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Ein ziemlich kalter Mai 2019 - Zwischenbilanz

Der Flieder trotzt Regen, Schnee und Kälte. Da profitierte er aber noch teilweise von der warmen Witterung im April (Foto: alpen.wetter) Von wegen Wonnemonat. Angefangen hat es mit dicken Schneeflocken am 05. Mai, gefolgt von Schneetreiben am 06. Mai und Morgenfrost am 07. Mai (Innsbruck -1 Grad, Landeck und Reutte -2 Grad, Seefeld -4 Grad). Nun, Schneefall im Mai in Innsbruck kommt im Schnitt wohl alle sieben bis zehn Jahre vor (zuletzt 1997), aber mittlerweile ist so ein Ereignis doch als außergewöhnlich einzustufen. Vor allem nach dem sehr warmen, sommerlichen Mai 2018 ( mit +2,6 Grad Abweichung der wärmste Mai seit 250 Jahren ) waren die letzten zwei Wochen so etwas wie ein "Kälteschock". Die Hoffnung auf etwas wärmer temperiertes Wetter verpuffte dann auch Tage später ("Eisheilige"), denn in der zweiten Mai-Woche zog ein Tief über Mitteleuropa und setzte sich fest. Und so ist dieser Mai aktuell über die Fläche gemittelt -3,5 Grad zu kalt und damit einer d...

Ungewöhnlich lange Föhnphase

Föhnwolken im Abendlicht des 24. April 2019 (Quelle: foto-webcam.eu) Es war eine sehr intensive Föhnphase , die nun hinter uns liegt. Vom 22. April 12:00 bis zum 26. April 09:00 (MESZ) wehte durchgehend Föhn, also 93 Stunden am Stück. Das ist zumindest für die letzten 10 Jahre ein Rekordwert. Der Föhn ist hier so definiert, dass gleichzeitig im Inntal, im Wipptal (Ellbögen) und am Brenner (Sattelberg) diesselbe potentielle Temperatur vorherrscht (Durschmischung), die Hauptwindrichtung in Innsbruck ist dabei Nebensache. Denn der Föhn wehte meist aus Süd (Uni-Station), zeitweise aber auch als Rotor aus Nordost bei maximalen Böen bis zu 97 km/h (Flughafen) und 86 km/h an der Uni. 80 km/h waren es in Ellbögen, bis zu 150 km/h am Patscherkofel und bis zu 190 km/h auf der Elferspitze. Schema der Windrichtungen in den Tallagen bei Südföhn im Innsbrucker Raum. Von Süden kommend teilt sich die Föhnströmung in zwei Äste. Der östliche (blau) macht sich weiterhin als starker Süd- bis ...

Der März 2019: wankelmütig, wechselhaft und recht warm

Das Inntal war Anfang März schon schneefrei, die ersten Frühlingsboten in Form von Schneeglöckchen ließen nicht lange auf sich warten (Foto: alpen.wetter) Der März 2019 präsentierte sich als klassischer Übergangsmonat zwischen Winter und Frühling. An einigen Tagen kletterte das Thermometer auf Werte von über 20 Grad, tags darauf fand man sich in einer Winterlandschaft wieder. Dieses Spiel wiederholte sich praktisch im Wochenrhythmus mit frühlingshaften Temperaturen am Wochenende und dem Kaltfrontdurchgang am darauf folgenden Montag. Dennoch hatten die Wärmeperioden die Oberhand und so bilanziert dieser März am Ende mit einer Abweichung von +2,2 Grad vom Klimamittel 1981-2010 deutlich zu warm. Laut ZAMG gehört dieser März zu den 15 wärmsten März-Monaten seit Messbeginn. Abseits der Alpen konnte man örtlich sogar Abweichungen von über 4,5 Grad registrieren. Warm in den alpinen Regionen, sehr warm abseits der Alpen. Abweichung der Mitteltemperatur vom Klimamittel 1981-2010 (Quell...

