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Posts mit dem Label "Sturmböen" werden angezeigt.

Sturmtief Herwart sorgt für Probleme

Sturmschaden: Abgedecktes Hausdach am Grundlsee (Foto: ABI Werner Fischer via Aktuelle Wetterwarnungen Österreich fb) Geknickter Hochspannungsmasten in Gols, Nordburgenland (Quelle: Helena Reichetzeder via Aktuelle Wetterwarnungen Österreich fb) Es gibt Tage, die vergisst man in einem Meteorologenleben nicht. Heute war wieder so einer. Die Modelle lieferten seit Tagen eine gute Performance von Sturmtief Herwart ab, so konnten bereits am Donnerstag und Freitag detaillierte Warnungen ausgesprochen werden. Und dennoch gab es wieder (wie so oft) Überraschungen, die einen daran erinnern: ein Modell ist nur eine Simulation der Realität. Dieses Mal wurden die Warnungen verbreitet um 30 bis 50 km/h überschritten: *) Spitzenböen im Flachland lagen bei bis zu 140 km/h (Warnungen am Freitag lagen bei Böen bis zu 110 km/h in S, OÖ, NÖ, W, Bgld), *) Spitzenböen im Gebirge bis 200 km/h (Warnungen vor bis zu 150 km/h) *) Orkanböen bis 124 k...

Der Frühling klopft an ... und danach der Winter!

Von den knapp 10 bis 20 Zentimetern Neuschnee ist kaum mehr was zu sehen, die Nullgrandgrenze ist auf bis zu 2.500 m angestiegen (Foto:alpen.wetter) Im Warmsektor des Tiefs Stefan kam es heute, 22. Februar 2017, zum bislang wärmsten Tag des Jahres. Auf frühlingshafte 18 Grad stieg das Quecksilber im Tiroler Oberland und im Raum Innsbruck. Auch in manchen Alpentälern sowie im Nordburgenland war es mit bis zu 16 Grad recht mild. Im Inntal war der durchgreifende Westföhn mit ein Grund für den deutlichen Temperaturanstieg (siehe Grafik des Windlidars). Höchstwerte in Österreich am 22. Februar, Stand 16:00 (Quelle: orf.at, abgerufen am 22.2.2017, 16:15) Wetterkarte vom 22.Februar Mitternacht (Quelle: wetterpate.de) Aktuelle Daten des Doppler Wind Lidars vom Dach der Universität. Im Laufe des Nachmittags sorgte der Durchbruch des Westföhns mit Böen bis zu 60 km/h für 18 Grad in der Landeshauptstadt. Die Luft kam dabei aus etwa aus 3.000 m Höhe. Auf 2.800 m bzw. auch au...

Der Winter kommt ...

Schnee wird auf den Bergen ein Thema, aber auch in tieferen Lagen bis 600 m (Foto vom November 2013, (c) alpen.wetter) Mit der Oktoberwärme ist es nun endgültig vorbei, Temperaturen weit über 20 Grad machten aus diesem Oktober einen 5 Sommermonat. Ein Sommer, der im Jahr 2014 nur selten zeigte, was er konnte. Ausgerechnet ein Hurrikan... GONZALO, letzten Samstag noch auf den Bermudas, heute schon im Atlantik und in der Nacht Mittwoch dann Taktgeber für das hiesige Wettergeschehen. So schnell kann es dann gehen wenn ein Tropischer Wirbelsturm in das Westwindband der Nordhemisphäre eingebunden wird. Bodendruckanalyse des DWD am Montag, 20.Oktober (Quelle: wetterpate.de) Genau dieser GONZALO rührt die Temperaturen gewaltig um und schiebt seine massive Kaltfront nach Mitteleuropa. Die Kaltluft sieht man an der unteren Karte in den herrlichen Blautönen (je blauer desto Schnee). Diese Kaltluft wiegt schwer und somit ist einiges an Dynamik dahinter, der Wind wird heute Abend un...

