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Das Wetterjahr 2017


Es ist Zeit Bilanz zu ziehen, das Jahr 2017 ist zu Ende und das Jahr 2018 hat bereits fulminant mit Schnee, Orkan und Regen begonnen. Kurzum, aktuell liegt im Inntal gar kein Schnee mehr, aber wenn man ins Oberland fährt, sieht die Welt schon anders aus. Dort war der Föhneinfluss deutlich schwächer und es hat auch in den letzten Tag dort mehr geschneit als geregnet.
Nun wieder zum Jahr 2017, das folgende Eckdaten zu bieten hat:

* es war österreichweit laut ZAMG-Klimabericht das achtwärmste in der Messgeschichte (+0,9 Grad)
* nach einem der kältesten Jännermonate in den letzten 30 Jahren folgten der zweitwärmste März und ein recht turbulenter April mit spätem Schnee und Frost,
* der Mai und der Juni verliefen sonnig und warm bzw. heiß (der Juni war der zweitwärmste in der Messgeschichte),
* der Juli, der August und der September verliefen oft feucht bzw. gewittrig und temperaturmäßig unauffällig mit einzelnen sehr heißen Tagen. Der September war der kühlste seit 10 Jahren,
* golden war der Oktober, kalt und winterlich der November und
* erstmals seit drei Jahren gab es Anfang Dezember wieder reichlich Schnee und in Innsbruck das erste Mal seit 2011 weiße Weihnachten (wenn auch nur Schneereste).

Klimaspiegel der ZAMG

Klimaspiegel der ZAMG, adaptiert. kühle/feuchte Phasen sind blau und warme/trockene Phasen sind rot hinterlegt. Auffällig sind die doch markanten Wechsel Ende Jänner, Mitte April, Anfang September. Vor allem die recht lange andauernden Wärmeperioden waren für das im Vergleich hohe Temperaturmittel verantwortlich, die Kälteperioden konnten das nicht ausgleichen. Quelle: ZAMG


An den Stationen in Innsbruck gab es folgende Werte zu Klima und Wetter im Jahr 2017:

20. April: letzter Tag mit Schneedecke (6 cm am Flughafen)
22. April: letzter Frost (Uni)
28. April: letzter Tag mit Schneefall (Spuren)
30. April: letzter Frost (Flughafen)

12. Mai: erster Gewittertag
16. Mai: erster Sommertag (25,5 Grad an der Uni) - danach noch achter Sommertage
28. Mai: erster Tropentag  von insgesamt 31 an der Uni (31,4 Grad)
22. Juni: erstmals über 35 Grad (35,6 Grad). Den Juni-Rekord (36,3 Grad) um 0,8 Grad verfehlt

01. August: Beginn der österreichweit vierten Hitzewelle mit 38 Grad in Haag (NÖ), 37,4 Grad in Wieselburg (NÖ) und 37,0 Grad in Hall (HD-Tirol). Danach folgt die einzige Tropennacht in Innsbruck (20,4 Grad nach 35,3 Grad Tmax).
03. August: Heißester Tag in Österreich seit vier Jahren mit 38,9 Grad in Wien-Innere Stadt (Innsbruck an dem Tag 31,6 Grad)

05. Oktober: Letzter Sommertag mit 26,5 Grad an der Uni
31. Oktober: Erster Frost (Uni: -0,8 Grad, -1,5 Grad am Flg.)

13. November: Erster Schneefall in Innsbruck und erste Schneedecke (1 cm am Flughafen)

Spezielle Tage an der Innsbruck-Uni (Klimamittel 1981-2010)

Eistage: 15 (14)
Frosttage: 92 (94)
Sommertage: 75 (63)
heiße Tage (Tropentage): 31 (17)
Tropennächte: 1

Das Wetterjahr in Bildern

Nach dem trockensten Dezember (2016) aller Zeiten war es auch zu Beginn des Jahres 2017 noch grün. Erst nach Durchzug des Sturmtiefs Axel am 4. Jänner (zum Bergiselspringen) gab es den ersten Schnee und am 5. Jänner eine rekordverdächtig späte, erste Schneedecke. Dafür lagen dann am 9. Jänner gleich 37 cm Schnee am Flughafen. Die Summe von 67 cm Neuschnee bedeuteten den schneereichsten Jänner in Innsbruck seit 35 Jahren. Noch dazu war der Jänner 2017 mit -3,9 Grad der kälteste seit 2006 (-4,1 Grad) und somit der zweitkälteste seit 1987 (-5,6 Grad). Foto: alpen.wetter

