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Posts mit dem Label "Sommer" werden angezeigt.

Ein durchschnittlicher Juli 2020

Reichlich Schönes konnte man diesen Juli am Himmel beobachten. Den Kometen Neowise zum Beispiel. Aber nur in den wenigen, wirklich wolkenfreien Nächten. Oder Gewitter. Davon gab es reichlich, vor allem am späten Nachmittag oder Abend. Oder aber auch die vielen Regenbögen. Die gab es auch nur, weil es nach den abendlichen Gewittern oft wieder aufgerissen hat. Das schöne an Abendgewittern! 😀🌈☔ #Innsbruck #ibktwit #fotowebcam pic.twitter.com/ZhxBwnpbxV — Clemens TZ (@alpen_wetter) July 23, 2020 Wie man sieht, war die natürlich Schönheit in vielen Facetten zu sehen. Klar, es hat oft (=an vielen Tagen) geregnet, meist durch Gewitter am Feierabend. Aber die Werte sprechen für sich. Es war trotz aller Schauer- und Gewittertätigkeiten in Nordtirol in diesem Juli verbreitet zu trocken, vor allem im Oberland, im Außerfern sowie im mittleren Inntal. Ausgeglichen war die Bilanz hingegen im Unterland und zu nass lediglich im südlichen Osttirol (siehe auch die Stationswerte von Lie...

Ein Mai so warm wie der Sommer

Mit einer Abweichung von +2,6 Grad vom Mittel (1981-2010) war der Mai 2018 der wärmste Mai seit 150 Jahren. Die ZAMG errechnete auch, dass dieser sich nach 1811, 1868 und 1797 an die vierte Stelle der 251-Jahre langen Temperatursequenz reiht (Quelle: ZAMG) Der Mai 2018 zeigte sich mit zahlreichen Sommer- und auch Tropentagen eher wie ein klassischer Sommermonat. Kein Wunder, denn die Temperaturen ähnelten eben eher einem durchschnittlichen Juni als einem Mai. Wie die ZAMG veröffentlicht hat, war dies der viertwärmste Mai der Messgeschichte und der wärmste Mai seit 1868. Nach dem schon extrem warmen April ist das nun bereits der zweite Monat in Folge mit Rekordtemperaturen. Der klassische Frühling fiel dementsprechend recht kurz aus - so lagen in Wien beispielsweise zwischen dem letzten Eistag und dem ersten Sommertag lediglich 21 Tage, so eine kurze Spanne gab es seit Beginn der Messungen 1872 noch nie (Quelle: wetterblog.at). Gekennzeichnet war dieser Sommermonat Mai durch ...

Der wärmste April seit 200 Jahren

Die Natur dreht auf: explosionsartig schossen die Frühlingsblüher in die Höh', alles was nur irgendwie konnte machte sich attraktiv für die Bienen und allerlei Blütenstaub sammelndes Getier (Foto: alpen.wetter) Nun ist es offiziell: der April 2018 geht mit einer Abweichung von +4,8 Grad in die Klimageschichte ein und damit kommt dieser an sich "wankelmütige" Monat sogar einem durchschnittlichen Mai gleich. Es ist dies österreichweit der wärmste April seit über 200 Jahren, wärmer war nur der April im Jahr 1800. Ein weiterer Superlativ: Nach dem eben genannten April und dem Jänner 2007 ist der April 2018 der (relativ gesehen) drittwärmste Monat seit Beginn der Messungen. Im Vergleich zum klimatologischen Mittel 1981-2010 war der April 1800 +5,7 Grad wärmer, der April 2018 bei +4,8 Grad und der Jänner 2007 +4,7  Grad . Bemerkenswert ist auch die große Anzahl an Sommertagen in diesem Monat. Über 25 Grad werden am Ende des Monats beispielsweise in Wien und St. Pölten 1...

Ein Sommer mit ups and downs ...

Sie prägten den ganzen Sommer: Gewitter waren besonders im Juli und August fast ständige Begleiter in Innsbruck (Foto am 26. August 2017) Ein Sommer kann ja eigentlich sehr schnell zu Ende gehen. Zwar sieht man die ersten Anzeichen des Winters in Form von Lebkuchen bereits Mitte August in den Regalen liegen, doch meistens stemmt sich die Witterung noch dagegen. Heuer hat es immerhin bis Ende August gedauert, dann kam pünktlich zum meteorologischen Herbstbeginn der Wetterwechsel. Nichts anderes als eine Kaltfront beendete justament am 1. September die fünfte Hitzewelle und damit den Sommer 2017. Diesmal endgültig. Bei einem Höchstwert von 12 Grad bibberte man am ersten meteorologischen Herbsttag in seinem Eigenheim und sehnte den vergangenen Sommer herbei. Oder nicht? Immerhin hatte der Sommer 2017 wieder eindrucksvoll bewiesen wie der Sommer eigentlich in den Alpen auszusehen hat: kühle Nächte, strahlend sonniger Vormittag, zunehmend bewölkter Nachmittag und Gewitter um 17:00, 19...

