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Es werden Posts vom Juli, 2017 angezeigt.

Heftige Orkanböen in Innsbruck

Kaum ein Tag vergeht aktuell ohne Gewitter und manche hatten es wirklich in sich. Eine heftige Zelle im Oberland sorgte am Sonntag, 30.7. für einen Anstieg der Sanna und eine heftige Flutwelle (Bericht in der TT). Der Gewitterkomplex zog am Sonntagabend weiter nach Osten (Danke an Roland Reiter!) durch das Inntal, beinahe jede Station meldete Sturmböen. Bis 21.45 Uhr gab es in ganz Tirol 218 Einsätze, gut 65 Feuerwehren standen im Einsatz. Vor allem umgestürzte Bäume, Strommasten und kleinere Überschwemmungen sorgten für Probleme. Hier eine Radarsequenz von 18:00 bis 20:00 MESZ (Quelle: kachelmannwetter.com).






An sich war an der Gewitterzelle im Bereich von Innsbruck nichts besonderes, es wurden in der Landeshauptstadt keine größeren Schäden gemeldet (ein umgestürzter Baum in der Höttinger Au, Dr.-Stumpf-Straße). Die gemessene Spitzenböe war aber in der Tat sehr außergewöhnlich: 165 km/h wurden am Flughafen oben am Tower und 144 km/h am Flugfeld gemessen, in der Stadt immerhin noch kn…

Überaus nasse Tage ...

Nass, nasser, Juli. Also das was uns der Juli aktuell beschert ist alles anderes als sommerlich. Wir befinden uns aktuell eigentlich in der wärmsten Periode des Jahres ("Hundstage"), allein bei bei 13 Grad Lufttemperatur und Dauerregen klingt das alles ganz weit weg. Prinzipiell ist der Juli jener Monat in Innsbruck mit dem meisten Niederschlag (Mittel 1906 bis 2016: 132 mm) und im Mittel regnet es auch fast jeden zweiten Tag (Mittel 1981-2010: 13,4 Tage mit Niederschlag größer 1 mm). Heuer sind es bisher schon 16 Regentage und das mit Stand heute (26.).



Tiefdruckeinfluss, Kaltfronten, Stauniederschlag ... In den letzten Tagen hat es am Alpennordrand punktuell 200 mm (= Liter pro Quadratmeter) geregnet. Für Juli zwar nicht angenehm, aber keine Seltenheit.
Niederschlagsmengen 21.-26.7.2017, Quelle: hydroonline
Vilsalpsee (T) 207 mm (davon ca 200 mm in den letzten 72 Stunden) Warth (V) 175 mm(130 mm/72 h) Tannheim 159 mm (150 mm/72 h) Kössen 156 mm Jungholz 150 mm Zürs Madlo…

Ein recht unbeständiger Juli, warum?

Hitze und Gewitter im Sommer gehören für uns Alpenländer genauso zusammen wie Kälte und Schnee im Winter. Besonders dieser Tage donnert's spätestens ab den frühen Nachmittagsstunden und Gewitter enladen sich über den Bergen und Tälern. Nicht gerade das beste Wetter für Bergsteiger, aber wenn man früh aufbricht, geht sich bis zur Mittagszeit doch eine kleine bis mittlere Tour aus.

Gestern am 20.7. z.B. sind wieder einmal gleich mehrere Gewitterzellen über Österreich gezogen (siehe Blitzanalyse von UBIMET unten) und haben binnen kurzer Zeit für einiges an Niederschlag gesorgt. Einiges heißt bis zu 50 mm in drei bis vier Stunden, bei teils enormen Regenraten. Vor allem die Regionen vom Karwendel ostwärts bis zum Steirischen Randgebirge waren betroffen von Starkregen, Sturmböen und kleinem Hagel.


In Tirol am stärksten betroffen vom Regen war der Bezirk Kitzbühel mit gleich mehreren Stationen, die rund 50 mm abbekommen haben und somit in etwa vier Stunden zwischen 30 und 50 % des Mon…