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Posts mit dem Label "Schneefall Mai" werden angezeigt.

Wahres und Wichtiges zu den Eisheiligen

Väterchen Frost drückt dem Wetter in den Übergangsmonat gerne noch einmal seinen Stempel auf. Berühmt berüchtigt sind die Eisheiligen im Mai (Foto: alpen.wetter)   Die Geschichte der Eisheiligen ist bekannt: Einfach formuliert besagen die Eisheiligen, dass bis Mitte Mai keine sensiblen Pflanzen ins Freie gesetzt werden sollten, da noch Frost droht. Die Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi und zum Schluss fehlt nie die kalte Sophie. Ehe nicht Pankratius, Servatius und Bonifatius vorbei, ist nicht sicher vor Kälte der Mai. Pflanze nie - vor der Kalten Sophie. In jeder Bauernregel steckt ein Körnchen Wahrheit und so auch in dieser. Ihren Ursprung hat diese Regel, wie so viele andere auch, in Beobachtungen aus dem Mittelalter. Damals war man mehr als heute auf die Ernte der örtlichen Bauern angewiesen und später Frost konnte die Ernte zerstören und somit für existentielle Probleme einer ganzen Region sorgen. Durch Beobachtungen fand man heraus, dass es...

Ein ziemlich kalter Mai 2019 - Zwischenbilanz

Der Flieder trotzt Regen, Schnee und Kälte. Da profitierte er aber noch teilweise von der warmen Witterung im April (Foto: alpen.wetter) Von wegen Wonnemonat. Angefangen hat es mit dicken Schneeflocken am 05. Mai, gefolgt von Schneetreiben am 06. Mai und Morgenfrost am 07. Mai (Innsbruck -1 Grad, Landeck und Reutte -2 Grad, Seefeld -4 Grad). Nun, Schneefall im Mai in Innsbruck kommt im Schnitt wohl alle sieben bis zehn Jahre vor (zuletzt 1997), aber mittlerweile ist so ein Ereignis doch als außergewöhnlich einzustufen. Vor allem nach dem sehr warmen, sommerlichen Mai 2018 ( mit +2,6 Grad Abweichung der wärmste Mai seit 250 Jahren ) waren die letzten zwei Wochen so etwas wie ein "Kälteschock". Die Hoffnung auf etwas wärmer temperiertes Wetter verpuffte dann auch Tage später ("Eisheilige"), denn in der zweiten Mai-Woche zog ein Tief über Mitteleuropa und setzte sich fest. Und so ist dieser Mai aktuell über die Fläche gemittelt -3,5 Grad zu kalt und damit einer d...

Wenn nach Schnee der Regen riecht

Steinach am Brenner wie es zu Weihnachten gerne ausgesehen hätte. Aufgenommen wurde das Bild aber am 20. Mai 2015 (Quelle: Reuters, Dominic Ebenbichler) Die verwellende Kaltfront hat ganze Arbeit geleistet. Im Kernbereich Brenner bis Achensee sind bis zu 100 mm in 24 Stunden gefallen , Schneefall gab es durch die Niederschlagsabkühlung zeitweise bis 800 m herab. Dazu die mehr als markante Abkühlung von knapp 30 Grad am Montag auf 5 Grad am Mittwoch. 48-h-Niederschlagsmengen bis Donnerstag 06 UTC. Besonders im Kerngebiet Wipptal / Stubai schüttete es mehrere Stunden lang, die Schneefallgrenze wurde für Mitte/Ende Mai recht weit herunter gedrückt. Oberhalb von 900 bis 1100 m blieb der Schnee auch liegen (Quelle: UBIMET) Steinach: neuer Rekord mit 59,3 mm bis Mittwoch 06 UTC (bislang 51 mm vom 21.5.1999)  Niederschlagsverlauf in den nassesten Regionen (Quelle: Hydro Tirol) Der Wintereinbruch sorgt auf der Brennerautobahn für Probleme. Am Mittwoch ...

Starkregenereignis + Hochwassergefahr

Der Mai geht zu Ende. Und mit dem 1. Juni beginnt für die Meteorologen der Sommer. Zwar nur aus rechnerischen Gründen, aber dennoch. Bereits im letzten Posting wurde das vergangene Wochenende als sehr nasses angekündigt. Und in der Tat war es nicht nur das letzte sondern wird auch das kommende Wochenende ein verregnetes. Tiefdruckeinfluss über Mitteleuropa Der Trogvorstoß hatte um den 23. Mai herum die Bahn frei gemacht für kalte Luft aus dem Nordatlantik. Dem nicht genug rutschte das Höhentief über Mitteleuropa und setzte sich fest. Nachfolgend liegt nun schon das zweite Höchentief über den Alpen (siehe Bild) Strömungslage am 30.05. 12 UTC (Quelle wetter3.de) Auf der Ostflanke dieses Tiefs wurde und wird sehr warme Luft nach Norden transportiert. Diese (Nordskandinavien)Hoch-über-(Mitteleuropa)-Tief- Wetterlage ist eine sehr stabile und sorgt einerseits für ungewöhnliche Wärme im Norden und andererseits für nasse Verhältnisse bei uns. In Norwegen und Schweden wurden zahlrei...