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a seichte Gschicht

Die Nordstaulage dieser Woche ist beendet. Besonders vom Wilden Kaiser bis ins Mariazellerland hat es vom Sonntagabend bis Donnerstagfrüh einige Zentimeter Neuschnee gegeben. Stellenweise summierten sich die Neuschneemenngen auf über 50 cm. An den punkutellen Messorten, wie gesagt. Im Gelände unter dem dem Einfluss des teilweise noch lebhaften Windes, waren es sicher mehr.

Das Station über den britischen Inseln liegende Hochdruckgebiet BARBARA wanderte in Richtung Mitteleuropa und schiebt das Tief IGNAZ nach Südowesteuropa  ab (siehe Abb. 7). Der Alpenraum bleibt somit in der Höhe in einer Weströmung (500 hPa), in tieferen Schichten sorgt das Tief aber noch für eine leichte Südost- Südanströmung.. Die logische Folge ist eine seichte Föhnlage, die heute Samstag am Patscherkofel immerhin für stürmische Böen (94 km/h) gesorgt hat. Das abziehende Tief hat jedoch auch in den höheren Luftschichten für Feuchtezufuhr und somit für eine schöne Cirrenstimmung gesorgt (mit allem was dazu gehört).
 
Die Fotos sprechen für sich:

Ballonwetter über dem Inntal - im Vordergrund Mutters mit dem östlichen Mittelgebirge und dem Bergisel
Nockalm - mit Trio: Spitzmandl (2206 m), Nockspitze (2403 m) und Pfriemeswand (2103 m)


Neuschnee und Nebensonne

Innsbruck und das Inntal

Föhnwolken über den nördlichen Stubaier Alpen (Richtung Westen)

Während im Wipptal und in den darüber liegenden Niveaus der Föhn blies, war das Inntal von der Föhnströmung "entkoppelt". Der tagsüber einsetzende Taleinwand hat tagsüber dagegen gehalten.


Der Radiosondenaufstieg lässt dreierlei erkennen (von oben nach unten):
*) die feuchte Luftschicht im Cirren-Niveau (450 hPa)
*) trockene Schicht durch die Absinkinversion des Hochdruckgebiets über den Karpaten
*) die Föhnschicht auf 800 hPa (2000 m)und darüber Südwest (Hinweis auf seichten Föhn)
*) entkoppelte Schicht bis zum Talboden (Inversion)

 


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Bildquellen:
alpen.wetter (1-5)
Sondenaufstieg (6): University of Wyoming
Bodenwetterkarte 29.01.2011 00 UTC (7): www.wetterpate.de

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Das Schneeloch

Mit einem Schneeloch kann man mehrere Dinge meinen.

*) Ort mit sehr viel Schnee. Sprich Alpennordseite bei Nordstau oder Arlberg bei Weststau bzw. Karawanken bei Südstau.

*) Ort mit wenig Schnee, also dort wo der Schnee in ein Loch fällt (sprich Leeeffekt) oder wo man sich ein Loch gegraben hat.

So ein zweites Loch ist beispielsweise Innsbruck - bei manchen Wetterlagen.

Aktueller Stand (Morgen des 12.12.2012) des GESAMTSCHNEEs (Quelle:ubimet)
St. Anton: 92 cm
Hochfilzen: 88 cm
Seefeld: 67 cm
Kufstein: 57 cm
Reutte: 55 cm
Kitzbühel: 45 cm
Landeck: 36 cm
Innsbruck: 16 cm 

Grund: aus dem Nordstau der letzten Tage ist in der Hauptstadt deutlich weniger Schnee gefallen, er wurde durch die Nordkette quasi abgefangen.



WEBCAMS vom Morgen des 12.12.2012










HEUTE KALTE NACHT !
Der Wind schläft ein, es klart auf. Die Tiefstwerte gehen somit auf -17 bis -7 Grad zurück, in höher gelegenen Alpentälern und Mulden erwarten wir Temperaturen unter - 20 Grad.

DEZEMBERREKORDE

Österreich
-33,0 Hall / Admont (…

Unwetterlage Alpennordrand

Ein Tief macht wieder Troubles. Tirol hat schon einmal Bekanntschaft damit gemacht und zwar als es uns am Montag, 31.05., überquert hat. Nur war es da den wenigsten bewusst.
Es hat sich inzwischen verstärkt und schön eingewickelt, wie am Satellitenbild (Abb. 1) gut zu sehen ist. Der Tiefdruckkern liegt derzeit etwa über Ungarn und sorgt von Ostösterreich über Tschechien und Polen für anhaltend kräftigen Niederschlag. Innerhalb von 24 Stunden regnete es so in Krakau 44 mm, an der Hohen Warte 41 mm in Ostrava und Brünn 37 mm oder in Kosice 35 mm.

Abb. 1: Satellitenbild von sat24.com -- Quelle: Eumetsat + DWD
Das Radarbild rechts (entnommen von flug-wetter.at (c) austrocontrol.at) zeigt das derzeitige Niederschlagsbild (Abbildung 2).

Durch den zyklonalen Drehsinn werden die feuchten Luftmassen an alle Hindernisse gedrückt, die sich ihnen in den Weg stellen und sorgen im Luv für Stauniederschläge.
Südlich vom Alpenhauptkamm in Oberkärnten, Ost- und Südtirol ist es bis jetzt (nordföhnig bed…

Tragisches Lawinenunglück

Heute Mittag hat sich ein tödliches Lawinenunglück am Sattelberg ereignet. Regelmäßige Leser dieses BLOGs kennen diesen Berg als Messstation des IMGI und daher als oft zitierte Datenquelle. Für viele Sportbegeisterte ist er aber vor allem der erste Tourenberg der Saison: leicht erreichbar, meist schneesicher und einfach zu begehen. Es ist eigentlich undenkbar, dass dort eine Lawine abgeht.

In diesem Fall war der Föhn zumindest mit Schuld an der Tragödie. Im gestrigen zweiten Blogposting erwähnte ich den Föhn der mit 108 km/h Spitze am unweit entfernten Kofel wirksam war. Der Sattelberg weist für heute und gestern Windspitzen bis zu 23,9 m/s (86 km/h) bzw 22,1 m/s (80 km/h) auf. Dadurch wurde das bißchen an Schnee, das gefallen war ziemlich verweht. Am Gipfel des Berges liegen somit praktisch nur mehr Schneereste, während sich hingegen im Luv  der verfrachtete Schnee über den bis dato schlecht verbundenn Triebschnee gelegt hat.

Erwähnung fand dies auch im heutigen Lawinenlagebericht de…