Regen ohne Ende

Murenabganng am Abend des 10. August im Gemeindegebiet von Mühlbachl im Wipptal (Foto: zeitungsfoto.at) Angesichts der exorbitanten Regenmengen der letzten Tage, den Vermurungen, Überschwemmungen in weiten Teilen Österreichs ist dieser Spruch von Karl Valentin vielleicht etwas weit hergeholt. Dennoch bedeutet das ja auch, dass man nie die Hoffnung verlieren darf und selbst im Kampf gegen die Wassermassen Optimismus und Engagement wichtige Weggefährten sind. In diesem Sinne ein besonderes Dankeschön an alle (meist freiwilligen) Helfer, die landauf landab zu jeder Uhrzeit dort sind, wo sie dringend gebraucht werden. ich freu mich wenn es regnet. denn wenn ich mich nicht freue regnet es auch. Karl Valentin In den letzten Stunden war es vor allem in Kärnten und Tirol extrem nass. In 24 Stunden hat es bis zu 70 mm geregnet, in 5 Tagen waren es örtlich bis zu 180 mm (siehe untere Grafiken des Hydro Tirol). Auch in Innsbruck hat es heftig geschüttet, begl...

Der Juli 2017 war ein wechselhafter Geselle

Und schon wieder Quellungen! Kaum ein Tag verging in der Tiroler Landeshauptstadt ohne Regen, sei es in Begleitung einer Front, oder von lokalen Schauern oder von kräftigen Gewittern (Foto: alpen-wetter am 22. Juli) Kurz und knapp kann man hier über den Juli 2017 berichten. In jedem Fall war er in Innsbruck (in Bezug auf die Uni-Station) recht mittelmäßig, wenngleich ein Parameter heraussticht, der das ganze Dilemma zusammenfasst. Temperatur Zunächst zum spürbarsten aller Parameter. Die Mitteltemperatur an der Uni betrug im Juli 2017 19,4 Grad und lag somit nur knapp um +0,2 Grad über dem langjährigen Temperatur-Mittel 1981-2010 (19,2 Grad). Der Juli war damit sogar kühler als der extrem warme Juni ( Uni Innsbruck: 20,7 Grad ). Es war ein ständiges Auf und Ab mit drei unterschiedlich langen Warmphasen (erste Juli-Woche, Mitte Juli und Ende Juli) sowie zwei markanten Kaltlufteinbrüchen (siehe unten). Zum Vergleich: der ebenfalls eher wechselhafte Juli 2014 ging mit 19,3 Gr...

Überaus nasse Tage ...

Nasse Bilanz: Im Durchschnitt (Klimaperiode 1981-2010) fällt im Juli an 13,4 Tagen in Innsbruck Regen. Im bisherigen Juli waren es bereits 16 Regentage (mindestens 1 mm Niederschlag). Foto: alpen-wetter Nass, nasser, Juli. Also das was uns der Juli aktuell beschert ist alles anderes als sommerlich. Wir befinden uns aktuell eigentlich in der wärmsten Periode des Jahres ("Hundstage"), allein bei bei 13 Grad Lufttemperatur und Dauerregen klingt das alles ganz weit weg. Prinzipiell ist der Juli jener Monat in Innsbruck mit dem meisten Niederschlag ( Mittel 1906 bis 2016: 132 mm ) und im Mittel regnet es auch fast jeden zweiten Tag (Mittel 1981-2010: 13,4 Tage mit Niederschlag größer 1 mm). Heuer sind es bisher schon 16 Regentage und das mit Stand heute (26.). Momentaufnahme des Niederschlags aus der INCA-Analyse, bereitgestellt auf bergfex.at. 26. Juli 11:45 MESZ (Quelle: bergfex.at/ZAMG) Tiefdruckeinfluss, Kaltfronten, Stauniederschlag ... In den letzten...

Ein recht unbeständiger Juli, warum?

Kein Sommer ohne Gewitter. Hier zieht eine imposante Gewitterzelle von Südwesten her über das Inntal in das Karwendel und hat einiges an Regen mit dabei (Foto: alpen.wetter, 20.07.2017) Hitze und Gewitter im Sommer gehören für uns Alpenländer genauso zusammen wie Kälte und Schnee im Winter. Besonders dieser Tage donnert's spätestens ab den frühen Nachmittagsstunden und Gewitter enladen sich über den Bergen und Tälern. Nicht gerade das beste Wetter für Bergsteiger, aber wenn man früh aufbricht, geht sich bis zur Mittagszeit doch eine kleine bis mittlere Tour aus.   Gestern am 20.7. z.B. sind wieder einmal gleich mehrere Gewitterzellen über Österreich gezogen (siehe Blitzanalyse von UBIMET unten) und haben binnen kurzer Zeit für einiges an Niederschlag gesorgt. Einiges heißt bis zu 50 mm in drei bis vier Stunden, bei teils enormen Regenraten. Vor allem die Regionen vom Karwendel ostwärts bis zum Steirischen Randgebirge waren betroffen von Starkregen, Sturmböe...