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Erster Sommertag 2021 - neuer Rekord

  Postkartenwetter heute in Innsbruck. Wolkenloser Himmel, 12 Stunden ungestörte Einstrahlung und am Ende der früheste Sommertag der Messgeschichte (Foto: panomax.com) In den Prognosen der letzten Tage hat es sich schon abgezeichnet, um 17:30 war dann die Gewissheit da. An der Station Innsbruck Universität wurde mit 25,5 Grad ein neuer Stationsrekord für den März aufgestellt. Der alte Rekord stammt vom 28. März 1989 (24,8 Grad) und wurde somit um +0,7 Grad überboten. Auch an der Station Innsbruck Flughafen gab es heute mit 25,4 Grad einen neuen Rekordwert. Darüber hinaus wurde heute der erste Sommertag (Tmax größer 25 Grad) überhaupt in einem März verzeichnet, der Klimawandel lässt grüßen. Stationsverlauf in Innsbruck, Quelle: ACINN   Bislang galt der 2. April 2011 als frühestes Datum eines Sommertages in Innsbruck. Im Mittel der letzten 10 Jahre (2011 bis 2020), die ja schon deutlich vom Klimawandel beeinflusst wurden, liegt das Datum des ersten Sommertages am 21. April. Wir waren
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Welttag der Meteorologie 2021: Ozeane, unser Klima und Wetter

  Die Ozeane werden von der Klimaerwärmung stark getroffen. Einflussfaktoren auf den Meeresspiegel sind das Schmelzwasser von Gletschern und Polkappen sowie vor allem die thermische Ausdehnung der großen Weltmeere (Foto: alpen.wetter) Heute am 23. März feieren wir den Welttag der Meteorologie. Ist das wieder nur einer der vielen Gedenk- und Feiertage im Jahr ohne triftigen Grund? Eine Feier für (Wetter-)frösche? Das Datum markiert das Gründungsdatum der Weltorganisation der Meteorologie (WMO). Am 23. März 1950 trat die Gründungskonvention der WMO in Kraft und gilt seitdem als Nachfolgeorganisation der bereits 1873 in Wien gegründeten Internationalen Meteorologieorganisation (IMO). Inzwischen sind 187 Staaten und 6 Territorien Mitglieder der WMO (Stand: 2021). Wer ist nicht Mitglied der WMO: das sind z.B. Zwergstaaten wie Andorra, Liechtenstein oder San Marino, die auch keine eigenen staatlichen Wetterdienste betreiben. Die WMO ist eine Sonderorganisation der UNO und als solche u.a. ve

Der Februar 2021: ein wahres Wechselbad

Golfspielen im Februar inmitten winterlicher Bergkulisse? Gar nicht so abwägig in diesem verrückten Februar 2021 - mit Temperaturen im letzten Februardrittel, die eher in den April passen, als in einen Wintermonat (Foto: alpen.wetter)   Wenn man eines in diesem Februar 2021 lernen konnte, dann war das die Tatsache das alles möglich ist. In dem Fall verdiente der Sprung von extremer Kälte zu extremer Wärme binnen einer Woche das Prädikat sehenswert. Mitte des Monats (11.-15.) bestimmten noch polare Luftmassen unser Wettergeschehen, auf den Bergen wurden Rekordwerte von -25 Grad (am Brunnenkogel, 13.d.M.) gemessen, in Lech/Arlberg -23 Grad, in St.Jakob -24 aber auch in Innsbruck waren es -13 Grad und in Wien (Jub.warte) -11 Grad. Ein paar Tage später war es durch Hocheindruckeinfluss und den Zufuhr mediterraner Luft (Stichwort Saharastaub und Südföhn) schon frühlingshaft warm. Ende des Monats gab es beinahe täglich neue Februarrekorde an einer Vielzahl von Wetterstationen in Österreich (

Imposantes Ereignis: Saharastaub

  Saharastaub am 6. Februar im Inntal - um die Sonne ist ein bläulicher Ring zu sehen (Bishop's Ring), der durch die Beugung des Lichts an den Sandteilchen entsteht Wer kennt das nicht? Kräftige Südanströmung, Föhn und der Himmel färbt sich gelb bis braun. Alles so, wie es alle paar Monate vorkommt? Doch dieses Mal war es besonders stark. Tief Tristan wirbelte über der Sahara reichlich Staub auf, der dann über das Mittelmeer nach Norden transportiert wurde. Meldungen gab es zunächst (am Morgen des 6. Februar) aus Andorra und Südfrankreich, danach waren die Schweiz, Österreich und der Süden Deutschlands betroffen. Aber auch bis nach Thüringen und Böhmen wurde der feine Sand transportiert, der sich dann auf den frisch gefallenen Schnee legte (7. Februar).    Konkordiahütte mit Aletschgletscher und Saharastaub (Quelle: foto-webcam.eu)   Dust from Sahara has turned Andorra into a martian landscape! #andorra 🎥 @montpackers pic.twitter.com/kgjwqAg0Iw — Scott Duncan (@ScottDuncanWX) Fe

