Direkt zum Hauptbereich

Sehr gute Schneelage in den Alpen - eine Übersicht

Nach dem Schneefall der letzten Tage ist nun die Aussicht wieder einwandfrei (Quelle: glungezer.com)
Tief verschneit präsentiert sich die Nordkette, aber auch im Inntal liegt reichlich Schnee (Quelle: glungezer.com)
Trotz Tauwetter am vergangenen Wochenende (Freitag 1. Februar mit Föhn und +10 Grad und Samstag 02. Februar mit Regen und +5 Grad) zeigt sich ganz Tirol in einem wunderbaren Winterkleid. Das Italientief hat nun auch den Süden versorgt und nun liegt verbreitet in allen Tälern Schnee. Die Gletscher melden 450 bis 560 cm Schnee, auf der Seegrube liegen 350 cm, vom Wettersteingebirge über die Lechtaler Alpen, Arlbergregion bis zu den Ötztaler Alpen 220 bis 270 cm, Unterland (Rofan bis Kitzbüheler Alpen) sind es 180 bis 200 cm. Aber auch in vielen Alpentälern wird die 1-m-Marke verbreitet überschritten. So liegen in Warth 170 cm, in Hochfilzen 165 cm, in Langen/A 160 cm, in St Ulrich 150 cm, in Seefeld 125 cm und in Kössen 100 cm. Auch nicht schlecht sind die 95 cm in Hintertux, 85 cm in Kirchdorf, Obertilliach und Obergurgl sowie 80 cm in St Anton, St Jakob, Reutte und Holzgau. Im Inntal liegen zwischen 15 (Innsbruck), 30 (Landeck) und 65 cm (Kufstein), im Stubai-, Ziller und Ötztal sind es 40 cm.

Winterlich weiß ist es nun auch im Lienzer Becken. Laut Messung des HD/LWD Tirol liegen in Lienz 14 cm und am Zettersfeld 124 cm Schnee (Foto: foto-webcam.eu)

Die Festungsstadt weist die größte Schneemenge im Inntal auf, hier liegen lt Synop-Meldung am 05.02.2019 sogar 63 cm Schnee - eine Folge des nassesten Jänner seit Messbeginn 1901 (Foto: foto-webcam.eu)

Schneebericht der Skigebiete vom 05.02.2019 (Quelle: bergfex.at)

Die Schneehöhen vom Abend des 05.02.2019. Am meisten Schnee (300 bis 400 cm und mehr) liegt wie oben berichtet in den Nordstaulagen (Lechtaler, Arlberg, Karwendel) sowie am Alpenhauptkamm von den Ötztalern bis zur Vendigergruppe. Aber auch sonst liegen verbreitet 150 bis 250 cm Schnee. Am wenigsten wie angesprochen im Lienzer Becken und im mittleren Inntal mit rund 15 bis 20 cm (Quelle: avalanche.report)


Beliebte Posts aus diesem Blog

Jahresrückblick 2021

  Ein sonniger Herbst entschädigte für einen eher unbeständigen Sommer. Viele geplante Wanderungen konnte man also im September oder gar im Oktober noch nachholen, wie hier im Navistal, Ende September. Das Wetterjahr 2021 geht zu Ende und damit wieder ein Jahr der Extreme. Wieder einmal lagen Schnee- und Wärmerekorde nah beieinander. Trotz Rekordschnee, markanten Spätfrösten, früher Sommerwärme, intensiver Junihitze, sommerlicher Starkregenereignissen und frühem Winterschnee bleibt uns ein wiederkehrendes Element in allen Jahren erhalten. Es war wieder eines der wärmsten Jahre der 255-jährigen Messgeschichte in Österreich.

Schneerekord in Österreich - oder nicht?

  Die Nordalpen versinken in Schnee. Innerhalb von nur 2 Tagen sind lokal über 150 cm Schnee gefallen. Aber ist das nun Rekord?

Jahresrückblick 2019

Schnee, Schnee und noch mehr Schnee gab es im Jänner 2019. Im Bild der Poschenhof am Dreikönigstag oberhalb von Rum auf 900 m In dem Rückblick der ZAMG vor ein paar Tagen konnte man es schon lesen und die letzten Tage des Jahres werden kaum etwas daran geändert haben: Das Jahr 2019 liegt wieder im Spitzenfeld der warmen Jahre, am Ende wird es das drittwärmste Jahr der Messgeschichte sein, örtlich sogar das wärmste seit 1768. Das wärmste Jahr war 2018 (Abweichung +1,8 vom Mittel 1981-2010), gefolgt von 2014 (+1,7) und 2019 ( +1,6 Grad). Danach folgen 2015 (+1,4) und 1994 (+1,2). Von insgesamt 12 Monaten im Jahr 2019 waren 11 wärmer als das Mittel, nur der Mai 2019 war kälter. Der Trend der sehr warmen Jahre setzt sich also unvermindert fort (siehe Grafik unten), besser bekannt als Klimaerwärmung. Abweichung der Jahresmitteltemperatur vom Mittel 1901-2000. Rot markiert sind zu warme Jahre, blau entsprechend zu kalte Jahre. Die schwarze Linie ist die Trendlinie. In der gesamten M...