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Posts mit dem Label "Oktober" werden angezeigt.

Oktober 2020: kühl, nass, trüb

Die Vegetation wurde reichlich gegossen in diesem Oktober (Foto:alpen-wetter)   Der Oktober 2020 präsentierte sich über weite Strecken trüb und nass. Bis auf die ersten drei Tage (letzte Sommertage in Österreich) und eine Woche goldener Oktober (21.-26. Oktober) mit Höchstwerten an die 20 Grad war es meistens zu kühl oder durchschnittlich temperiert. So verwundert es nicht, dass dieser Oktober in Österreich der kühlste Oktober seit 2016 war.   Dabei wiederholte sich das Witterungsmuster ein paar mal. Nach Durchzug einer Kaltfront (gepaart mit Föhn, eh klar) bildete sich über Norditalien ein Tief. Während aus Norden weiterhin Kaltluft einsickerte, schob sich die feuchte Mittelmeerluft darüber hinweg (Gegenstromlage). Daraus resultierte viel Regen und zwar beiderseits des Hauptkamms, wie man an der Niederschlagssummenkarte des Monats Oktober sehen kann. Die Maxima sind sowohl in den Nord- als auch in den Südstaulagen der Alpen zu finden. 200 bis 250 mm kamen vom Karwendel bis z...

Oktober 2019: Überaus warm mit kaltem Ende

Stürmischer Südföhn war in diesem Monat ein verlässlicher Begeleiter. Dadurch gab es im Tal dementsprechend überdurchschnittlich warme Temperaturen und am Himmel so manche Wolkenformation zu bestaunen (Foto: alpen.wetter) Der Oktober 2019 ist nun Geschichte und er präsentierte sich einerseits als klassischer Herbstmonat mit kalten Nächten, warmen Nachmittagen und der üblichen Laubverfärbung. Nach einem kühlen ersten Drittel präsentierte er sich danach über weite Strecken von seiner goldenen Seite. Es gab durch eine anhaltende Südwestwetterlage mit Föhn verbreitet Sommertage und einige Rekorde. So wurden am 21.Oktober 27,8 Grad in Leibnitz gemessen - Steiermarkrekord! Und auch danach blieb es warm. Am 23. wurden in Bludenz 27,4 Grad erreicht - so spät wie nie in der Messgeschichte gab es im Ländle einen Sommertag. Am selben Tag gab es auch in Innsbruck mit 26,2 Grad den spätesten Sommertag der 242-jährige Messgeschichte. Bislang hielt der 15.10.1990 diesen Rekord. In der Tonar...

Wieder ein Rekord - der späteste Sommertag der Messgeschichte!

Das Ufo landet ... Der von Südföhn geprägte Innsbrucker Himmel am 24.10., ein Tag nach dem Rekord (Foto: alpen.wetter) Der bislang späteste Sommertag in der langen Messgeschichte (seit 1777) datierte bis dato vom 15. Oktober 1990 und 2000. Diese Marke wurde am 23. Oktober regelrecht pulverisiert, denn mit 26,2 Grad wurde erstens ein Dekadenrekord gebrochen (aufgestellt nur einen Tag zuvor) und zweitens der Termin des spätesten Sommertags um mehr als eine Woche nach hinten verschoben. So rein von der Definition gesehen sind nun also von Anfang April bis Ende Oktober Sommertage in Innsbruck möglich, also 7 Monate lang. Diese unglaublich Wärmeperiode in eine Grafik gegossen: laut ZAMG-Klimamonitorung erlebten wir gerade 4 noch nie dawesene Tage in Innsbruck. Dunkelrot bedeutet ein neues Maximum der Mitteltemperatur, zu warm ist es bereits seit 2 Wochen (Quelle: ZAMG)

Rekordwärme im Oktober

Föhnstimmung über dem Karwendel am 21.10.2019 (Foto: alpen.wetter) Was für ein Tag. Bereits mit knapp 20 Grad sind wir hier in Innsbruck gestartet, vor allem in der Osthälfte der Stadt (Reichenau, Rossau, Olympisches Dorf), über Rum bis in Richtung Hall. Danach war der Föhn kurz weg und die Temperatur ging auf 14,15 Grad zurück. Mit dem erneuten Durchbruch waren es in Innsbruck dann schließlich schlagartig wärmer, bei einem Maximum von 24,3 Grad. Das mag jetzt nicht viel klingen, aber die Geschichtsbücher zeigen: Der letzte Sommertag in Innsbruck datiert von einem 15.Oktober 1990. Und da waren wir heute verdammt knapp dran. Außerdem markieren die 24,3 von der Uni und die 23,3 Grad vom Flughafen einen Dekadenrekord (=höchster Wert im letzten Monatsdrittel), wie auch die ZAMG Innsbruck bestätigt. Stationsverlauf Innsbruck 20./21. Oktober 2019. Schön zu sehen sind die ausgeprägten Föhnphasen (links oben rot hinterlegt) mit maximal Föhnböen von 86 km/h - Quelle: ACINN Die ...

Der Oktober 2018: erst golden, dann nass!

