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Posts mit dem Label "Unwetterwarnung" werden angezeigt.

Analyse des Föhnorkans

Das Dach der Siegmairschule in Pradl Ost wurde durch den Föhnsturm arg beschädigt. Die Feuerwehr in Innsbruck sprach aber von einem gewöhnlichen Föhntag in Innsbruck (Quelle: zeitungsfoto.at) Vom Föhn betroffen war auch das Zillertal wie hier in Finkenberg. Bäume sind auf eine Stromleitung gefallen und hatten ein Feuer ausgelöst (Quelle: zoom-tirol) Wie sagt man so oft: "Angesagt Katastrophen finden nicht statt." Man kann aber auch sagen: es wurde sehr gut gewarnt, alle (Feuerwehren, Katastrophenschutz, Seilbahnbetreiber, etc. ) waren gut auf die Wettersituation eingestellt und daher ist relativ wenig passiert. Die Wetterdienste warnten im Großteil Tirols vor extremen Orkanböen im Gebirge (160 km/h) und Böen bis Orkanstärke im Tal (120 km/h). Das war auch aufgrund der Modellvorhersagen (großer Druckgradient, starke Südanströmung, entsprechende statisitische Vorhersagen) auch legitim und war nicht übertrieben. Wenn man nämlich einen Blick auf die größten Wind...

Starker Föhnsturm im Tal, heftiger Orkan auf den Bergen

Vorboten des Föhnorkans: Der Glungezer (2.677 m) und der Patscherkofel (2.248 m) steckten ihre Gipfel schon heute Freitag in die Föhnluft. Über ihn waberte eine lenticularis-artige Wolke bei Windböen um 100 km/h. Im Tal war es bei Böen bis zu 65 km/h und Maximalwerten von frühlingshaften 16/17 Grad noch recht ruhig (Foto: alpen.wetter) Eine in ihrer Art einzigartige Föhnsturm-Wetterlage zeichnet sich für den morgigen Samstag ab. Ausgehend von einem Tiefdruckkomplex über Westeuropa befindet sich der Alpenraum in der so typischen Süd-/Südwestlströmung, die eben den klassischen (hochreichenden) Föhn ausmacht. Hohe  Maxima der Windgeschwindigkeiten (Mittelwind zwischen 100 und 120 km/h) lassen sich praktisch in allen (modellierten) Höhenlagen der gängigen Wettermodelle wiederfinden. Quer über die Alpen baut sich so ein Druckgradient von 12 bis 13 hPa aus, die Luft überströmt den Alpenhauptkamm, zwängt sich durch die Brennersenke und schießt durch das Wipptal nach Norden. Der Patsc...

Starkregenereignis + Hochwassergefahr

Der Mai geht zu Ende. Und mit dem 1. Juni beginnt für die Meteorologen der Sommer. Zwar nur aus rechnerischen Gründen, aber dennoch. Bereits im letzten Posting wurde das vergangene Wochenende als sehr nasses angekündigt. Und in der Tat war es nicht nur das letzte sondern wird auch das kommende Wochenende ein verregnetes. Tiefdruckeinfluss über Mitteleuropa Der Trogvorstoß hatte um den 23. Mai herum die Bahn frei gemacht für kalte Luft aus dem Nordatlantik. Dem nicht genug rutschte das Höhentief über Mitteleuropa und setzte sich fest. Nachfolgend liegt nun schon das zweite Höchentief über den Alpen (siehe Bild) Strömungslage am 30.05. 12 UTC (Quelle wetter3.de) Auf der Ostflanke dieses Tiefs wurde und wird sehr warme Luft nach Norden transportiert. Diese (Nordskandinavien)Hoch-über-(Mitteleuropa)-Tief- Wetterlage ist eine sehr stabile und sorgt einerseits für ungewöhnliche Wärme im Norden und andererseits für nasse Verhältnisse bei uns. In Norwegen und Schweden wurden zahlrei...

Unwetterlage Alpennordrand

Ein Tief macht wieder Troubles . Tirol hat schon einmal Bekanntschaft damit gemacht und zwar als es uns am Montag, 31.05., überquert hat. Nur war es da den wenigsten bewusst. Es hat sich inzwischen verstärkt und schön eingewickelt, wie am Satellitenbild (Abb. 1) gut zu sehen ist. Der Tiefdruckkern liegt derzeit etwa über Ungarn und sorgt von Ostösterreich über Tschechien und Polen für anhaltend kräftigen Niederschlag. Innerhalb von 24 Stunden regnete es so in Krakau 44 mm , an der Hohen Warte 41 mm in Ostrava und Brünn 37 mm oder in Kosice 35 mm . Abb. 1: Satellitenbild von sat 24. com -- Quelle: Eumetsat + DWD Das Radarbild rechts (entnommen von flug - wetter . at (c) austrocontrol . at ) zeigt das derzeitige Niederschlagsbild (Abbildung 2). Durch den zyklonalen Drehsinn werden die feuchten Luftmassen an alle Hindernisse gedrückt, die sich ihnen in den Weg stellen und sorgen im Luv für Stauniederschläge. Südlich vom Alpenhauptkamm in Oberkärnten, Ost- und Südtir...

Daisy, nur eine lahme Ente?

Oder: Ausgerutscht: Das Schnee-Chaos, das keines war. So und ähnlich lauteten die heutigen Zeitungs- und Fernsehmeldungen . Das Mittelmeertief Daisy hatte Europa lang im Griff und watschelte von Süd (Gibraltar, Balearen, Südfrankreich) über die Ligurien und die Julischen Alpen nach Nordost (Slowakei, Tschechien, Polen, Ostsee) . In diesen Gebieten gab es starken Schneefall, Sturmböen, meterhohe Wellen, Eisregen und extreme Schneeverwehungen. Derzeit sind in Polen 80.000 Menschen ohne Strom, England erlebt die größte Kälteperiode seit 30 Jahren, europaweit war und ist der Flugverkehr stark eingeschränkt (Streichung unzähliger Flüge in Dublin, London Gatwick, Luton und Heathrow, Frankfurt, Belfast und Madrid), Verkehrsnotstand herrscht in Tschechien und Dänemark, Streusalzmangel in Frankreich und Deutschland, ... ( derstandard.at ). Das klingt nicht wirklich nach einem 'lahmen Tief'. Warum titeln dann die österreichischen Medien derart unmutig? Der Grund liegt darin, dass Österre...