Direkt zum Hauptbereich

Posts

Ein erster Wintereinbruch in diesem Herbst

Die Prognosen waren ja Tage zuvor schon von 40-50 cm im Hochgebirge augegangen und von Schneefellgrenzen um 1.600 m. Nun, durch den verstärkten Niederschlag am Sonntagvormittag (08.09.) ging es mit der Schneefallgrenze rasch bergab. So schneite es am Sonntagnachmittag bereits auf 1.200 m herab (Seefeld).
Schnee in Lagen zwischen 1.600 und 1.900 m ist im Spätsommer/Herbst recht häufig und kommt praktisch jedes Jahr vor (wie hier 2017). In tieferen Lagen ist das schon seltener, Schnee bis auf 1.500 m kommt im Schnitt alle 5 Jahre vor (Quelle: wetterblog.at).

StationSeehöhegrößte Schneehöhe 08./09.09.2019Dresdner Hütte2.290 m42 cmLatschbloder2.910 m39 cmPitztaler Gletscher2.840 m33 cmTimmelsalm2.230 m28 cmSeegrube1.920 m9 cmQuelle: hydro Tirol



Letzte Posts

Neuer Rekord 38,5 Grad in Innsbruck

Heute um kurz nach 17:00 wurden an der ehrwürdigen Station Innsbruck-Universität 38,5 Grad gemessen. Damit wurden mit einem Schlag gleich mehrere Rekorde für Innsbruck und Tirol gebrochen. Der wenige Tage alte Junirekord für Tirol (bisher 37,5 Grad vom 26.06. in Imst), der Stationsrekord von Innsbruck (38,2 Grad am 07.07.2015) sowie der Allzeitrekord für Tirol (bislang 38,3 Grad vom 27.07.1983 in Haiming).
Damit erreicht die unglaubliche Hitzewelle einen fulminanten Höhepunkt.

Auch sonst war es verbreitet heiß, in Krems (NÖ) wurden ebenso 38,5 Grad erreicht, Jenbach kam auf 38,0 Grad und Imst auf 37,9 Grad.

Krems38,5 °CInnsbruck/Univ.38,5 °CJenbach38,0 °CImst37,9 °CSt. Pölten37,7 °CBad Goisern37,4 °CSt. Johann im Pongau 37,4 °CInnsbruck37,3 °CMooslandl37,3 °C
Quelle: orf.at

37,5 Grad - neuer Junirekord für Tirol

Am 26. Juni 2019 wurde der Hitzerekord für Tirol gebrochen. In Imst wurden am späten Nachmittag 37,5 Grad erreicht, das ist auch gleichbedeutend mit einem neuen Stationsrekord für Imst.
Insgesamt hat mehr als ein Viertel aller Wetterstationen einen neuen Junirekord aufgestellt, auch Stationen in höheren Lagen wie in Obergurgl (1.940 m) oder am Patscherkofel (2.250 m).
Die 37,0 Grad in Innsbrurck bedeuten ebenfalls einen neuen Junirekord, so heiß war es hier seit Beginn der Messungen im Jahr 1777 in einem Juni noch nie.

Tageshöchstwerte 26.06.2019
StationMesswert - 24 Stunden:Imst37,5 °CLandeck37,1 °CInnsbruck/Univ.37,0 °CSt. Pölten36,9 °CWien - Innere Stadt36,5 °CPrutz36,5 °CTulln36,4 °CBad Goisern36,3 °CMayrhofen36,3 °C
Quelle: orf.at

Weitere Tagesmaxima und Rekorde Die Rekordhitze betraf weite Teile West- und Mitteleuropas.

Frankreich Peyrolles-en-Provence 40,6 Grad

Deutschland Coschen (Berlin-Brandeburg) und Bad Muskau (Sachsen) 38,6 Grad (neuer Junirekord)
Schweiz Maximal 36,0 Grad (…

Große Hitze in Europa

Seit Tagen hat es sich auf den Wetterkarten angedeutet, nun wird es Realität. Eine große Hitzewelle betrifft weite Teile West-, Südwest- und Mitteleuropas. Groß heißt in diesem Fall Höchswerte von 
über 40 Grad in Spanien und in weiten Teilen Frankreichs und Werte an die 40 Grad im Westen Deutschlands. Aber auch sonst liegen die Temperaturen weit über dem Schnitt, neue Rekorde im Alpenraum sind mehr als wahrscheinlich.

