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Posts mit dem Label "Ex-Ophelia" werden angezeigt.

Ophelia - ein Hurrikan auf Abwegen

Ein komplett ausgeprägter Wirbelsturm am 12. Oktober 2017 (1530 UTC, 1730 MESZ). Das Auge ist schon sehr gut zu sehen,  die klassischen, spiralförmigen Wolkenbänder sind schon voll entwickelt und die Symmetrie stimmt auch. Kurzum: diesen Hurrikan könnte man überall vermuten, in der Karibik oder im Golf von Mexiko. Tatsächlich hat er sich aber im Ostatlantik entwickelt und ist später als außertropischer Sturm über Irland hinweggezogen (Quelle: NOAA/NASA Goddard Rapid Response Team) Das hat uns Europäern gerade noch gefehlt. Ein Hurrikan auf 'unserem' Territorium? Selbst als Meteorologe (der ja so einiges gewohnt ist), saß man in den letzten Tagen wie gebannt vor den Modellen, den Satellitenbildern und vor diversen Social-Media-Kanälen. Das was sich da entwickelte, gab es noch nie zuvor (zumindest seit wir eben diese Wirbelstürme dokumentieren und das sind schon ca. 150 Jahre). Im Atlantik bildete sich ein Hurrikan, an sich nichts ungewöhnliches. Atypisch war aber die Genese...

Die schönsten Herbsttage

König SERLES (2.717 m) und seine Westflanke thronen über dem Stubaital in der Herbstsonne, die Schneefelder von Anfang Oktober sind schon fast verschwunden (Foto: alpen.wetter) Man möchte meinen, dass der Herbst uns allen nochmals zeigen wollte was in ihm steckt. Der September war kühl, nass und trüb, doch der Oktober dreht nun so richtig auf und präsentiert genau das gegenteilige Wetter. Die Temperaturen lagen in den letzten Tagen selbst auf 1.500 m Höhe bei über 20 Grad und die Nullgradgrenze auf über 4.000 m. An mehreren Orten Österreichs gab es noch einmal Sommertage (u.a. Salzburg). Ob man das nun Altweibersommer oder goldenen Oktober nennt, ist ja eigentlich egal. Schuld daran ist ein - für die Jahreszeit typisches - Hochdruckgebiet (TANJA, siehe unten), in dem trockene und zeitweise recht milde Luft vorherrschte. Mit der Drehung der Höhenströmung auf Süd am letzten Wochenende (14./15. Oktober) wurde es eben so richtig warm. Mitgespielt hat auch der Ex-Hurrikan Ophelia (sie...

Das Ende des Altweibersommers

Es hatte ja so kommen müssen, ewig kann dieser Sommer ja nicht weitergehen (den massiven Kaltlufteinbruch mit Schnee bis Innsbruck am 19./20. September) mal ausgenommen. Deutlich über dem langj. Mittel (grau) lagen die Messwerte in Innsbruck (gold)  in den letzten 4 Wochen (Quelle: ZAMG). Aber was kommt auf uns zu: In der Nacht auf Freitag überquert eine Kaltfront den Alpenraum und sorgt für ein jähes Ende des ALtweibersommers (Quelle: wetterzentrale.de) Der Durchgang der Trogachse bringt am Freitag selbst eine erhebliche Niederschlagsverstärkung. Im Nordstau kommt dabei einiges an Regen und Schnee zusammen. (Quelle: wetterzentrale.de) Wichtig: Die Schneefallgrenze sinkt bereits Freitagfrüh rasch in Richtung 1000 m (Theta_E von 24) ab, bei intensivem Niederschlag kann die Schneefallgrenze auch weiter absinken. (Quelle: wetterzentrale.de)       Begleitet wird die Front durch kräftig bis stürmische aufrischenden nordwest- Westwind (hier in 700 h...