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Posts mit dem Label "Radar" werden angezeigt.

Niederschlagsmessung in den Alpen. Probleme und Chancen

Das Radar am Patscherkofel mit Gipfelkreuz auf 2.245 m (Foto: alpen.wetter am 11. Oktober 2011) Vorwort und kurze Erklärung Die Niederschlagsmessung ist ein wesentlicher Teil in der Meteorologie. Begonnen hat man natürlich mit Niederschlagssammlern am Boden (Punktmessung in Millimeter bzw. Liter pro Quadratmeter). Über die Bedeutung von Niederschlagsmengen muss man regelmäßigen Lesern dieses Blogs aber nichts erzählen. Das Problem war, dass man immer erst nach einem Niederschlagsereignis das gesammelte Wasser im Messgerät gemessen und dann erst gewusst hat, wieviel es eigentlich geregnet hat. Und man war auch völlig im Unklaren was 1 km westlich der Messstation gefallen ist. Somit hat man sich die Eigenschaft von elektromagnetischen Impulsen zu Nutze gemacht (radio detection and ranging - RADAR). Mikrowellen werden ausgesandt und von Wassertropfen, Eiskristallen oder Hagel reflektiert. Die gemessene Radarreflektivität gibt Auskunft darüber wie groß die Niederschlagsintensität...

Ein recht unbeständiger Juli, warum?

Kein Sommer ohne Gewitter. Hier zieht eine imposante Gewitterzelle von Südwesten her über das Inntal in das Karwendel und hat einiges an Regen mit dabei (Foto: alpen.wetter, 20.07.2017) Hitze und Gewitter im Sommer gehören für uns Alpenländer genauso zusammen wie Kälte und Schnee im Winter. Besonders dieser Tage donnert's spätestens ab den frühen Nachmittagsstunden und Gewitter enladen sich über den Bergen und Tälern. Nicht gerade das beste Wetter für Bergsteiger, aber wenn man früh aufbricht, geht sich bis zur Mittagszeit doch eine kleine bis mittlere Tour aus.   Gestern am 20.7. z.B. sind wieder einmal gleich mehrere Gewitterzellen über Österreich gezogen (siehe Blitzanalyse von UBIMET unten) und haben binnen kurzer Zeit für einiges an Niederschlag gesorgt. Einiges heißt bis zu 50 mm in drei bis vier Stunden, bei teils enormen Regenraten. Vor allem die Regionen vom Karwendel ostwärts bis zum Steirischen Randgebirge waren betroffen von Starkregen, Sturmböe...

Massives Unwetter in Innsbruck und Umgebung

Wundervolle Aufnahme von dem herannahenden Monstrum. Die Böenwalze (Arcus) schiebt sich über das Inntal, dahinter macht sich schon der Niederschlagsbereich über Innsbruck her (grauer Schleier). Aufgenommen in Aldrans mit Blickrichtung Nordwesten (Foto: Simon H. - herzlichen Dank!) Es war Samstagnachmittag, der 2. Juli 2016 16:40, als sich von Westen her das nahende Unheil androhte. Der Himmel verdunkelte sich und dann zog eine massive Gewitterzelle mit Starkregen und kleinkörnigem Hagel über Innsbruck hinweg. Binnen weniger Minuten waren Straßen und Tiefgaragen geflutet, Abflusskanäle überfüllt und kleine Rinnsale verwandelten sich in reißende Ströme. In Unterführungen sammelte sich das Wasser und Autofahrer hatten sofort Mühe sich durch die Fluten zu kämpfen. Am meisten betroffen waren die Stadtteile Pradl, Amras und die Reichenau, weitere Schadensmeldungen kamen dann vor allem aus Rum, Aldrans, Lans und Ampass. An diesem Einkaufssamstag zwischen 16:30 und 17:30 waren natürlich ...

Flocken auf den trocknen Stein

Ja es hat geschneit. Und wie. Man muss ja dieser Tage schon über 10 Stunden Schneegestöber und eine Summe von 3 cm stolz sein. Bild mit Seltenheitswert in diesem Südlagendominierten Winter: Schneefall in Innsbruck. Der erste seit einem Monat (14.12.) -- innsbruck.panomax.at Der Föhn hat am Dienstagvormittag komplett ausgelassen, die kalte Luft (in Südtirol bereits von der Früh weg verbreitet Schneefall) wurde durch die Brennerschneise und das Wipptal gedrückt. Somit hat es in Innsbruck um die Mittagszeit zu schneien begonnen. Einfach so. Bei +3 Grad. Die Kaltluft aus Norden kam erst am Nachmittag. Radardbild von 11 z (12 MEZ). In Innsbruck beginnt es zu schneien (c) UBIMET / ACG Sterzing schon am Dienstagvormittag weiß Winterlich auf der Brennerautobahn In Summe gab es dann in der Brennerregion auch den meisten Niederschlag tirolweit mit 18 mm bzw. umgerechnet 30 cm Neuschnee. Zitat heutiger Lawinenlagebericht: Während der vergangenen 24 Stunden hat es in Tiro...