Warum wird es im Westen Österreichs am heißesten? Um diese Frage zu klären sehen wir uns die Strömungskarte an, sie zeigt in etwa woher die Luft kommt. Ein stark ausgeprägter Trog über dem Ostatlantik schaufelt heiße Saharaluft nach Norden, die Zunge der heißesten Luft erstreckt sich über das westliche Mittelmeer, die Iberische Halbinsel und Frankreich ("Spanish Plume"). Der Westen Österreichs liegt somit am nächsten zu der Hitzefahne, im Rhein- und Inntal wird es somit am heißesten.


 Welche Höchstwerte sind zu erwarten? Die Wetterdienste des Landes gehen von…

Ein ziemlich kalter Mai 2019 - Zwischenbilanz

Von wegen Wonnemonat. Angefangen hat es mit dicken Schneeflocken am 05. Mai, gefolgt von Schneetreiben am 06. Mai und Morgenfrost am 07. Mai (Innsbruck -1 Grad, Landeck und Reutte -2 Grad, Seefeld -4 Grad). Nun, Schneefall im Mai in Innsbruck kommt im Schnitt wohl alle sieben bis zehn Jahre vor (zuletzt 1997), aber mittlerweile ist so ein Ereignis doch als außergewöhnlich einzustufen. Vor allem nach dem sehr warmen, sommerlichen Mai 2018 (mit +2,6 Grad Abweichung der wärmste Mai seit 250 Jahren) waren die letzten zwei Wochen so etwas wie ein "Kälteschock".
Die Hoffnung auf etwas wärmer temperiertes Wetter verpuffte dann auch Tage später ("Eisheilige"), denn in der zweiten Mai-Woche zog ein Tief über Mitteleuropa und setzte sich fest. Und so ist dieser Mai aktuell über die Fläche gemittelt -3,5 Grad zu kalt und damit einer der kältesten der letzten 40 Jahre.



Schneelage

Ungewöhnlich lange Föhnphase

Es war eine sehr intensive Föhnphase, die nun hinter uns liegt. Vom 22. April 12:00 bis zum 26. April 09:00 (MESZ) wehte durchgehend Föhn, also 93 Stunden am Stück. Das ist zumindest für die letzten 10 Jahre ein Rekordwert. Der Föhn ist hier so definiert, dass gleichzeitig im Inntal, im Wipptal (Ellbögen) und am Brenner (Sattelberg) diesselbe potentielle Temperatur vorherrscht (Durschmischung), die Hauptwindrichtung in Innsbruck ist dabei Nebensache.
Denn der Föhn wehte meist aus Süd (Uni-Station), zeitweise aber auch als Rotor aus Nordost bei maximalen Böen bis zu 97 km/h (Flughafen) und 86 km/h an der Uni. 80 km/h waren es in Ellbögen, bis zu 150 km/h am Patscherkofel und bis zu 190 km/h auf der Elferspitze.

Stationsverläufe (Quelle: lawis.at)




Der Zusammenbruch Abgelöst wurde der Föhn - wie so oft - durch eine markante Kaltfront aus Westen. Der Föhn hielt dabei besonders im Innsbrucker Raum lange gegen den Niederschlag an. Die Temperaturverteilung war über ganz Österreich gesehen r…

Der März 2019: wankelmütig, wechselhaft und recht warm

Der März 2019 präsentierte sich als klassischer Übergangsmonat zwischen Winter und Frühling. An einigen Tagen kletterte das Thermometer auf Werte von über 20 Grad, tags darauf fand man sich in einer Winterlandschaft wieder. Dieses Spiel wiederholte sich praktisch im Wochenrhythmus mit frühlingshaften Temperaturen am Wochenende und dem Kaltfrontdurchgang am darauf folgenden Montag.
Dennoch hatten die Wärmeperioden die Oberhand und so bilanziert dieser März am Ende mit einer Abweichung von +2,2 Grad vom Klimamittel 1981-2010 deutlich zu warm. Laut ZAMG gehört dieser März zu den 15 wärmsten März-Monaten seit Messbeginn. Abseits der Alpen konnte man örtlich sogar Abweichungen von über 4,5 Grad registrieren.





Tirol (Quelle ZAMG Monatsrückblick März 2019)Niederschlagsabweichung17%Temperaturabweichung+1.4 °CAbweichung der Sonnenscheindauer6%TemperaturhöchstwertImst (773 m) 22.3 °C am 24.3.Temperaturtiefstwert (Gipfel/Hochalpin)Brunnenkogel (3437 m) -22.0 °C am 11.3.Temperaturtiefstwert unter …