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Es werden Posts vom Januar, 2018 angezeigt.

Jännerbilanz 2018: mild und schneereich

Der Jänner 2018 hatte es in sich. Etliche Südwest- und Nordwestwetterlage brachten Tiefdruckeinfluss, wiederholt Sturm (auf den Bergen) und reichlich Neuschnee. Dass es dennoch +3,1 Grad (österreichweit sogar +3,8 Grad!) zu warm war klingt daher nahezu paradox. Aber für die Lagen oberhalb von 500 bis 800 m war es dennoch kalt genug für reichlich Schnee. So summierten sich hier um die Hälfte (z.B. Innsbruck) bis drei Mal so viel (Oberland) Schnee wie normal. Auf den Bergen liegen jetzt nach einer Woche Hochdruckeinfluss, Tauwetter und Föhn immer noch zwei bis drei Meter Schnee. Beachtlich für Ende Jänner!
Ebenso beachtlich die Neuschneemengen (also die Summe der täglichen Neuschneemengen). So gab es in Langen am Arlberg 238 cm Neuschnee und in Obergurgl 198 cm.
Die ZAMG vermeldete außerdem Ende Jänner, dass es auch in Seefeld einen neuen Rekord gab. "In den sechs Tagen vom 16. bis zum 22. Jänner lag die Summe der täglichen Neuschneemenge bei 177 Zentimeter. Das ist der hö…

Rekordverdächtig nasser und schneereicher Jänner 2018

Und es hat neuerlich verbreitet geschneit. In den 48 Stunden von Samstagfrüh bis Montagfrüh waren es meist 50 bis 75 cm (Westhälfte Nordtirols), örtlich teilweise bis zu ein Meter. Durch den erneut starken bis stürmischen Wind kam es wieder zu massiven Verfrachtungen (siehe auch Bild oben aus dem Kühtai). Der Schnee sorgte für einige Problem und zahlreiche Straßensperren (Kappl, Ischgl, Galtür, St. Anton waren und sind nicht erreichbar). Erstmals seit 1999 wurde wieder die höchste Warnstufe 5 ausgerufen.

Große Lawinengefahr!


Ganz viel Regen und Schnee in Tirol




Seefeld versinkt im Schnee: Jucheee!

Tief verschneit zeigt sich aktuell der Olympiasportort Seefeld. In den letzten 24 Stunden sind hier knapp 50 cm Schnee gefallen. Das ist selbst für ein Schneeloch wie Seefeld, auf 1.180 m gelegen, nicht alltäglich. Klimatologisch relevant ist der Zeitraum von 07 MEZ bis 07 MEZ und da waren es 47 cm
Eine vergleichbare Neuschneemenge in 24 h gab es zuletzt vor 9 Jahren, am 18.02.2009 fielen 52 cm. Im letzten "starken Winter" 2011/12 gab es maximal 40 cm in 24 h (21.01.2012). Die größte neuschneemenge in 24 Stunden gab es übrigens am 11.01.1995 mit 93 cm. Danke an die ZAMG für die Daten!


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Stationsverläufe (HD Tirol)

Jahresverlauf Seefeld und Leutasch




Daten vom LWD Verbreitet fielen vom 16. auf den 17. Jänner 30 bis 50 cm, punktuell auch bis zu 70 cm (Hohe Munde, Rauthhütte, Ulmerhütte). Die Lawinengefahr stieg somit (auch durch den starken bis stürlischen Westwind) auf die zweithöchste Stufe 4!



Krasse Wärmeperiode lässt den Schnee schmelzen

Wir Alpenbewohner haben es nicht leicht. Oder schon? Wer den Winter will muss derzeit hoch hinaus, in tiefen und mittleren Lagen liegt derzeit kaum noch Schnee. Der unsägliche Föhn hat zumindest im mittleren Inntal der Schneedecke den Garaus gemacht. In Richtung Oberland schaut's aber okay aus (Landeck 16 cm) und auch im Unterland (Kirchdorf 25 cm, Hochfilzen 31 cm). Reichlich Schnee gibt es aber vor allem am Alpenhauptkamm und südlich davon, in Obergurgl liegen aktuell 105 cm Schnee.


Aussichten

Das Wetterjahr 2017

Es ist Zeit Bilanz zu ziehen, das Jahr 2017 ist zu Ende und das Jahr 2018 hat bereits fulminant mit Schnee, Orkan und Regen begonnen. Kurzum, aktuell liegt im Inntal gar kein Schnee mehr, aber wenn man ins Oberland fährt, sieht die Welt schon anders aus. Dort war der Föhneinfluss deutlich schwächer und es hat auch in den letzten Tag dort mehr geschneit als geregnet.
Nun wieder zum Jahr 2017, das folgende Eckdaten zu bieten hat:

* es war österreichweit laut ZAMG-Klimaberichtdas achtwärmste in der Messgeschichte (+0,9 Grad)
* nach einem der kältesten Jännermonate in den letzten 30 Jahren folgten der zweitwärmste März und ein recht turbulenter April mit spätem Schnee und Frost,
* der Mai und der Juni verliefen sonnig und warm bzw. heiß (der Juni war der zweitwärmste in der Messgeschichte),
* der Juli, der August und der September verliefen oft feucht bzw. gewittrig und temperaturmäßig unauffällig mit einzelnen sehr heißen Tagen. Der September war der kühlste seit 10 Jahren,
* golden wa…

Orkan Burglind wirbelte ordentlich

Das Jahr war gerade einmal ein paar Stunden alt, da gab es auch schon das erste Extremereignis. Große Teile Europas waren im Einfluss des Orkantiefs Burglind, in der Schweiz und in Deutschland gab es Böen bis 200 km/h, in Österreich bis ca. 190 km/h (Silvretta, Lechtaler Alpen, LWD-Stationen).



So mancher Skifahrer wird das Ereignis sicher so bald nicht vergessen.




Neben massig Neuschnee (30 cm in 24 Stunden, 70 cm in 60 Stunden) zeigen die Stationsverläufe der LWD-Stationen vor allem die gefährlichen Orkanböen bis zu 190 km/h.