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Es werden Posts vom Oktober, 2010 angezeigt.

Bodennebel in Innsbruck

Ein sehr seltenes Ereignis ...

Ein Auszug von den METARs (Flughafen - Meldungen) zeigt, dass er sich bereits in der zweiten Nachthälfte gebildet hat:


LOWI 290750Z 27003KT 230V310 0600 R08/0350N R26/0450N FG BKN003 01/01 Q1022 BECMG TL0830 5000 SCT010 LOWI 290720Z 28003KT 250V320 0500 R08/0350N R26/0450N FG BKN003 02/01 Q1022 BECMG TL0800 5000 SCT010 LOWI 290650Z 26002KT 0300 R08/0350N R26/0450N FG VV003 02/01 Q1022 BECMG TL0800 SCT010 LOWI 290620Z 28003KT 0400 R08/0350N R26/0450N FG VV004 02/01 Q1022 NOSIG LOWI 290550Z 30002KT 0500 R08/0350N R26/0450N FG VV005 02/01 Q1022 NOSIG LOWI 290520Z 29003KT 0500 R08/0350N R26/0450N FG VV005 02/01 Q1022 NOSIG LOWI 290450Z 27003KT 0600 R08/0350N R26/0450N FG SCT002 BKN004 02/01 Q1022 TEMPO 0800 BCFG BKN005 LOWI 290420Z 28002KT 0400 R08/0350N FG SCT002 BKN003 01/01 Q1022 TEMPO 0800 BCFG BKN005 LOWI 290350Z VRB02KT 0600 R08/0350N FG FEW002 BKN004 01/01 Q1022 BECMG 1000 BCFG BKN005 LOWI 290320Z 00000KT 0400 R08/0350N FG VV003 01/01 Q1022 BECM…

Beschneiungslust

Ich habe mich ja schon gewundert. Der Oktober ist nach dem April der Monat mit den meisten Föhntagen in Innsbruck. Nun waren es deren erst drei in diesem Monat. Die vergangenen Schneefälle haben Lust auf den Winter gemacht, das sonnige Wetter der vergangenen zwei Tage haben dieses Gefühl noch zusätzlich verstärkt. Dennoch: was ist mit dem Schneefresser?

Anscheinend sind die maximal kniehohen Schneemenge manchen Touristikern in diesem Lande zu Kopfe gestiegen. Anders ist es nicht zu erklären, dass diese heute die Schneekanonen angeschmissen haben. An sich ist das nicht verkehrt: die meisten Schipisten sind (im Westen bis 1000 m hinab) in ein zartes Weiß gehüllt, welches es gilt mit Kunstschnee (also Eis) zu verhärten. Selbst bei Plusgraden ist Beschneiung möglich, die Forschung der vergangenen Jahre macht das möglich. Entscheidend ist jedoch (wie beim Schneefall) die Feuchttemperatur. Geht diese über die Nullgradmarke ist an Schneefall nicht zu denken. Auch an diesem Punkt kann man die…

Schneits Martini übern Inn ...

... ist der ganze Winter hin!

So lautet eine Wetterweisheit aus der Tiroler Landeshauptstadt. Und wie gestern im Blog angekündigt schneite es heute, also 2 Wochen vor dem Martinstag ... Und sogar bis ganz ins Tal herunter trieb es die Flocken und setzten an.

Aber der Reihe nach !

Die angesprochene Kaltfront erfasste den Alpenraum gestern Abend und nachfolgend strömt die Kaltluft in alle Täler. Von Süden glitt die Warmfront des Italientiefs auf und sorgt für anständige Niederschlagsmengen:

Der Radiosondenaufstieg von Innsbruck spricht Bände:



Innerhalb von 24 Stunden fielen entlang dem Alpenhauptkamm 30 mm (in höheren Lagen als reinster Pulverschnee!), südlich davon sogar dreimal so viel. Alle Stationen in Österreichs meldeten Niederschlag - selbst in unserem "too small" country ein Bild mit Seltenheitswert!


