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Posts mit dem Label "Hochdruckwetterlage" werden angezeigt.

Steigende Feinstaubbelastung bei anhaltendem Hochdruckwetter

Blick von Schwaz / Koglmoos auf das Inntal am 22.01.2020 15:45 Credit: Land Tirol Es kam, wie es kommen musste. Durch die inzwischen schon fast 4 Wochen anhaltende Hochdruckwetterphase, nur unterbrochen durch einen Kaltfrontdurchgang am 18./19. d.M., kommt es nun zu einer erhöhten Feinstaubbelastung im Inntal und besonders im Ballungszentrum Innsbruck. Verstärkt wird die Belastung durch wenig Wind und eine verstärkte Temperaturinversion (wie diese funktioniert und wie groß die Auswirkungen sind, sind hier nachzulesen: https://alpen-wetter.blogspot.com/2020/01/was-ist-eigentlich-eine.html ). Dazu gibt es nun seit dem 18.d.M. eine geringe Schneedecke im Inntal, die die Ausstrahlung etwas begünstigt und die Verschärfung der Inversion vorangetrieben hat. Was ist Feinstaub? Feinstaub (PM 10, PM 2,5) ist, vereinfacht gesagt, feiner Staub, der hauptsächlich von Industrie, Verkehr, Hausbrand (Kleinverbrauch) und Landwirtschaft produziert wird und beim Menschen Entzündungen der Atemweg...

Der erste Sommertag 2018

27,1 Grad heute in Innsbruck, das freut auch die kleinsten Weggefährten (Foto: alpem.wetter) Die Radlwege gleichen dieser Tage einer Autobahn. Radler, Skater, Mountainbiker, Skateboardfahrer. Alles ist unterwegs mit Kind und Kegel um dieses Prachtwetter zu genießen. Die Spielplätze voll mit Kindern, Eis wird geschlürft, Wasser wird geplanscht. Zu lang war dieser Winter, zu kalt Februar und März. Seit dem Monatswechsel zeigt sich das Wetter nun 'plötzlich' von seiner frühlingshaft warmen Seite und da passt es auch ins Bild, dass heute das erste Mal die 25-Grad-Marke überschritten wurde . Mit 27,1 Grad war Innsbruck nach Bischofshofen (27,7 Grad) der zweitwärmste Ort des Landes. Danach folgte mit Salzburg (27,0) der erste Ort ohne Vierschanzentournee-Erfahrung. Garmisch erreichte übrigens 24,8 Grad und Oberstdorf 23,5 Grad (liegt aber auch auf 806 m). Einen Sommertag gab es aber auch in Wien, Linz und Graz. Die Temperaturmaximalwerte von heute, 19. April 2018. Die Hots...

Die schönsten Herbsttage

König SERLES (2.717 m) und seine Westflanke thronen über dem Stubaital in der Herbstsonne, die Schneefelder von Anfang Oktober sind schon fast verschwunden (Foto: alpen.wetter) Man möchte meinen, dass der Herbst uns allen nochmals zeigen wollte was in ihm steckt. Der September war kühl, nass und trüb, doch der Oktober dreht nun so richtig auf und präsentiert genau das gegenteilige Wetter. Die Temperaturen lagen in den letzten Tagen selbst auf 1.500 m Höhe bei über 20 Grad und die Nullgradgrenze auf über 4.000 m. An mehreren Orten Österreichs gab es noch einmal Sommertage (u.a. Salzburg). Ob man das nun Altweibersommer oder goldenen Oktober nennt, ist ja eigentlich egal. Schuld daran ist ein - für die Jahreszeit typisches - Hochdruckgebiet (TANJA, siehe unten), in dem trockene und zeitweise recht milde Luft vorherrschte. Mit der Drehung der Höhenströmung auf Süd am letzten Wochenende (14./15. Oktober) wurde es eben so richtig warm. Mitgespielt hat auch der Ex-Hurrikan Ophelia (sie...

Oktober 2011 und Ausblick

Der Oktober 2011 - ein goldender! Das Interessanteste kann man eigentlich stichwortartig zusammenfassen: viel Sonne (120 - 150 %) und viel Regen (100 - 200 %)   ingesamt etwa 10 Tage mit Regen und Schnee - und von denen fiel an 3 Tagen der Großteil des Monatsniederschlags (in Seefeld am 10.d.M. 58 mm/Tag)   im Inntal war es zu kühl im Vergleich zum Mittel, in Osttirol, dem Außerfern sowie auf den Bergen eher zu warm. Hier die Extremwerte für Tirol Höchstwerte [°C] Imst 26,3 1. Landeck 25,9 1. Ibk-Uni 25,6 1. Tiefstwerte [°C] Galtür -10,1 22. Obergurgl -10,1 21. St. Leonhard/P. -10,1 22. Niederschlag [mm] Galzig 169 Kössen 166 Hochfilzen 158 Sonnenstunden [h] Patsc...

steigende Feinstaubbelastung

Wer träumt nicht davon: wolkenloser Himmel, frisch verschneite Berge, klare Luft. Und eine stabiles Hochdruckgebiet, das der Planung der Freizeitaktivitäten über Tage hinaus Flügel verleiht. Doch wie die meisten Dinge im Leben hat auch diese Wetterlage eine Kehrseite. Bodenwetterkarte vom 31.01.2011: Hoch Christl (erst das Dritte !) macht sich breit - Tief Johannes (schon das 10. der Saison) zieht nördlich vorbei Hochdruckgebiete sind meist gigantische Luftkörper, die in einigen 1000 km Höhe Luft ansaugen und nach unten pumpen. Dieses großräumige Absinken sorgt für Wolkenarmut, tags wie nachts. Während die Ende-Jänner-Sonne tagsüber schon viel Energie hat (Tagesgänge von 18-19 Grad sind möglich) und strahlend scheint, haben die klaren Nächte eine ganz andere Wirkung. Die Erdoberfläche strahlt nachts ab und es bildet sich eine Inversion aus (nächste Abbildung links). Vor allem am Talboden sammelt sich die Kaltluft, welche auch von den schneebedeckten Hängen abfließt. Im Flachland ...