Direkt zum Hauptbereich

Die nächste Packung für den Süden !

Es gibt solche Winter, in denen die Wetterlage sich nur vorübergehend ändert und dann wieder in das alte Muster kippt. Erhaltungsneigung ist ein passendes Wort.

Nun steht für "den Süden", sprich Süd- und Osttirol und Oberkärnten sowie Friaul und Venetien wieder ein starkes Niederschlagsereignis an. Die Aufgleitprozesse spielen wieder eine wesentliche Rolle, feuchte Mittelmeerluft trifft wie so oft auf kalte Kontintentalluft. Mit dabei ist starker bis stürmischer Höhenwind, der speziell am Alpenhauptkamm für eine kritische Lawinensituation (Samstag, Sonntag) sorgen wird.

In Summe werden bis Sonntagabend in vielen Tälern bis zu 100 cm - teils nasser - Neuschnee fallen, auf den Bergen sind bis 250 cm Neuschnee drin.  Das führt in weiterer Folge natürlich zu Problemen in den Bereichen Verkehr, Stromversorgung, ...

Warnkarte der UWZ vom Donnerstagmorgen (www.uwz.at)
140 bis 180 mm im ECMWF (Niederschlagsmengen bis Montag 00 UTC , Quelle UBIMET / ECMWF)


Etwas moderater das GFS (Niederschlagsmengen bis Montag 00 UTC, Quelle UBIMET)
Das Lokalmodell RACE rechnet knapp 200 mm in den Karnischen Alpen, südlich davon sind es sogar bis zu 400 mm (Niederschlagsmengen bis Montag 00 UTC, Quelle UBIMET)

Exorbitante Summen auch im JANEK-WRF. Werte aber nicht vergleichbar, da 72 h - Summen bis Sonntag 00 UTC. (Quelle: http://www.modellzentrale.de)

Beliebte Posts aus diesem Blog

Schneerekord in Österreich - oder nicht?

  Die Nordalpen versinken in Schnee. Innerhalb von nur 2 Tagen sind lokal über 150 cm Schnee gefallen. Aber ist das nun Rekord?

Jahresrückblick 2019

Schnee, Schnee und noch mehr Schnee gab es im Jänner 2019. Im Bild der Poschenhof am Dreikönigstag oberhalb von Rum auf 900 m In dem Rückblick der ZAMG vor ein paar Tagen konnte man es schon lesen und die letzten Tage des Jahres werden kaum etwas daran geändert haben: Das Jahr 2019 liegt wieder im Spitzenfeld der warmen Jahre, am Ende wird es das drittwärmste Jahr der Messgeschichte sein, örtlich sogar das wärmste seit 1768. Das wärmste Jahr war 2018 (Abweichung +1,8 vom Mittel 1981-2010), gefolgt von 2014 (+1,7) und 2019 ( +1,6 Grad). Danach folgen 2015 (+1,4) und 1994 (+1,2). Von insgesamt 12 Monaten im Jahr 2019 waren 11 wärmer als das Mittel, nur der Mai 2019 war kälter. Der Trend der sehr warmen Jahre setzt sich also unvermindert fort (siehe Grafik unten), besser bekannt als Klimaerwärmung. Abweichung der Jahresmitteltemperatur vom Mittel 1901-2000. Rot markiert sind zu warme Jahre, blau entsprechend zu kalte Jahre. Die schwarze Linie ist die Trendlinie. In der gesamten M...

Früher war alles besser: Weiße Weihnachten

  Die Innsbrucker Altstadt im Schneegewand, vermutlich in den 1960er Jahren (Foto-Quelle: https://www.facebook.com/altstadt.innsbruck/) Früher war alles besser. Weihnachten war familiärer, weniger konsumorientiert und vor allem eines: weiß. Auf meterhohen Schneewächten konnten die Kinder der 1950er und 1960er Jahre ihre frisch geschenkten Rodeln gleich ausprobieren. Ja, das waren noch Zeiten. Und heuer? Da ist sowieso alles anders. Keine Gäste, kein Skifahren, keine Feste. Doch die immer währende Konstante: Im Tal auch kein Schnee. Historisch Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass weiße Weihnachten früher häufiger waren als jetzt. Weiße Weihnachten sind gleichbedeutend mit einer Schneedecke am 24. Dezember, das muss dazu gesagt werden. In den 30 Jahren von 1951-1982 lag in Innsbruck an rund 8 von 10 Weihnachten Schnee, seit den 1980er Jahren nur mehr an etwa 4 von 10 Weihnachten. Dabei steht Innsbruck als Alpenmetropole noch halbwegs gut da, in allen anderen Landeshauptstädt...