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Posts mit dem Label "Entstehung von Schnee" werden angezeigt.

Alle Jahre wieder ...

... gibts die Frage nach Weißen Weihnachten ... Diese sollte zumindest für Nordtirol geklärt sein. Nach dem Durchzug der Okklusion am Dienstag, den Kaltluftschauern am Mittwoch und der Warmfront heute Donnerstag liegen in Innsbruck derzeit 20 - 25 cm Schnee, aufgrund seiner Nässe wird die Gesamtschneehöhe allerdings zunehmend zurückgehen. Auf den Bergen ist die Lage zurzeit prekär, Warnlage am 22.12.2011 (Quelle: http://www.lawinen.at/ ) Am Arlberg und im Außerfern ist teils über ein Meter Neuschnee gefallen, gesamt werden gemessen (Do, 22.12., 22 MEZ): Galzig 199 cm Sonnblick 155 cm Warth 136 cm Schröcken 127 cm Langen 123 cm ... Seefeld 80 cm ... Brenner 50 cm Tiefster WInter im Oberland bei Telfs (Quelle: alpen.wetter) Auch die Situation auf den Straßen war uns ist heute (Donnerstag, 22.12.) auf Tirols Straßen äußerst winterlich: Laut Homepage des ÖAMTC Tirol sind derzeit aufgrund von Unfällen, schneebedeckter Straßen, umgestürzter Bäume und Lawinengefahr ...

Beschneiungslust

Ich habe mich ja schon gewundert. Der Oktober ist nach dem April der Monat mit den meisten Föhntagen in Innsbruck. Nun waren es deren erst drei in diesem Monat. Die vergangenen Schneefälle haben Lust auf den Winter gemacht, das sonnige Wetter der vergangenen zwei Tage haben dieses Gefühl noch zusätzlich verstärkt. Dennoch: was ist mit dem Schneefresser? Anscheinend sind die maximal kniehohen Schneemenge manchen Touristikern in diesem Lande zu Kopfe gestiegen. Anders ist es nicht zu erklären, dass diese heute die Schneekanonen angeschmissen haben. An sich ist das nicht verkehrt: die meisten Schipisten sind (im Westen bis 1000 m hinab) in ein zartes Weiß gehüllt, welches es gilt mit Kunstschnee (also Eis) zu verhärten. Selbst bei Plusgraden ist Beschneiung möglich, die Forschung der vergangenen Jahre macht das möglich. Entscheidend ist jedoch (wie beim Schneefall) die Feuchttemperatur. Geht diese über die Nullgradmarke ist an Schneefall nicht zu denken. Auch an diesem Punkt kann man di...

Föhn und Schnee

Ein Wechselbad der Gefühle müssen wohl die Bewohner des Wipptales erleben. An 250 Tagen im Jahr bläst dort der Föhn (reine Schätzung !!!), so auch gestern und heute. Bei jedem Kaltfrontduchgang rasselt dort das Thermometer nach unten und aus dem warmen, föhnigen Südwind wird ein etwas schwächerer aber teilweise unangenehmer Nordostwind ... Die Großwetterlage Auf der Vorderseite eine breiten Hochdruckkeils, der  von den Azoren bis nach Island reicht, baut sich eine ausgeprägte Tiefdruckrinne über Mitteleuropa auf. Darin eingelagert liegt ein Frontensystem mit Zentrum über der Ostsee (Sonntagmittag). Sehr schön zu sehen am Satellitenbild von heute (Sonntag-)vormittag. Das Frontensystem bringt vor allem eines: kalte Luft aus der arktischen See. Auch diese ist ansatzweise auf dem Satellitenbild zu erkennen. Die wabenförmige Kaltluftschauer über der Nordsee deuten diese an. Während die britischen Inseln kühler sind als die darüber streichende Kaltluft, labilisieren sich die Luft...

bitterkalt

Abb. 1.: Sounding of snow! entnommen von (c) http://weather.uwyo.edu/upperair/sounding.html Seit Tagen zittern die ersten Frühlingsboten unter einem Schneemantel und mancherorts wurden auch Eistage verzeichnet (Tmax unter 0°C). Laut Berechnungen der ZAMG bedeutet das derzeitige Wetter ein 10- (Schnee) bzw. 13-jähriges (Kälte) Ereignis für diese Zeit des Jahres. Zusätzlich weht großwetterlagenbedingt seit Tagen Ostwind, der sogar für kräftige Böen (gestern und heute: 9 m/s = 33,5 km/h) gesorgt hat. Zum Vergleich: bei einem durchschnittlichen Föhntag werden im Tal um die 50 km/h Böen erreicht. Der Wind bringt dazu kalte, trockene Luft und das führt dazu, dass die aktuelle Lufttemperatur deutlich kälter wahrgenommen (gefühlt) wird, als sie in Wahrheit ist. In der Meteorologie spricht man hier von dem Windchill - Effekt (= Effekt der gefühlten Temperatur). Nach diesem Rechner beträgt die gefühlte Temperatur -20 °C für -5 °C und 33 km/h Wind. Nach der Wikipedia-Tabelle (an...