Kein wirklicher Wintermonat war der Februar. Mit einer positiven Abweichung von tirolweit +3,2 Grad (Innsbruck-Uni gar +3,5 Grad) war es deutlich zu warm (unter den 15 wärmsten Februarmonaten). Noch dazu kletterte das Quecksilber am 23. Februar mit Unterstützung des Südföhns auf 21,9 Grad in Salzburg (neuer Salzburgrekord), 21,2 Grad in Jenbach und 20,9 Grad in Innsbruck (nur 0,1 Grad unter dem Februarrekord von 2008). Foto: innsbruck.panomax.at

Begonnen hat der März 2017 mit einem Föhnorkan, knapp 90 km/h waren es in Innsbruck-West, 116 km/h im Olympischen Dorf, 161 km/h am Patscherkofel und 187 km/h auf der Elferspitze in den Stubaier Alpen. Außergewöhnlich warm ging es dann auch weiter und am Ende war dieser März der wärmste in ganz Österreich seit Beginn der Messungen, in Innsbruck der zweitwärmste nach 1994. Logischerweise gab es auch keinen einzigen Tag mit Schneedecke, das ist in den letzten Jahren im März nur einmal sonst vorgekommen (2011). Sonnenliebhaber und Gärtner konnten sich indes freuen: die Vegetation war ihrer Zeit deutlich voraus. Das rächte sich leider bereits einen Monat später (Foto: alpen.wetter)
Der April 2017 war von seinem Witterungsablauf zweigeteilt und extrem. Nach einer milden, sonnigen und trockenen ersten Hälfte schlug Mitte April, kurz nach Ostern, der Winter zu und sorgte neben einigen Schneerekekorden und Verkehrschaos (Sperren der Westautobahn und der Außenringautobahn) vor allem für große Schäden in der Landwirtschaft. Vom 18. bis zu 20. April schneite es bis in die Tallagen, so auch in Innsbruck. Statistisch kamen bis in die 2000er Jahre Schnee und Frost in den Alpentälern nahezu jährlich vor, danach aber immer seltener. Das letzte Mal, dass es in der zweiten Aprilhälfte weiß war, ist 16 Jahre her. Nach dem Schnee folgte am 21. April der teils strenge Frost bis in die Niederungen. -22,1 Grad gab es am Brunnenkogel, -12,1 Grad in Seefeld, -4,4 Grad am Innsbrucker Flughafen (allesamt Rekorde). Vom Frost betroffen waren aber besonders die Steiermark und das Burgenland, wo ganze Obst- und Weinkulturen erfroren sind. Am Ende war der April 2017 in Innsbruck "nur" -0,3 Grad als das Mittel und der kühlste seit 2008, aber auch nur ein halbes Grad wärmer als der vorangegangene März (Foto: alpen.wetter)

Nach einem eher verhaltenen und kühlen Start im Rahmen verfrühter Eisheiliger wurde es im Laufe des Mai rasch sommerlich. Am 12. Mai gab es das erste Gewitter und am 16. Mai in Innsbruck den ersten Sommertag, das war rund zwei Wochen später als im Schnitt. Danach folgten noch acht Sommertage sowie der erste 30er am 28. Mai, also genau einen Monat nach dem letzten Schneefall. Der Mai war also +1,0 Grad zu warm und österreichweit der trockenste Mai seit 2001 (Foto: alpen.wetter).

Eigentlich ist der Juni ja astronomisch gesehen noch ein Frühlingsmonat, im Jahr 2017 war er aber - der Meteorologie entsprechend - ein richtiger Sommermonat. An insgesamt 12 Tagen wurde in Innsbruck der 30er geknackt, vergleichbar mit dem Juni im (nach wie vor) Rekordsommer 2003 (13 Tropentage). Das führte in Folge zum zweitwärmsten Juni in der Messgeschichte (in Innsbruck aber auch österreichweit), mit einem Mittel von 20,7 Grad und einer positiven Abweichung von +2,5 Grad. Die 35,6 Grad am 22. Juni waren somit auch der wärmste Tag in Innsbruck in diesem Jahr (Foto: alpen.wetter)
Wie das Bild schon zeigt: im Juli 2017 waren Gewitter dominant. Die Wetterlage hatte sich bereits mit dem Monatswechsel entscheidend geändert, der Alpenraum gelangte in eine feucht-schwüle Südwestströmung und häufig auch Tiefdruckeinfluss. Die teils heftigen Gewitter, die sich ab den Nachmittagsstunden entluden, hat öfters große Regenmengen mit dabei - 200 mm in 2 Tagen waren keine Seltenheit. Am Ende gab es am Abend des 30. Juli dann noch ein heftiges Unwetter mit Orkanböen von 165 km/h in Innsbruck, aber kaum Schäden. Wie so oft zeigen die Mittelwerte und Summen nicht die ganze Bandbreite, es war zu nass, zu warm und etwas tz trüb (Tirol: +26 % im Niederschlag, +0,5 Grad bei der Temperatur, -0,8 % bei der Sonne). Entscheidend waren die Regentage (mehr als 0,1 mm) und davon gab es in Lienz 16, in Innsbruck 24 und in Reutte 25. Sieht man sich Regentage mit mehr als 1 mm an, so waren das unglaublich 20 solcher Regentage in Innsbruck (normal sind 13,4). 250 bis 350 mm Niederschlag gab es allein in diesem Juli in einem Streifen vom Bregenzerwald bis in das Salzkammergut (Foto: foto-webcam.eu)


