemessen, in Lech/Arlberg -23 Grad, in St.Jakob -24 aber auch in Innsbruck waren es -13 Grad und in Wien (Jub.warte) -11 Grad. Ein paar Tage später war es durch Hocheindruckeinfluss und den Zufuhr mediterraner Luft (Stichwort Saharastaub und Südföhn) schon frühlingshaft warm. Ende des Monats gab es beinahe täglich neue Februarrekorde an einer Vielzahl von Wetterstationen in Österrei...

Aktuelles zur Schneesituation auf den Bergen

Eine Webcamaufnahme vom 01.06.2020 des bestuntersuchten Gletschers in den Ostalpen zeigt die Schnee- und Eisbedingungen auf 3.245 m. Die Menge des Frühlingsschnees hat einen nicht unwesentlichen Einfluss auf die Ausaperung und somit die Massenbilanz des Gletschers (Quelle: foto-webcam.eu) ... und das ist das Bild vom Hintereisferner von Anfang Juni 2019. Nach einem niederschlagsreichen und kühlen Juni war nicht nur die Gletscherfläche weiß, sondern auch runderherum lag viel mehr Schnee. Es folgte aber ein sehr heißer Juni (Hochwasser in Innsbruck) und am Ende des Haushaltsjahres eine negative Massenbilanz. Dieser wird von Oktober bis September erstellt (Quelle: foto-webcam.eu) Man sieht es schon allein an diesem einfachen Bildvergleich. Letztes Jahr lag zu diesem Zeitpunkt deutlich mehr Schnee. Der Mai und eigentlich der gesamte Frühling 2019 war viel feuchter als der Frühling 2020. Im Vergleich zum langjährigen Mittel (1981-2010) fielen im vergangenen Jahr österreichweit 115 %...

Rekordwärme im Oktober

Föhnstimmung über dem Karwendel am 21.10.2019 (Foto: alpen.wetter) Was für ein Tag. Bereits mit knapp 20 Grad sind wir hier in Innsbruck gestartet, vor allem in der Osthälfte der Stadt (Reichenau, Rossau, Olympisches Dorf), über Rum bis in Richtung Hall. Danach war der Föhn kurz weg und die Temperatur ging auf 14,15 Grad zurück. Mit dem erneuten Durchbruch waren es in Innsbruck dann schließlich schlagartig wärmer, bei einem Maximum von 24,3 Grad. Das mag jetzt nicht viel klingen, aber die Geschichtsbücher zeigen: Der letzte Sommertag in Innsbruck datiert von einem 15.Oktober 1990. Und da waren wir heute verdammt knapp dran. Außerdem markieren die 24,3 von der Uni und die 23,3 Grad vom Flughafen einen Dekadenrekord (=höchster Wert im letzten Monatsdrittel), wie auch die ZAMG Innsbruck bestätigt. Stationsverlauf Innsbruck 20./21. Oktober 2019. Schön zu sehen sind die ausgeprägten Föhnphasen (links oben rot hinterlegt) mit maximal Föhnböen von 86 km/h - Quelle: ACINN Die ...

Der Winter gibt sich noch nicht geschlagen

"Die Summe der Neuschneemengen in diesem Jänner lag in Seefeld mit 110 Zentimeter (Stand 29.1.2016) deutlich über dem Klimamittel von 81 Zentimeter", berichtet die ZAMG im Monatsrückblick . Ca. 40 cm sind davon Mitte Februar noch übrig (Gesamtschneehöhe). Foto: alpen.wetter Wir schreiben Mitte Februar und das Inntal ist bereits seit 10 Tagen (wieder) aper. Zwar hat es im Nordstau speziell vom Bregenzerwald bis ins Loferer Land im Jänner mehr als im Durchschnitt geschneit, das aber zumeist bei Schneefallgrenzen zwischen 800 und 1200 m. In Innsbruck (dort gibt es eben Messungen) lag bisher im Winter nur an knapp 20 Tagen Schnee, im Durchschnitt sind es rund 60 Tage (Mittel: 1999-2015), im Jahrhundertwinter 2005/06 waren es sogar 120 Tage mit Schnee (November bis März). Die Ursache für den Schneemangel ist anhand der Grafik schnell ausgemacht: es war einfach zu mild. Klimaspiegel der ZAMG für die Station Innsbruck-Universität. Milde Luftmassen bestimmen seit 3 Wo...

Wärmste Septembernacht der Geschichte

Was Föhn alles kann, hat er zuletzt wieder eindrucksvoll bewiesen. Gab es im abgelaufenen Sommer ein paar Tropennnächte "einfach" nur bei Hochdrucklage und unter Einfluss extrem heißer Luft, so war es diesmal der Föhn, der die Luft nicht unter 20 Grad abkühlen ließ. Er blies in der Nacht vom 16. auf den 17. September durch und sorgte für einen neuen Rekord in Innsbruck: noch nie war eine Septembernacht so warm wie die letzte. 22,5 Grad waren es an der Uni, 22,2 Grad am Flughafen. Das es rein der Föhn war beweist dieses Bild, es waren kaum Wolken am Himmel. Diese waren aber umso schöner! An diesem Tag (17.September) stiegen die Temperaturen im Osten Österreich (Raum Wien) auf nie dagewesene 35,5 Grad (Gumpoldskirchen), in Wien selbst gab es mit 34,6 Grad einen neuen Septemberrekord für die Bundeshauptstadt. Dieses Föhnereignis mit schweren Sturmböen in Innsbruck (104 km/h) und Orkanböen am Patscherkofel (162 km/h) nicht spurlos an Mensch und Natur vorübergingen, zeigen zahl...

1. Mai - Alpenpässe frei

Es wird geräumt (Foto: Großglockner Hochalpenstraßen AG/ orf.at) In folgendem Artikel http://tirol.orf.at/news/stories/2707834/ war heute zu lesen, dass am 1. Mai nach zweiwöchiger Räumung der Großglockner Hochalpenstraße diese wieder (so wie immer an diesem Datum) geöffnet wird. Dabei gibt es folgendes Zitat: Die Einsatzkräfte hatten heuer weniger Schnee wegzuräumen als im Vorjahr. Denn in diesem Winter fiel etwa die Hälfte weniger Schnee als im vergangenen Jahr. „Der starke Wind führte aber zu vielen Verwehungen, und noch am Osterwochenende kam eine große Menge Neuschnee dazu“, sagte Peter Embacher von der Großglockner Hochalpenstraßen AG. Natürlich schaut man sich als Meteorologe diese Zahlen ("die Hälfte weniger Schnee") dann genauer an. 2014/15 war mehr von Norden her geprägt, 2013/14 war ein "Südwinter". Wie sehen die Zahlen (Niederschlagssummen) im Detail aus? Die Übersichtskarte der Hochalpenstraße (Quelle: grossglockner.at) Repräsentat...