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Es werden Posts vom 2016 angezeigt.

Ein paar Wetter- und Klimawerte zu 2016

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu und die ZAMG hat die vorläufige Klimabilanz veröffentlicht. Österreichweit ist es das viertwärmste Jahr (zusammen mit 2007) in der 240-jährigen Messgeschichte.



Hier sind ein paar Details des Jahr 2016 für Innsbruck und Tirol zusammengefasst (Quelle: ZAMG):

TemperaturhöchstwertInnsbruck-Uni. (578 m) 35.4 °C am 24.6.2016Temperaturtiefstwert (Gipfel/Hochalpin)Brunnenkogel (3437 m) -28.2 °C am 18.1.2016Temperaturtiefstwert unter 1000 mKössen (588 m) -19.9 °C am 19.1.2016höchstes Jahresmittel der LufttemperaturInnsbruck-Uni. (578 m) 10.5 °C, Abw. +1.1 °Chöchste SonnenscheindauerLienz (661 m) 2086 h, Abw. +2 %
Es gab keine ausgeprägten Hitzewellen und auch kaum anhaltende Kälteperioden (siehe Grafik: Klimaspiegel). Markant war die kühle Periode von Ende April bis Mitte Mai und die niederschlagsreichen Wochen im Sommer mit reger Gewittertätigkeit. Seit Mitte August sind von rund 940 mm im Jahr 2016 nur noch 140 mm gefallen (also rund ein Siebtel, siehe Kl…

Extreme Schneearmut im Herzen der Alpen

Die Klimaänderung mit einer Temperaturzunahme im Alpenraum ist die eine Sache, die andere ist die seit Mitte/Ende November anhaltende Trockenheit im Westen und Süden Österreichs. Hochdruckwetter und Südföhnlagen haben dazu geführt, dass es gebietsweise seit Wochen nicht geregnet, geschweige denn geschneit hat. Die Frontensysteme haben es kaum bis Mitteleuropa geschafft und wenn, dann nur vom Kaisergebirge ostwärts ihr Gepäck entladen.


Wird Weihnachten wieder grün?

Es war einer dieser Winter, als in Innsbruck noch alles in Ordnung war. Hilde Zach war Bürgermeisterin und die Planung für die neue Nordkettenbahn sowie die Autobahnabfahrt Mitte abgeschlossen. Bereits seit Mitte November lag in der Landeshauptstadt Schnee, der bis März auch nicht mehr wegtaute. Es war mit 120 Tagen mit Schneedecke einer der schneereichsten und kältesten Winter in den letzten Jahren. Zu Weihnachten lagen am Flughafen und wohl auch im Rest der Stadt 28 cm Schnee.

Von solchen Bedingungen kann man (nicht nur heuer) nur träumen. Auch wenn rein statistisch gesehen nur mehr jedes zweite Jahr zu Weihnachten Schnee liegt (46,9 % - siehe untere Grafik), vor 65 bis 35 Jahren hat es noch anders ausgesehen. Die ZAMG hat ausgewertet, dass es im Zeitraum von 1951 bis 1982 nämlich in 24 Jahren Schnee am 24. Dezember gab, also in fast acht von zehn Fällen (77,4 %).





Die Aussichten - wird's noch weiß ? Die gängigen Wettermodelle gehen von Hochdruckwetter in den nächsten 10 Tagen …

Heftiger Föhnsturm im Inntal

Der Föhn ... im Moment ist es einfacher Zahlen und Bilder sprechen zu lassen. Nach den sehr kalten ersten zwei Novemberwochen ist nun alles wieder ausgeglichen in Sachen Temperatur. Der Naturschnee ist futsch und viele weitere Kubikmeter Kunstschnee den Bach runter.


Erster Schnee des Saison

Der erste Schnee des Winters ist ... doch immer etwas besonderes. Obendrein wurde man in den letzten Jahren im November nicht gerade verwöhnt mit winterlichen Verhältnissen. Nun, heuer sieht es anders aus. Bereits am 6. November hat der Winter im Inntal angeklopft und auch im Walgau (Bludenz) und in weiten Teilen der Salzburger Gebirgsgaue (Zell am See) war es kurzzeitig weiß. 


Die Kaltluft hatte und hat den Großteil des Europäischen Kontinents im Griff, kräftig geschneit hat es neben Skandinavien (Rekord: schneereichster Novembertag seit 111 Jahren in Stockholm) auch im Baltikum, in den deutschen Mittelgebirgslagen, eben in den Alpen und zuletzt heute am 12. November auch in den Südalpen (Dreiländereck Kärnten / Steiermark / Slowenien).
Die Wetterlage Zwischen diesen beiden Bodenwetterkarten liegen 6 Tage. Tief "Husch" hat von Nordwesten her den ersten Schneefall besorgt, inzwischen hat sich die Situation aber geändert und Tief "Julia" den Südalpenbereich von Sü…

Wie wird der kommende Winter?

Die Berggipfel hüllen sich bereits das ein um das andere Mal in winterliches Weiß und die nächste Ladung Neuschnee ist eigentlich schon unterwegs. Wir schreiben zwar erst Mitte Oktober und damit befinden wir uns eigentlich im Herbst - doch einzig die spannende Frage nach dem kommenden Winter beschäftigt uns. Wann kommt der erste RICHTIGE Schnee? Wieviel schneit's heuer? Wird es ein guter Winter (aus Sicht der Schneeliebhaber)?

Diese Fragen lassen sich natürlich nicht ganz so einfach beantworten, denn wenn es einfach wäre, wäre es nicht Meteorologie. Geht es nach dem Handel, kommt der Winter ohnehin bald (Stichwort: Weihnachtsdekoration). Auch der Tourismus scharrt schon in den Startlöchern, an diesem Wochenende geht das traditionelle Saisonopening des Alpinen Skiweltcups in Sölden über die Bühne. Offizieller Winterbeginn ist für uns Meteorologen traditionell der 1. Dezember und bei den Astronomen sogar erst kurz vor Weihnachten am 21. Dezember.






El Nino und La Nina Und doch will m…

Plötzlich Herbst

Recht zügig wurde wurde nun Anfang Oktober der Herbst eingeleitet. Gab es in der letzten Septemberwoche noch knapp 25 Grad, ging es mit Temperaturen nun rasch nach unten. Um 15 bis 20 Grad hat es abgekühlt und auf den Bergen hat es auch geschneit. Bis ca. 1.800 m waren die Hänge am Dienstagmorgen (4. Oktober) auf den umliegenden Bergen angezuckert. Am Patscherkofel gab es folglich auch den ersten Eistag in diesem Herbst, normal sind 5,4 Tage im Oktober (Mittel 1961-2000, ZAMG).





Grausamer Ostwind Die Gegebenheiten in Innsbruck erinnerten heute, 5. Oktober, ein wenig an die Bundeshauptstadt: kompakter Hochnebel, immer wieder Nieseln (v.a. in der Früh) und dazu dieser ekelhafte (Ost-)wind mit Spitzenböen bis zu 45 km/h. Der Druckgradient zwischen Landeck (13 Grad) und Kufstein (10 Grad) betrug zu Mittag ca. 5 hPa, länger sonnig war es im Oberland.






Nachtrag Tiefstwerte 6. Oktober 2016 Eine bitterkalte Nacht war die Folge, in Tirol waren dabei österreichweit die tiefsten Werte zu finden: