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Krasse Wärmeperiode lässt den Schnee schmelzen

Wir Alpenbewohner haben es nicht leicht. Oder schon? Wer den Winter will muss derzeit hoch hinaus, in tiefen und mittleren Lagen liegt derzeit kaum noch Schnee. Der unsägliche Föhn hat zumindest im mittleren Inntal der Schneedecke den Garaus gemacht. In Richtung Oberland schaut's aber okay aus (Landeck 16 cm) und auch im Unterland (Kirchdorf 25 cm, Hochfilzen 31 cm). Reichlich Schnee gibt es aber vor allem am Alpenhauptkamm und südlich davon, in Obergurgl liegen aktuell 105 cm Schnee.
Die Grafik spricht Bände. In allen Regionen Österreichs war es in den letzten 10 Tagen deutlich zu warm, allen voran in Vorarlberg sowie vom Flachgau bis ins Weinviertel. Der wärmste Jänner in der Messgeschichte Österreichs war jener 2007 mit einer Abweichung von +4,3 Grad (Quelle: ZAMG)

Föhn an der Alpennordseite einerseits, Südstau und reichlich Niederschlag am Alpenhauptkamm und südlich davon andererseits. Es waren aber noch andere Systeme im Spiel bzw. griffen die Niederschläge auch weit nach Norden aus. So ist es aktuell vom Tiroler Oberland bis nach Unterkärnten mehr als 3 Mal so nass wie normal (Quelle: ZAMG)

Der Temperatur- und Niederschlagsverlauf für Innsbruck in den letzten 30 Tagen zeigt einerseits die letzten kalten Tagen kurz vor Weihnachten mit dem letzten Eistag (Maximum unter null), andererseits das massive Tauwetter ab dem 22.12. Von der mmerhin 11 cm dicken Schneedecke war ab dem 27. Dezember nichts mehr übrig. Was folgte war der wärmste Jahreswechsel seit langem und ein extrem warmer Start in das neue Jahr. Zuletzt gab es unter Föhneinfluss 15 Grad in Innsbruck (in Bludenz gar 17,5 Grad am 8.1.). Außergewöhnlich auch die Niederschlagsmengen: bislang sind 10 Tagen 43 mm gefallen, normal fällt das etwa im ganzen Monat (Quelle: orf.at, bearbeitet von alpen.wetter)

Aussichten


Warm war es, aber damit ist es wohl bald vorbei. Die Temperaturen pendeln sich in Richtung Klimamittel ein, in einer Woche könnte es laut GFS auch wieder so richtig kalt werden (Quelle: wetterzentrale)

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