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Posts mit dem Label "Neuschnee" werden angezeigt.

Erster knackiger Wintereinbruch im Gebirge

  Am höchsten Punkt der Großglockner-Hochalpenstraße ist der Winter eingekehrt. Am Morgen des 7. Oktober lagen dort gut 20 Zentimeter Neuschnee (Foto: edelweissspitze.panomax.com ) Eines vorweg. Das ist wahrlich kein besonderes Ereignis. Schneefall im Oktober kommt fast jährlich vor. Und doch ist es jedes Jahr wieder spektakulär wenn sich die Prognosen aus den Wettermodellen bewahrheiten. Man hängt dann am Tag X vor sämtlichen Webcams, sieht der Schneefallgrenze beim Sinken zu und kommt aus der Vorfreude gar nicht mehr raus. So geschehen wieder am 6. Oktober. Auf eine föhnige Südströmung am 4. und 5. Oktober mit den letzten Sommertagen von Krems über Wien bis Eisenstadt (5.), folgte ein markanter Wettersturz. Von Norditalien her steuerte ein Tief feuchte Luft an die Alpen, von Norden strömte kalte Polarluft ein. Die kräftigsten Niederschläge traten von den Ötztaler Alpen über den Brenner bis zu den Karawanken auf. Dort fielen in tiefen Lagen 40 bis 60 Liter Regen in 48 Stunden (bi...

Ordentliche Packung Neuschnee - mehr als ein halber Meter in Innsbruck

  Dichtes Schneetreiben am Sonntag, 17.01.2021 Dichtes Schneetreiben am Donnerstag, 14.01.2021 Unverhofft kommt oft . Nachdem die Alpensüdseite seit Anfang Dezember ja regelrecht eingeschneit wurde, war es ja nur eine Frage der Zeit bis die Alpennordeite fällig war. Und mit der Drehung der Höhenströmung auf Nordwest Mitte Jänner war es dann soweit. Im Nordweststau fielen vom 13. Jänner (Abend) bis zum 18. Jänner (Mittag) 100 bis 150 cm Neuschnee, teils in Verbindung mit starkem Wind und somit gab es gebietsweise sogar bis zu 200 cm Neuschneezuwachs. Nicht nur das Arlberggebiet, das Außerfern und das Karwendel, nein auch Innsbruck war Nutznießer in diesen Tagen. In Summe fielen ca 70-80 cm Neuschnee, sodass am Morgen des 18. Jänner 47 cm Gesamtschnee am Innsbrucker Flughafen gemessen wurden. So viel Schnee lag seit dem Februar 2006 (60 cm) nicht mehr in der Tiroler Landeshauptstadt. Ähnlich dick war die Schneedecke in den letzten Jahren am 13. Jänner 2019 (45 cm) und zu Silvester ...

Starkregen und festgefahrene Strömungslagen

Zirkumpolarauschnitt der Nordhalbkugel, sprich der Blick von oben auf die Weltkugel am 14.11.2019. Man sieht nur wenige Wellen im Strömungsmuster, etwa 4 Wellentäler (Tröge) und 4 Wellenrücken (Keile) - Quelle: ertel.uibk.ac.at / ACINN Fünf Tiefdruckgebiete innerhalb von zwei Wochen haben in Norditalien und hier besonders im Bereich der Südalpen für Starkregen, intensiven Schneefall und folglich zu Hangrutschungen, Überflutungen und Lawinenabgängen gesorgt. Erstmals in diesem Frühwinter wurde die Lawinensituation als groß (Stufe 4) bewertet, und das in Südtirol sogar an 3 aufeinanderfolgenden Tagen. Betroffen waren vor allem Süd- und Osttirol sowie Oberkärnten, der Pinzgau und der Pongau sowie teilweise die hinteren Täler Nordtirols (Ötztal, Stubaital). Betrachtet man sich aktuelle Extremwettereignisse so sind diese meist mit festgefahrerenen Strömungslagen erklärbar (vergleich Starkschneefall im Jänner 2018 in den Nordalpen) . Dieses Mal ist die Wiederkehr der Italientiefs da...

Ein Jänner für wahre Winterliebhaber - eine Bilanz

Hochfilzen Mitte Jänner 2019. In Summe kamen dort in der ersten Jännerhälfte sage und schreibe 451 cm Neuschnee zusammen. Rekord! Foto: Chr. Reitschuler Der Jänner 2019 war kalt, schneereich und winterlich. Die ZAMG hat ausgewertet , dass es auf den Bergen der kälteste Winter seit 1987 war (Abw. -3,6 Grad vom Klimamittel 1981-2010) und wenn man sich die Österreichkarte ansieht, dann erkennt man auch, dass es auch in den meisten Alpentälern kälter war als im Schnitt (Innsbruck z.B. -0,4 Grad). Im Flachland dagegen war es vergleichsweise mild, am relativ wärmsten war es in den Nordföhnregionen zwischen Lienz und Villach. Abweichung der Jänner-Mitteltemperatur vom langjährigen Klimamittel 1981-2010. Sehr viel kälter als im Mittel war es auf den Bergen (dunkelblau), kälter als im Mittel in den Alpentälern vom Walgau bis ins Ennstal (hellblau) und etwas wärmer war es im Flachland sowie in den Alpentälern des Südens (hellrot). Quelle: ZAMG Abweichung der ...

Neuschneemassen - bis zu 4 Meter und mehr

Meterhoch türmt sich der Schnee in Hochfilzen auf knapp 1.000 m im Bezirk Kitzbühel auf. Die Region gilt zwar als besonders schneereich, aber die 175 cm, die dort aktuell am 10. Jänner liegen, gehen schon in die Richtung außergewöhnlich für Anfang Jänner (Foto: Chr. Reitschuler) Mit Rekorden ist das immer so eine Sache. Schon bald war etwas "noch nie!" oder "nie erlebt!" oder "früher hat es das nie gegeben!". Gerade bei Wetterereignissen und vornehmlich in Verbindung mit Schnee reicht das kollektive Langzeitgedächtnis oftmals nicht weiter als das vorige Weihnachten. Gut, dass es ein weitreichendes Stationsmessnetz von verschiedenen Hydrographischen, Lawinenwarn- und Wetterdiensten gibt, die solche Theorien entweder bestätigen oder weitestgehend widerlegen können. Gesichert gilt: eine anhaltende und festgefahrene Wetterlage wie jetzt, in der aus Nordwesten immer wieder Frontensysteme über uns hinwegrauschen ist zwar selten, aber es gab sie dann doch im...