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Es werden Posts vom April, 2017 angezeigt.

Extremer Frost: Hoffen und Bangen bei den Obstbauern und Winzern

Unten im Tal surren die Rasenmäher der Innsbrucker Stadtgärtner, der Flieder blüht und die Vögel begrüßen den strahlenden Sonnenschein mit lautstarkem Gezwitscher. Doch der Schein trügt, etwas ist verkehrt an der Frühlingsidylle. Oben am Berg glitzern die frisch verschneiten Nordkettengipfel und die Temperaturen bewegen sich sowohl im Tal als auch am Berg im Minusbereich. Oft sogar im klar zweistelligen. Auf bis zu -20 Grad sind die Temperaturen in den vergletscherten Gebieten gesunken, starken Frost gab es aber auch in den bewohnten Gebieten (siehe Tabelle).
Im Raum Innsbruck gab es Tiefstwerte zwischen -4 und -3 Grad, der absolute Minusrekord für den gesamten April liegt nach wie vor bei -7,1 Grad (8.4.2003).
Wenn man sich aber die Rekorde für die zweite Aprilhälfte ansieht, schaut das ein wenig anders aus. In Innsbruck, Seefeld und am Brunnenkogel war es in der zweiten Aprilhälfte noch nie so kalt wie in der letzten Nacht (Quelle: wetterblog.at).

Tiefstwerte vom 21.April 2017, Que…

Später Wintereinbruch, Verkehrschaos und erhöhte Lawinengefahr!

Nach dem späten ersten Schneefall im letzten Winter (6./7. Jänner), dem eisigen Jänner und dem Turbofrühling im März schlägt dieses letzte Wettereignis wieder ein neues Kapitel in den Rekordbüchern auf.
Der späte Wintereinbruch nach Ostern mit teilweise mehr als einem Meter Schnee im Gebirge und massiven Schneeverwehungen im Flach- und Hügelland hat dementsprechend für Probleme gesorgt.


Teile der Westautobahn (A1) und der Außenringautobahn (A21) mussten am Mittwoch (19.) für Stunden gesperrt werden - Lenker mussten teils stundenlang die kalte Nacht auf Donnerstag in ihren Fahrzeugen verbringen. Zum Höhepunkt der Schneefälle waren bis zu 25.000 Haushalte ohne Strom (Schneebruch).

In Mariazell fielen bis zum Donnerstagmorgen (20.) 70 cm Neuschnee. Rekord! Auch die Schneemengen in Lunz am See fallen in die Rekordkategorie. Laut ZAMG lagen am "Donnerstag in der Früh 86 Zentimeter Schnee. Das gab es hier in der zweiten Aprilhälfte seit Messbeginn im Jahr 1896 noch nie. …

Später Schneefall sorgt für Probleme

Der Sturm am Montag und der Flockenwirbel am Dienstag waren nur die harmlosen Vorboten. In der Nacht auf Mittwoch sank die Schneefallgrenze dann bis in die Tallagen und rund um Innsbruck konnte man 5-15 cm Neuschnee messen.






Eine interessante Statistik hat die ZAMG zu diesem Ereignis: "„Bis etwa zum Jahr 2000 gab es eine Schneedecke und Frost in vielen Tälern statistisch gesehen alle zwei bis fünf Jahre. Ab den 2000er-Jahren haben wir allerdings fast durchwegs sehr milde April-Monate erlebt und derart winterliche Wetterlagen sind kaum noch vorgekommen. (...) Dass Innsbruck in der zweiten Aprilhälfte weiß war, gab es das letzte Mal am 21. April 2001, also vor 16 Jahren. In den Jahrzehnten davor, kam das aber durchschnittlich alle fünf Jahre vor."







Das Wetter zu Ostern 2017 und winterliche Aussichten!

Eines ist sicher, es gab schon schneereichere Ostern als 2017. Und zwar vor zwei Jahren als es in der Nacht von Ostermontag auf den darauffolgenden Dienstag im Inntalbis zu 15 cm Neuschnee und auf der Nordkette rund 30 cm Neuschnee gab. Das war allerdings zwei Wochen früher.


Bis jetzt brachte Ostern 2017 wettertechnisch recht unspektakuläre Bedingungen. Der Karfreitag verlief sonnig und trocken bei maximal 19 Grad, heute am Karsamstag war es zwar zunehmend bewölkt, aber mit Nordföhn und 18 Grad noch recht warm. und bis zum Abend trocken. Die Schneeschauer an der Nordkette waren jedoch die Vorboten der herannahenden Kaltfront.



Kalte und teils winterliche Woche
Der Ostersonntag wird somit recht kühl (10 Grad), oft windig und nass. Auch danach bleibt es für die Jahreszeit vergleichsweise kühl. Der Ostermontag bringt wieder Regen und mit maximal 11 Grad kaum Erwärmung, am Dienstag sinkt die Schneefallgrenze dann in die Tallagen, wobei der Schnee noch nicht unbedingt liegen bleiben wird i…

Innsbruck vor 100 Jahren: Die Launen des April

Ich mag sie ganz gern, diese Rubrik "Innsbruck vor 100 Jahren". Sie zeigt eindrücklich welche Dinge sich in diesem Zeitraum stark verändert haben und gleichzeitig auch, dass man sich auch heute noch mit denselben "Problemen" herumschlagen muss. Der April hat nichts an seiner wechselhaften Charaktereigenschaft eingebüsst, Gott sei Dank muss man fast schreiben.
Die Beschreibung "Wind aus allen Richtungen" trifft auch auf dieses Jahr zu, wobei angemerkt werden muss, dass es in Innsbruck eigentlich nur drei Windrichtungen gibt: Talauswind (West), Taleinwind (Ost) und Föhn (zumeist Süd, mitunter Nordost).

Nun, wenn man sich auf Spurensuche nach Wetter- oder zumindest Klimawerten aus dem April macht, stößt man im Archiv auf folgende Zahlen:

April 1917 (Mittel 1981-2010 / Rekordjahr und -wert für diesen Monat)
Niederschlagsmenge: 131,9 mm (Mittelwert: 58 mm, Rekord: 1921: 137,8 mm)
Mitteltemperatur: 5,1 Grad (Mittelwert: 9,6 Grad, Minusrekord: 1917: 5,1 Grad)

Inter…