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Krasse Wärmeperiode lässt den Schnee schmelzen

Wir Alpenbewohner haben es nicht leicht. Oder schon? Wer den Winter will muss derzeit hoch hinaus, in tiefen und mittleren Lagen liegt derzeit kaum noch Schnee. Der unsägliche Föhn hat zumindest im mittleren Inntal der Schneedecke den Garaus gemacht. In Richtung Oberland schaut's aber okay aus (Landeck 16 cm) und auch im Unterland (Kirchdorf 25 cm, Hochfilzen 31 cm). Reichlich Schnee gibt es aber vor allem am Alpenhauptkamm und südlich davon, in Obergurgl liegen aktuell 105 cm Schnee.


Aussichten

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Das Wetterjahr 2017

Es ist Zeit Bilanz zu ziehen, das Jahr 2017 ist zu Ende und das Jahr 2018 hat bereits fulminant mit Schnee, Orkan und Regen begonnen. Kurzum, aktuell liegt im Inntal gar kein Schnee mehr, aber wenn man ins Oberland fährt, sieht die Welt schon anders aus. Dort war der Föhneinfluss deutlich schwächer und es hat auch in den letzten Tag dort mehr geschneit als geregnet.
Nun wieder zum Jahr 2017, das folgende Eckdaten zu bieten hat:

* es war österreichweit laut ZAMG-Klimaberichtdas achtwärmste in der Messgeschichte (+0,9 Grad)
* nach einem der kältesten Jännermonate in den letzten 30 Jahren folgten der zweitwärmste März und ein recht turbulenter April mit spätem Schnee und Frost,
* der Mai und der Juni verliefen sonnig und warm bzw. heiß (der Juni war der zweitwärmste in der Messgeschichte),
* der Juli, der August und der September verliefen oft feucht bzw. gewittrig und temperaturmäßig unauffällig mit einzelnen sehr heißen Tagen. Der September war der kühlste seit 10 Jahren,
* golden wa…

Orkan Burglind wirbelte ordentlich

Das Jahr war gerade einmal ein paar Stunden alt, da gab es auch schon das erste Extremereignis. Große Teile Europas waren im Einfluss des Orkantiefs Burglind, in der Schweiz und in Deutschland gab es Böen bis 200 km/h, in Österreich bis ca. 190 km/h (Silvretta, Lechtaler Alpen, LWD-Stationen).



So mancher Skifahrer wird das Ereignis sicher so bald nicht vergessen.




Neben massig Neuschnee (30 cm in 24 Stunden, 70 cm in 60 Stunden) zeigen die Stationsverläufe der LWD-Stationen vor allem die gefährlichen Orkanböen bis zu 190 km/h.





Bangen und Hoffen: Das alljährliche Tauwetter zu Weihnachten

Wie bereits schon im letzten Eintrag angesprochen, war die Schneelage zu Weihnachten wahrlich schon schlechter. In den letzten Jahren lag zum astronomischen Winterbeginn kein oder kaum Schnee.
Auf den Bergen liegen aktuell 100 bis 180 cm Schnee, in den Gletscherregionen bis zu 300 cm. Aber auch die Wintersportorte können mit einer netten Schneedecke zu den Feiertagen aufwarten:

Obertauern (1740 m) 115 cm
Schröcken (1260 m) 113 cm
Lech/Arlberg (1445 m) 94 cm
Langen/Arlberg (1250 m) 66 cm
St. Anton (1310 m) 46 cm
Ramsau/Dachstein (1210 m) 41 cm
Kirchdorf in Tirol (640 m) 41 cm
Seefeld (1180 m) 31 cm

Ein Vergleich zweier Webcambilder in Schröcken (1265 m) von 2016 (unten) und 2017 (oben) zeigt das auch eindrücklich:



Wetterfahrplan Weihnachten Nun wie sieht es in den kommenden Tagen aus? Nach Tagen der Kälte und des Schneefalls überquert uns in den kommenden Stunden eine Warmfront. Die Schneefallgrenze steigt somit auf 1000 m an und auch darüber. Die Warmluftzufuhr bleibt uns bis auf weit…

Die aktuelle Schneelage und Aussichten auf (weiße) Weihnachten

Die gute Nachricht vorweg: Es hat in Sachen Schnee Mitte Dezember schon deutlicher schlechter ausgesehen. ;-) Wer erinnert sich nicht an die letzten Jahre, an grüne Pisten mit weißem Streifen, an Skifahrer auf schmalem Band und daneben Spaziergänger. Die Schneelage ist heuer also im Vergleich zu den Vorjahren deutlich besser, von Trockenheit oder gar Schneemangel ist keine Spur.

Aktuell liegt auch im Inntal Schnee (wenn auch mit 1 bis 5 cm eine recht dünne Decke), im  Unterland liegt auf derselben Höhe schon deutlich mehr (20 cm). Auf 1.000 m sind es (je nach Region) 15 bis 40 cm, auf 2.000 m 60 bis 180 cm.

Schneehöhen 15.12.2017 11:00 MEZ (Tirol, Auswahl, Quellen: lawis, orf.at)
Rettenbachferner (2.970 m) 185 cm
Pitztaler Gletscher (2850 m) 150 bis 158 cm (zwei Messwerte)
Galzig (2.025 m) 178 cm (neu 22 !)
Seegrube (1.920 m) 101 cm
Obergurgl (1.936 m) 58 cm
Schlicker Alm (1.645 m) 57 cm
Hochfilzen (961 m) 44 cm
Brenner (1.377 m) 43 cm
St. Ulrich/Pillersee (868 m) 41 cm
Seefeld (1.18…

236 km/h - heftiger Föhnorkan auf den Bergen

Ein denkwürdiges, wie historisches Ereignis liegt hinter uns. Ein Ereignis, von dem man im Tal - zumindest im Raum Innsbruck - eigentlich gar nicht so viel mitbekommen hat. Ein, zwei Tage lang ist alles mögliche durch die Gegend geflogen und der Schnee schmolz dahin, aber das tut es bei vielen Föhnereignissen. Was war diesmal anders?
Am Patscherkofel wurden an die 176 km/h Böen verzeichnet. Das allein ist zwar bemerkenswert - es kommt wohl ein bis zwei Mal im Jahr vor - aber noch kein Rekord. An der Wetterstation des LWD auf der Elferspitze im Stubai waren es schon 236 km/h (siehe Grafik oben und Tabelle unten). Den Vogel abgeschossen hat aber die Station am Feuersang auf knapp 2.100 m in den Hohen Tauern. Die Wetterstation, die in Kooperation zwischen den ÖBB und UBIMET errichtet wurde, hat sage und schreibe 249 km/h gemessen, bevor sie den Geist aufgab ...



Weitere nennenswerte Windmaxima

Feuersang (2.141 m, ÖBB/UBIMET) 249 km/h (sehr wahrscheinlich höchste je in Österreich gemessene…