Der Februar 2019: sehr sonnig, warm und trocken

Die Schneelage Anfang der Semesterferien: ein Traum. Das Wetter dazu: kaiserlich! Die Luft wurde in den darauffolgenden Tagen noch trockener, Hochnebel bildete sich gar nicht mehr. Mit 171 Sonnenstunden (Innsbruck Uni) gehörte dieser Feber nach 1959 (194 h), 2008 (184 h) und 1949 (178 h) zu den sonnigsten seit Messbeginn 1906 (Foto: alpen.wetter.) Nach dem besonders nördlich des Alpenhauptkamms sehr nassen und schneereichen Jänner 2019 begann der Februar gleich mit einer Scheeladung für den Süden. In Südtirol , Osttirol und Oberkärnten fiel innerhalb von drei Tagen jede Menge Schnee und es war dort nach wochenlanger Trockenheit das größte Niederschlagsereignis seit Oktober. In Südtirol fiel am 01. Februar außergewöhnlich viel Schnee, 65 cm waren es in Summe in Sterzing und 50 cm am Ritten. Selbst in Bozen waren es 10 cm, eine Menge, die dort nur alle 5 Jahre vorkommt. Nördlich der Alpen summierte sich während dieses Ereignisses kaum Schnee oder Regen und auch sonst war es hier mi...

Sehr gute Schneelage in den Alpen - eine Übersicht

Nach dem Schneefall der letzten Tage ist nun die Aussicht wieder einwandfrei (Quelle: glungezer.com) Tief verschneit präsentiert sich die Nordkette, aber auch im Inntal liegt reichlich Schnee (Quelle: glungezer.com) Trotz Tauwetter am vergangenen Wochenende (Freitag 1. Februar mit Föhn und +10 Grad und Samstag 02. Februar mit Regen und +5 Grad) zeigt sich ganz Tirol in einem wunderbaren Winterkleid. Das Italientief hat nun auch den Süden versorgt und nun liegt verbreitet in allen Tälern Schnee. Die Gletscher melden 450 bis 560 cm Schnee, auf der Seegrube liegen 350 cm, vom Wettersteingebirge über die Lechtaler Alpen, Arlbergregion bis zu den Ötztaler Alpen 220 bis 270 cm, Unterland (Rofan bis Kitzbüheler Alpen) sind es 180 bis 200 cm. Aber auch in vielen Alpentälern wird die 1-m-Marke verbreitet überschritten. So liegen in Warth 170 cm, in Hochfilzen 165 cm, in Langen/A 160 cm, in St Ulrich 150 cm, in Seefeld 125 cm und in Kössen 100 cm. Auch nicht schlecht sind die 95 cm in...

Ist’s an Lichtmess hell und rein, wird ein langer Winter sein

Heute ist ...? Murmeltiertag ! Klassischerweise macht die Langfristvorhersage aber nicht das Alpenmurmeltier wie hier im Bild, sondern ein Waldmurmeltier, das in den USA und Kanada heimisch ist (Foto Quelle: www.nwb-campus-blog.de) Mariä Lichtmess ist - wie andere auch - ein wichtiger Lostag für die Landwirtschaft. Der 2. Februar war früher ein wichtiger ein Tag des Brauchtums und der Beginn des Bauernjahres. Daher hat man die Witterung (sprich das Wetter um dieses Datum herum) immer genau beobachtet. Das Wetter an diesem Tag soll ein Wegweiser für die kommenden Wochen sein. Nun, es sind mehrere Regeln zu diesem Datum überliefert, die alle einen wahren Kern haben, da sie sich auf die Erhaltungsneigung von Wetterlagen in Mitteleuropa, die über mehrere Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, beobachtet wurden, beziehen. Ein Spruch zu diesem Tag ist: Ist’s an Lichtmess hell und rein, wird ein langer Winter sein. Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühlin...

Ein Jänner für wahre Winterliebhaber - eine Bilanz

Hochfilzen Mitte Jänner 2019. In Summe kamen dort in der ersten Jännerhälfte sage und schreibe 451 cm Neuschnee zusammen. Rekord! Foto: Chr. Reitschuler Der Jänner 2019 war kalt, schneereich und winterlich. Die ZAMG hat ausgewertet , dass es auf den Bergen der kälteste Winter seit 1987 war (Abw. -3,6 Grad vom Klimamittel 1981-2010) und wenn man sich die Österreichkarte ansieht, dann erkennt man auch, dass es auch in den meisten Alpentälern kälter war als im Schnitt (Innsbruck z.B. -0,4 Grad). Im Flachland dagegen war es vergleichsweise mild, am relativ wärmsten war es in den Nordföhnregionen zwischen Lienz und Villach. Abweichung der Jänner-Mitteltemperatur vom langjährigen Klimamittel 1981-2010. Sehr viel kälter als im Mittel war es auf den Bergen (dunkelblau), kälter als im Mittel in den Alpentälern vom Walgau bis ins Ennstal (hellblau) und etwas wärmer war es im Flachland sowie in den Alpentälern des Südens (hellrot). Quelle: ZAMG Abweichung der ...