Tief Paula bringt wieder Regen

#update Dienstag, 22 Juli 7:00 # Bis dato hat es in Tirol ordentlich geschüttet, vor allem am Montagvormittag bei Raten um 10 bis 13 mm/h. Insgesamt sind tirolweit zwischen 25 und 50 mm in etwas mehr als 24 Stunden gefallen. Die Schwerpunkte lassen sich in dieser Farbkarte des Hydrografischen Dienstes aufgrund der Farbgebung schlecht ausmachen. Die Schwerpunkte waren aber (wenn man sich die einzelnen Stationen ansieht): Wildschönau (Norderbergalm, der einzige rote Punkt), Achensee (Achenkirch), Pustertal (Sillian), südliche Ötztaler Alpen (Kaunertal) --- Quelle: https://apps.tirol.gv.at/hydro/#/Niederschlag Tabellarisch (Mon 05 - TUE 05 UTC) Norderbergalm: 62,5 mm (HD-Tirol) Kelchsau (aber nicht das am Achensee): 57,7 mm (HD-Tirol) Unterwindau: 50,1 mm (ÖBB/UBIMET) Am Nachsöllberg(Brixental) : 49,1 mm  (HD-Tirol) Talkaser Alm(Brixental) :  48,4 mm (HD-Tirol) Weisssee (Kaunertal, 2480 m): 44,7 mm Sillian:...

Wärme durch Nordföhn

Nach 8 hochdruckbedingten Strahlungstagen und einigen Top-Drei-Plätzen in dem Ranking der wärmsten Orte Österreichs war es genau der erste überwiegend bedeckte Tag (Samstag, 15.3.), der Innsbruck (Uni) zum "Hitzepol" des Landes reichte. Nordföhn in Innsbruck - (C) alpen.wetter Schuld dran war der um die Mittagszeit durchbrechende Nordföhn (Tmax 17,8), am Flughafen wurden am Abend schließlich Böen von 90 km/h gemessen. Die luvseitigen Stationen erreichten 15,8 (Hochzirl ÖBB, 923 m), 12,4 (Seefeld, 1182 m - nicht ganz repräsentativ) und -4,7 Grad (Zugspitze, 2960 m). Ein Grad fehlte somit zur Durchmischung mit der Zugspitze, das heißt die herabgemischte Luft kam aus einer tiefer gelegenen Luftschicht. Da helfen die Stationen des Lawinenwarndienstes mit ihrem noch feinmaschigerem Netz im Hochgebirge Licht ins Dunkel zu bringen. Die Rosshütte (1745 m) oberhalb von Seefeld: Samstagmittag 6 Grad, danach mit der Drehung des Windes von W auf NW (fx 47 km/h) langsam Abküh...

Gedanken zum Tornadoverdacht in Ellmau

Dieser Blog kommt am Thema Tornadoverdacht in Ellmau nicht vorbei. Erstens treten solche Wettererscheinungen selten auf, zweitens wissen die Wenigsten etwas darüber (und wenn dann nur die Megatornado-Stories aus den USA-Blockbustermovie-gedei-und-verderb-Streifen) und drittens . Allerdings werden genau diese Erinnerungen wach, wenn man diese Schreckensbilder und auch -geschichten hört. Feuerwehr- und Gemeindehaus in Ellmau am Samstagabend (Quelle: ZOOM-Tirol) Das Dach hat es komplett weggerissen (Quelle: ZOOM-Tirol) Bäume haben in Reith bei Kitzbühel eine 110 kV-Leitung beschädigt (Quelle: TIWAG Netz AG, orf.at) Verwüstete Baumreihe in Wörgl (Quelle: Stefan Pedevilla, orf.at) Und diese Fotos sind in diesem Fall (fast) die einzigen Anhaltspunkte. Die Wetterdaten geben für den Samstagabend nicht viel her. Im Umkreis haben die Wetterstationen bis zu 60 km/h registriert, es hätte schon mit viel Glück (oder eben Pech) hergehen müssen, dass diese Gewitterzelle genau ...

Föhnsturm in Innsbruck

Über die vorhandene Föhnströmung muss man nicht viel diskutieren. Trotzdem war und ist es immer wieder faszinierend das Wechselspiel Schauer + Föhn zu verfolgen. Man ist ja vieles vom Föhn gewohnt und gestern Nacht gipfelte es sogar in schweren Sturmböen in Innsbruck. Bereits am Vormittag erwärmte der Föhn das Inntal. Der Knick um 2 z zeigt den Zeitpunkt des Abhebens.  Neuerlicher Föhndurchbruch am Abend mit den stärksten Böen gegen Mitternacht (22z); 87 km/h an der Uni, 76 km/h am Flughafen.        6 hPa allein reichten nicht aus für die Sturmböen ... ... verstärkt wurden die Föhnböen durch den Ausfluss aus einem über dem Inntal verdunsteten Wipptalschauer, der Innsbruck nie erreichte, wohl aber den Brenner (8mm) und Steinach (3 mm). Die Atmosphäre über Innsbruck wird vom trockenen Absinken des Südföhns beeinflusst Wie prognostiziert: erst hinter der letzten Gebirgskette (praktisch an der Abrisskante des Föhns) entstanden im Alpenvorl...