Die vielen Gewitter mit Starkregen im August blieben nicht ohne Folgen. Es kam zu zahlreichen Murenabgängen, wie etwa im Wipptal. Das zweite Drittel verlief dann etwas ruhiger und trockener, gegen Ende war es dann wieder gewittrig. Mit 249 mm Gesamtniederschlag ist der August 2017 der nasseste in der Messhistorie! Trotz des ganzen Aufs und Abs, den Gewittern und den Hitzewellen (36,2 Grad in Kufstein am 1. August, inoffizielle 37 Grad in Hall an diesem Tag) war der Sommer 2017 in Innsbruck am Ende der drittwärmste nach 2003 und 2015 (Foto: alpen.wetter)


Auch wenn es auf diesem Foto anders scheint, der September 2017 war nasser und trüber als im Schnitt und mit einer Abweichung von -1,5 Grad der kühlste September seit 2007, auf den Bergen sogar seit 2001. In Innsbruck gab es keinen einzigen Sommertag (normal in der Periode 1981-2010 sind 5,7 Sommertage). Bereits Anfang September schneite es das erste Mal bis in die höheren Alpentäler, auf den Bergen gab es bis zu 60 cm Neuschnee. Durch die feuchte Vorgeschichte im August kam es im Wipptal zu einem massiven Murenabgang auf die Brennerbundesstraße. Die trockenen und sonnigen Tage galt es also besonders zu nutzen (Foto: alpen.wetter)

Golden zeigte sich indessen der Oktober 2017. Als starker Kontrast zum September und großen Teilen des Sommers war er geprägt von Nordwestwetterlagen und Hochdruckeinfluss. Er vereinte sowohl den letzten Sommertag dieses Jahr (26,5 Grad am 5. Oktober, knapp am Oktoberrekord 26,8 Grad aus dem Jahr 2008) als auch den ersten Tag mit Frost (-0,8 Grad an der Uni-Station, -1,5 Grad am Flughafen, jeweils am 31.). Der erste große Herbststurm "Herwart" mit Orkanböen beendete am 29/30. die außergewöhnlich lange Wärmeperiode, in Salzburg etwa mehr als 10 Tage in Folge über 20 Grad. (Foto: alpen.wetter)
Kalt und winterlich war der November 2017. Am 6. / 7. November schneite es erstmals ordentlich auf den Bergen (bis zu ein Meter in den Gletscherregionen), am 13. November dann erstmals bis in die Täler. Auf den Bergen hat es in diesen Tagen nochmals bis zu 80 cm Neuschnee gegeben und die Saisonstarts in den Skigebieten waren somit vorerst gesichert. Der November war statistisch gesehen zwar normal, aber dennoch der kühlste seit 10 Jahren. Die ZAMG schreibt dazu: "Stellenweise gab es sogar mehr Schnee als in einem durchschnittlichen November, wie in Ramsau/Dachstein (ST) mit einer Neuschneesumme von 103 Zentimetern (Mittelwert 62 cm), in Krimml (S) mit 77 Zentimetern (Mittel 31 cm) und in Bad Bleiberg (K) mit einer Neuschneesumme von 46 Zentimetern (Mittel 27 cm)". Foto: alpen.wetter

Der Dezember rundete das Wetterjahr 2017 ab und war vergleichsweise unauffällig. Es gab sowohl immer wieder Schneefall als auch heftigen Föhnorkan auf den Bergen (11. Dezember 176 km/h am Patscherkofel, 236 km/h auf der Elferspitze sowie 249 km/h am Feuersang (UBIMET / ÖBB-Station). Das Weihnachtstauwetter mit Föhn und Warmfront kam am 22. aber ebenso massiv wie pünktlich. Dennoch gab es mit 2 cm Schneeresten Flughafen die erste "Schneedecke" am 24. Dezember seit 2011 (Foto: alpen.wetter)