Webcambilder des Wintereinbruchs:



24 h - Neuschneemengen heute Nachmittag (Ö):

Tauerntunnel 53 cm
Hintertuxer Gletscher 40 cm (bergfex.at)
Neustift / Milders 27 cm <--…

Föhn und Schnee

Ein Wechselbad der Gefühle müssen wohl die Bewohner des Wipptales erleben. An 250 Tagen im Jahr bläst dort der Föhn (reine Schätzung !!!), so auch gestern und heute. Bei jedem Kaltfrontduchgang rasselt dort das Thermometer nach unten und aus dem warmen, föhnigen Südwind wird ein etwas schwächerer aber teilweise unangenehmer Nordostwind ...

Die Großwetterlage

Auf der Vorderseite eine breiten Hochdruckkeils, der  von den Azoren bis nach Island reicht, baut sich eine ausgeprägte Tiefdruckrinne über Mitteleuropa auf. Darin eingelagert liegt ein Frontensystem mit Zentrum über der Ostsee (Sonntagmittag). Sehr schön zu sehen am Satellitenbild von heute (Sonntag-)vormittag.

Das Frontensystem bringt vor allem eines: kalte Luft aus der arktischen See. Auch diese ist ansatzweise auf dem Satellitenbild zu erkennen. Die wabenförmige Kaltluftschauer über der Nordsee deuten diese an. Während die britischen Inseln kühler sind als die darüber streichende Kaltluft, labilisieren sich die Luftmassen über …

Der Winter klopft nicht ...

... an, er tritt bei der Tür herein!

Bis zum Sonntagabend wird ein Trog, angefüllt mit Kaltluft, den Alpenraum überquert und Schnee bis in die Mittelgebirgslagen gebracht haben. Vor allem in den westlichen Bundesländern kann es bis 1000 m herab schneien. Einerseits strömt also von Norden kalte Luft herein, andererseits versorgt ein Italientief den Alpenraum von Süden her mit feuchter Luft.



Für diesen Zeitpunkt des Jahres ist ein Wintereinbruch nichts ungewöhnliches, letztes Jahr war auch Mitte Oktober Schluß mit dem Altweibersommer im goldenen Oktober.


Am 14.Oktober 2009 entstand beispielsweise dieses Foto in Innsbruck:


am 16. Oktober lag an der Nordkette noch bis 800 m Schnee, stellenweise noch an die 20 cm.

#update, Sonntagmorgen#
Am meisten Schnee fiel erwartungsgemäß in Südtirol, hier ein Bild von der Seiseralm, 2000m:


Immer schön: Kastelruth mit Schlern (2500m):


In Nordtirol wurden ingesamt geringere Schneemengen registriert, (Nordkette 3 cm). Eine Menge, die durch den Eindruck d…

Föhn im Oktober - I

Während im Osten des Landes der Hochnebel für Tage ohne Sonne und Temperaturen knapp über 10 Grad sorgt, stöhnt der westliche Teile des Landes unter dem Föhn.
Seit mehreren Tagen weht er unaufhörlich auf den Bergen, am Sonntagnachmittag (03.)  brach er ins Inntal durch (stürmische 90 km/h an der Uni).


Heute Montag war es bereits am Vormittag soweit, und mit Brachialgewalt  - 137 km/h am Patscherkofel und mehr als 10 hPa Druckdifferenz zwischen Bozen und Innsbruck - wehte er um die Mittagszeit einen LKW auf der Europabrücke/Brennerautobahn um (Bericht auf tirol.orf.at).




Zu diesem Zeitpunkt wurden an der nahegelegen Wetterstation des IMGI in Ellbögen Mittelwinde um 15 m/s (54 km/h) und Böen um 18 m/s (65 km/h) gemessen.


Weitere Spitzenböen des heutigen Tages (in km/h) - die üblichen Verdächtigen, vor allem die westlichen Föhntäler wie das Rheintal, das Brandnertal und das Inntal, stechen heraus. Weiterer Hinweis: Windgeschwindigkeiten größer als 118 km/hwerden schon als Orkan bezeichnet …