Föhnwolken über dem Bettelwurf am 31.10.2018 (Foto: alpen.wetter) Der Oktober 2018 war geprägt von Hochdruckwetterlagen und wochenlanger Trockenheit. In Innsbruck fiel beispielsweise zwischen dem 7. und dem 23. Oktober kein Tropfen Regen. Zusätzlich war es auch recht sonnig und warm, unter Föhneinfluss gab es in Innsbruck am 11. Oktober sogar noch einen Sommertag . An anderen Orten Österreichs waren es sogar 5 Sommertage in diesem Monat, wie in den föhnbeeinflussten Orten Waidhofen, Weyer und Salzburg, in Feldkirch gab es drei und in Kufstein zwei Sommertage. Der höchste Wert von 26,9 Grad wurde am 12. Oktober in Salzburg registriert. Mehr Sonne als in einem durchschnittlichen Oktober gab es heuer. In Innsbruck waren es 199 Stunden ( +22 % ), am Hahnenkamm bei Kitzbühel 213 Stunden und damit die höchste Sonnenscheindauer Österreichs in diesem Monat (Foto: alpen.wetter) Am Ende gehört dieser Oktober mit einer Abweichung von über +2 Grad zu einem der zehn wärmsten Oktobermona...

Mit Föhn nochmals sommerlich warm

Die Bettelwürfe im Herbst (alpen.wetter) Dieses irrsinnige Jahr mit dem schier unendlichen Sommer geht weiter. Nach einem warmen, aber dennoch schneereichen Jänner, zwei sehr kalten Monaten Februar und März startete der Sommer bereits im April. Der erste Sommertag wurde zwar "erst" am 19.4. in Innsbruck erreicht (entspricht ca. dem langjährigen Mittel), aber die Tage davor und danach war ebenfalls recht warm, sodass es am Ende zum wärmsten April seit 200 Jahren reichte. Danach folgten praktisch noch fünf Sommermonate: der wärmste Mai seit 150 Jahren (Platz 4), die eigentlichen Sommermonate Juni, Juli und August (in Summe der viertwärmste Sommer seit Messbeginn ) und schließlich ein Top-20-September. Bis auf eine kurze kühlere Phase knüpfte der Oktober nahtlos an die ewig lang andauernde Wärmeperiode an. Der vorläufige Höhepunkt wurde jetzt erreicht. Freilich mit Unterstützung des föhnigen Südwinds kletterte das Thermometer gestern am 10.10. auf 25,4 Grad in Innsbruck ...

Der Oktober 2017 - Paradebeispiel für einen goldenen Oktober!

Goldener Herbst im Stubai- und im Wipptal. Geprägt war dieser Monat von Nordwestwetterlagen (erstes Drittel) und Hochdruckwetter (letzten beide Drittel). Foto: alpen.wetter Nun ist er um, der wettertechnisch eher unauffällige Oktober. Hochdruckeinfluss und kurze Föhnphasen waren dominant, Niederschlagsereignisse eher selten und geendet hat's mit einem Orkan. Der Oktober 2017 vereinte sowohl den letzten Sommertag dieses Jahr (25,6 Grad am 5.10., damit auch die höchste Temperatur österreichweit in diesem Oktober) als auch den ersten Tag mit Frost (-0,8 Grad an der Uni-Station, -1,5 Grad am Flughafen, jeweils am 31.10.). Markant war dann auch der Durchzug der Kaltfront von Tief Herwart am 30.10. , der uns im Vorfeld Westföhn mit 124 km/h (Flughafen 29.10.) bescherte. Andernorts in Österreich wurden sogar Böen bis zu 140 km/h (Enns, Irdning) und im Gebirge von bis zu 200 km/h (LWD Stationen Hochschwab, Grimming) gemessen. Offiziell gehen 179 km/h am Feuerkogel ...

Die schönsten Herbsttage

König SERLES (2.717 m) und seine Westflanke thronen über dem Stubaital in der Herbstsonne, die Schneefelder von Anfang Oktober sind schon fast verschwunden (Foto: alpen.wetter) Man möchte meinen, dass der Herbst uns allen nochmals zeigen wollte was in ihm steckt. Der September war kühl, nass und trüb, doch der Oktober dreht nun so richtig auf und präsentiert genau das gegenteilige Wetter. Die Temperaturen lagen in den letzten Tagen selbst auf 1.500 m Höhe bei über 20 Grad und die Nullgradgrenze auf über 4.000 m. An mehreren Orten Österreichs gab es noch einmal Sommertage (u.a. Salzburg). Ob man das nun Altweibersommer oder goldenen Oktober nennt, ist ja eigentlich egal. Schuld daran ist ein - für die Jahreszeit typisches - Hochdruckgebiet (TANJA, siehe unten), in dem trockene und zeitweise recht milde Luft vorherrschte. Mit der Drehung der Höhenströmung auf Süd am letzten Wochenende (14./15. Oktober) wurde es eben so richtig warm. Mitgespielt hat auch der Ex-Hurrikan Ophelia (sie...

Plötzlich Herbst

Angezuckert sind die Gletscherregionen - wie hier von Zugspitze mit Blick Richtung Mieminger Kette und Inntal. In der Morgensonne bekommt der eine oder die andere schon Lust auf den kommenden Winter (Foto: foto-webcam.eu) Recht zügig wurde wurde nun Anfang Oktober der Herbst eingeleitet. Gab es in der letzten Septemberwoche noch knapp 25 Grad , ging es mit Temperaturen nun rasch nach unten. Um 15 bis 20 Grad hat es abgekühlt und auf den Bergen hat es auch geschneit. Bis ca. 1.800 m waren die Hänge am Dienstagmorgen (4. Oktober) auf den umliegenden Bergen angezuckert. Am Patscherkofel gab es folglich auch den ersten Eistag in diesem Herbst, normal sind 5,4 Tage im Oktober (Mittel 1961-2000, ZAMG). Mit Föhn noch zweistellige Werte zum Monatswechsel - inzwischen ist es auf dem Innsbrucker Hausberg deutlich kälter geworden (Quelle: ZAMG). Die Abkühlung zeigt sich auch an der Uni-Station. Von spätsommerlichen warmen 25 Grad auf herbstlich frische 11 Grad innerhalb von drei ...