Anhaltende Hochdrucklagen haben dem Alpenraum das bislang trockenste Frühjahr der Messgeschichte gebracht.
Noch nie waren März und April so trocken wie heuer - und immerhin wird in Österreich seit 1850 regelmäßig gemessen.
Seit Ende Februar sind österreichweit nur 30 bis 35 % des durchschnittlichen Niederschlags gefallen.
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| Der Frühling war in seinen bisher 9 Wochen sehr trocken, teilweise sogar extrem trocken (Quelle: GSA) |
Während der Westen und auch der äußerste Osten zumindest ab und zu Regen oder Schnee abbekommen haben, sind andere Regionen schlimmer dran. Vom Lungau bis ins Murtal
waren es nur wenige Liter Regen.
In Tamsweg, Zeltweg oder Graz entspricht das lediglich 10-15%.
Hier müsste es somit ein paar Tage ordentlich durchschütten mit 100 bis
150 Liter Regen.
Die Folgen liegen auf der Hand: Ernteausfälle bei Getreide und Mais sowie Futtermittel und ein erhöhte Waldbrandgefahr. Das hat man in den letzten Tagen schon beobachten können. Im Lesachtal sowie nördlich von Graz hat es tagelang gebrannt - ebenso wie im benachbarten Bayern bei Ruhpolding.