Der Jänner 2021: winterlich und schneereich

  Gnadenwald (St. Martin und Speckbacherhof) am Morgen des 16. Jänner. Eine prachtvoller Wintertag wie selten. Eiskalt und mehr als 50 cm Neuschnee! Der Jänner brachte etwas zu Wege, was im gesamten Jahr 2020 nicht geschafft wurde. Dauerfrost. An insgesamt 5 Tagen zwischen dem 10.d.M. und dem 17.d.M. wurde die Nullgradgrenze in Innsbruck (Universität) nicht überschritten (Eistag). Am 27. dann noch einmal, 6 Eistage gab es also insgesamt in diesem Jänner. Auffallend waren auch die Minima Mitte des Monats. So gab es in Lienz am 11. Jänner -23,5 Grad, so kalt war es in der Osttiroler Hauptstadt zuletzt am 01.02.1987 - also vor 34 Jahren. Am selben Tag gab es in Innsbruck (Uni) -10,7 Grad.  Eine Woche später (21. und 22.d.M.) stieg die Temperatur dann föhnbeeinflusst auf 10 bis 11 Grad und  mit der weißen Pracht war es gleich wieder vorbei. Durch diese grausame Warmphase war dieser Jänner nicht extrem kalt, sondern nur durchschnittlich. Man muss gar nicht weit zurückblättern in der Klimabi

Ordentliche Packung Neuschnee - mehr als ein halber Meter in Innsbruck

  Dichtes Schneetreiben am Sonntag, 17.01.2021 Dichtes Schneetreiben am Donnerstag, 14.01.2021 Unverhofft kommt oft . Nachdem die Alpensüdseite seit Anfang Dezember ja regelrecht eingeschneit wurde, war es ja nur eine Frage der Zeit bis die Alpennordeite fällig war. Und mit der Drehung der Höhenströmung auf Nordwest Mitte Jänner war es dann soweit. Im Nordweststau fielen vom 13. Jänner (Abend) bis zum 18. Jänner (Mittag) 100 bis 150 cm Neuschnee, teils in Verbindung mit starkem Wind und somit gab es gebietsweise sogar bis zu 200 cm Neuschneezuwachs. Nicht nur das Arlberggebiet, das Außerfern und das Karwendel, nein auch Innsbruck war Nutznießer in diesen Tagen. In Summe fielen ca 70-80 cm Neuschnee, sodass am Morgen des 18. Jänner 47 cm Gesamtschnee am Innsbrucker Flughafen gemessen wurden. So viel Schnee lag seit dem Februar 2006 (60 cm) nicht mehr in der Tiroler Landeshauptstadt. Ähnlich dick war die Schneedecke in den letzten Jahren am 13. Jänner 2019 (45 cm) und zu Silvester 2014

Jahresrückblick 2020

Ein bemerkenswertes Wetterjahr 2020 geht zu Ende. Was bleibt in Erinnerung? Der zweitwärmste Winter 2019/2020 seit Messbeginn, ein sehr windiger und stürmischer Februar, der trockenste Frühling seit 70 Jahren, eine markante Schafskälte im Juni, ein teils durchwachsener Sommer, ein sommerlicher September, ein extrem trockener November und als Krönung ein historisches Schneefallereignis in Osttirol Anfang Dezember.  Alles in allem haben wir natürlich wieder ein zu warmes Jahr erlebt. Österreichweit war es laut ZAMG mit einer Abweichung +1,2 Grad (vom Mittel 1981-2020) das fünftwärmste Jahr seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen 1768. Auf den Bergen wurde sogar das wärmste Jahr seit Messbeginn 1851 gemessen (mehr dazu im ZAMG-Jahresrückblick ). Im Tiefland Österreichs war 2020 das fünftwärmste Jahr seit Messbeginn 1768. Dargestellt sind die überdurchschnittlich warmen (rot) und kalten (blau) Jahre im Vergleich zur Klimareferenzperiode 1961-1990, basierend auf ZAMG-HISTALP-Da