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Es werden Posts vom August, 2014 angezeigt.

Es herbstelt so richtig

Die Frühwerte der vergangenen Tage haben es schon angezeigt, der Sommer ist wohl vorbei (obwohl er nie so richtig da war, aber das ist ein anderes Thema...).

Freitag, 22.8.: 
Obergurgl 2,0 Grad
Seefeld 4,3 Grad
Innsbruck: 8,7 Grad

Nun gab es im Zuge eines Kaltfrontdurchgangs ein weiteres untrügliches Zeichen für den nahenden Herbst: Schneefall bis auf 2000 m herab, also so nah, dass man ihn schon riechen kann.






Kaltfront bringt wieder Hochwasser

Nach dem Hochwasser und den Vermurungen im Unterland (in der Kelchsau südlich des Brixentals um genau zu sein) hat es diesmal das Ötztal und das Zillertal erwischt. Innerhalb von 12 Stunden sind entlang des Alpenhauptkamms vom Reschpass über die Ötztaler Alpen bis zu den hohen Tauern zwischen 40 und 60 mm Regen gefallen, die Schneefallgrenze lag bei 3500 m relativ hoch.
Somit stiegen sämtliche Pegel im Einzugsgebiet kurzfristig rasant an, von der Ötztaler Ache über die Sill bis zum Tuxerbach. Teilweise kam es zu einem HQ30, einem 30 jährigen Hochwasser. In Folge wurde auch am Inn HQ5 bis HQ10 erreicht.









Schuld daran ist wieder eine verwellende Kaltfront eines Tiefs, das von Frankreich in Richtung Polen zieht, eingelagerte Schauerzellen sorgen binnen kürzester Zeiten für große Regenmengen (bei Raten bis zu 10 mm/h). Und natürlich die nasse Vorgeschichte der letzten Tage.



72-Stunden Summen (bis 13.8. 21:00 MESZ)

Österreich:
Loibl 114 mm
Kolm-Saigurn 111,6 mm
Gaschurn 86,9 mm

Tirol:
St. Ja…

Vom Föhn verblasen ...

... wurden heute viele Teile Tirols, Vorarlbergs und Kärntens. Fast wie an der Schnur gezogen wurden die Gewitter erst nördlich einer Linie Großes Walsertal, Oberes Lechtal, Inntal, Zillertal, Pinzgau, Pongau, Lungau. Hier wirkte der teils kräftige bis stürmische Föhn (Patscherkofel Böen zwischen 65 und 80 km/h) gewitterhemmend.






Die Prognosen lauteten jedoch durch die Bank anders. Zwar nicht unbedingt die, die am Sonntagmorgen für heute Sonntag geschrieben wurden, aber jene der vergangenen Tage.

Das liegt oder lag aber auch daran, dass die Modelle (hier als Bsp. ECMWF) für Sonntagnachmittag stets "Gewitter rechneten". Bei dieser an sich schon diffizilen Wetterlagen (kleinräumige Gewitterentstehung, Föhneinfluss, sich abändernde Zugbahnen von Tiefs, ...) bedarf es einer gehörigen Portion Mut sich gegen das Modell zu entscheiden, für die Textprognose.










Wie "wasserhaltig" die Atmosphäre (siehe PWAT) immer noch ist, kann man an den Niederschlagsraten (pro Stunde) bei d…

Land unter

Es ist gekommen, wie es leider kommen musste. Die sehr nassen Wochen haben die Böden gesättigt und somit ihre Spuren hinterlassen. So kam es gestern Donnerstag (31.7.) zu den ersten (massiven) Überflutungen und Vermurungen in Teilen Österreichs (Tiroler Unterland, Pinzgau, Nord- und Südburgenland) und Hochwasser (Salzach HQ30).








Beinahe tropische Luftmassen lagen in den vergangenen Tagen über Österreich und wurden teilweise von der Sonne hochgekocht um schließlich Stunden später wieder zu Boden zu gehen. Tiefdruckgebiete zogen vom Golf von Genua bzw. der Adria in Richtung Balkan nach Südosten ab, Mitte des Monats wanderte eines sogar retrograd (von Osten kommend) über Tschechien, Deutschland, Frankreich wieder in den Alpenraum (Tief Paula).




Je nach Anströmungsrichtung regneten sich die Schauer und Gewitter an den Kuppen und Berghängen aus, so kamen beispielsweise in Fraxern (Rheintal) in den letzten 4 Wochen 425 mm zusammen oder in Aspang (Bucklige Welt) beispielsweise 300 mm.

Ein weit…