Spezielle Karten

Die Hitzeinseln in den Ballungsräumen Wien, München, Linz und Graz sowie im Rheintal sind augenscheinlich und teils auch menschgemacht (starke Verbauung durch Beton und Asphalt). Das Jahr 2017 gehört mit einer Abweichung von +0,9 Grad zu den achtwärmsten seit Messbeginn (Reihenfolge lt. ZAMG: 2014 (Abw. +1,7 Grad),  2015 (+1,4), 1994 (+1,2), 2016, 2007 2002, 2000 (+1,0). Bild: UBIMET, VERA-Analyse

 

Das Niederschlagsmuster 2017 war eigentlich ganz klassisch, ist aber hier schon ein Trend abzulesen? Im Mittel bekam man österrreichweit durchschnittliche Regenmengen, wobei in den Alpen mit bis zu 3000 mm um bis zu 10 mal mehr Regen (Schnee) gefallen ist als vom Waldviertel bis ins Südburgenland.  Im Vergleich zum Mittel 1981-2010 war es also im alpinen Raum um 10 bis 30% zu nass, im östlichen und südlichen Flach- und Hügelland 10 bis 40 % zu trocken (Quelle: ZAMG)

 


 

Niederschlagsverläufe Tirol (Regen und Schnee)


In Achenkirch, also in einer Region mit dem meisten Niederschlag in diesem Jahr, wird seit 1895 gemessen (dargestellt sind hier wohl aber nur Maximalwerte seit 1987). Es könnte sich hier mit einer Niederschlagssumme von ca. 1830 mm um ein Rekordjahr gehandelt haben (die maximale Jahressummenlinie gibt knapp 1700 mm alsbisheriges Maximum an). Maßgeblich verantwortlich waren hier die Sommerniederschläge von Ende Juni bis Anfang September (Quelle: HD Tirol)

Auch in Kufstein gab es 2017 eines der nassesten Jahre seit Messbeginn 1905. Die durchschnittlichen Niederschlagsmengen gab es von Jänner bis Mitte Juli, danach war es bis September deutlich zu nass (Quelle: HD Tirol)

Überdurchschnittlich viel Nass vom Himmel gab es auch im Wipptal. In den Sommermonaten fielen in Steinach über 600 mm, in einem normalen Jahr durchschnittlich 400 mm. Quelle: HD Tirol
Schneehöhen März 2017 bis März 2018. Leider ist die Darstellung hier um zwei Monate verschoben. Was man aber dennoch erkennt ist der Schneemangel Anfang März und das rasche Schmelzen der Schneedecke bis Mitte April. So wenig Schnee lag dort seit Beginn der Messungen 1982 selten. Die späten Schneefälle sorgten dann Ende April doch noch für eine durchschnittliche Schneedecke. Ebenso markant sind das Schneefallereignis Mitte Septemer und dann Anfang November (überdurchschnittliche Mengen). Quelle: HD Tirol

In einer ähnlichen Höhenlage wird auf der Dresdner Hütte seit 1982 gemessen. Auch hier gab es im Frühjahr 2017 wenig Schnee, Ende April fiel hier aber noch fast ein halber Meter. Erst Mitte September gab es mit 20 cm wieder größere Mengen Schnee, ab Ende Oktober ist dann Winter eingekehrt mit einer durchgehenden Schneedecke. Seither lag dort mehrheitlich überdurchschnittlich viel Schnee (Quelle: HD Tirol)

Die Grafik zeigt einen der schneereichsten Orte Tirols auf knapp 1000 m, Hochfilzen. Für Schnee hat es dort Ende April nicht gereicht, somit war es dort bereits Ende März aper. Dafür hat es fort Ende November und dann im Dezember ordentlich geschneit, wenngleich von den knapp 70 cm kurz nach Weihnachten nur mehr 40 cm übrig sind. (Quelle: HD Tirol)

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Eine vergleichbare Neuschneemenge in 24 h gab es zuletzt vor 9 Jahren, am 18.02.2009 fielen 52 cm. Im letzten "starken Winter" 2011/12 gab es maximal 40 cm in 24 h (21.01.2012). Die größte neuschneemenge in 24 Stunden gab es übrigens am 11.01.1995 mit 93 cm. Danke an die ZAMG für die Daten!


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Stationsverläufe (HD Tirol)

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Daten vom LWD Verbreitet fielen vom 16. auf den 17. Jänner 30 bis 50 cm, punktuell auch bis zu 70 cm (Hohe Munde, Rauthhütte, Ulmerhütte). Die Lawinengefahr stieg somit (auch durch den starken bis stürlischen Westwind) auf die zweithöchste Stufe 4!



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