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Vorboten des Frühlings

Die Schneeglöckchen sind schon da (Quelle: alpen.wetter) Ein Meer von Frühlingsknotenblümen, ein weiterer Frülingsvorbote (Quelle: alpen.wetter) Auch wenn es heute Nachmittag durch die Warmfront im Raum Innsbruck kurzfristig bis ganz herunter geschneit hat und sogar die Wiesen weiß wurden (Wahnsinn, dabei haben wir Mitte Februar ;-), gibt es dennoch einige Zeichen, dass der Frühling schon gehörig anklopft. Sieht man sich die letzten Wochen im Vergleich an, so fällt auf, dass die Temperatur um 2,5 Grad über dem Mittel liegt (Quelle: ZAMG). Die Temperaturen, die wir seit Ende Jänner erleben passen mehrheitlich eher in den März, wenn nicht sogar in den April. Somit ist es auch kein Wunder, dass die Vegetation wohl ihrer Zeit voraus sein wird in diesem Jahr. Der Schnee fehlt, der Frost fehlt und ... die Wetterlage spricht derzeit auch weniger für Winter. Die Tagesmitteltemperaturen im eigentlichen "Hochwinter" entsprechen eher den Mittelwerten eines durc...

Der Winter gibt sich noch nicht geschlagen

"Die Summe der Neuschneemengen in diesem Jänner lag in Seefeld mit 110 Zentimeter (Stand 29.1.2016) deutlich über dem Klimamittel von 81 Zentimeter", berichtet die ZAMG im Monatsrückblick . Ca. 40 cm sind davon Mitte Februar noch übrig (Gesamtschneehöhe). Foto: alpen.wetter Wir schreiben Mitte Februar und das Inntal ist bereits seit 10 Tagen (wieder) aper. Zwar hat es im Nordstau speziell vom Bregenzerwald bis ins Loferer Land im Jänner mehr als im Durchschnitt geschneit, das aber zumeist bei Schneefallgrenzen zwischen 800 und 1200 m. In Innsbruck (dort gibt es eben Messungen) lag bisher im Winter nur an knapp 20 Tagen Schnee, im Durchschnitt sind es rund 60 Tage (Mittel: 1999-2015), im Jahrhundertwinter 2005/06 waren es sogar 120 Tage mit Schnee (November bis März). Die Ursache für den Schneemangel ist anhand der Grafik schnell ausgemacht: es war einfach zu mild. Klimaspiegel der ZAMG für die Station Innsbruck-Universität. Milde Luftmassen bestimmen seit 3 Wo...

Rückblick auf das Wetterjahr 2015

Es ist - spät, aber doch - an der Zeit Bilanz zu ziehen, Bilanz über das abgelaufene Jahr 2015. Es geht als das zweitwärmste in der Messgeschichte ein, getoppt nur um wenige Zehntel Grad vom Vorgängerjahr. Und das trotz extremem Hitzesommer und äußerst mildem Finish. Dieser Blog war in allen Monaten Live dabei und zeigt hier die 12 besten Bilder des letzten Jahres. Nach den Schneefällen rund um Silvester ging es relativ schneereich in das Jahr 2015. Doch siehe da: die ersten Rekorde wurden schon am 20. Jänner gebrochen, 20 Grad hatte es im Jänner in Innsbruck noch nie . In Haiming gab es 19,5 und in Lient immerhin noch 18,4 Grad (Foto: alpen.wetter, 20.1.2015 in Innsbruck). Kalt und wechselhaft ging es dann im Februar weiter, in den Semesterferien gab es dann durch Hochdruckeinfluss einige Sonnenstunden. Alles in allem war der Winter 2014/15 aber um +1,2 Grad zu warm (Platz 10) und etwas zu nass (+10%). Durch die fehlende Kälte gab es aber in Summe weniger Schnee als norma...

Die kälteste Nacht seit Jahren!

Viele Alpenbewohner haben die kälteste Nacht seit 4 Jahren erlebt und auch in der kommenden Nacht wird es wieder eisig kalt. Schneebedeckung, trockene und kalte Luft sowie wenig Wind haben dafür gesorgt, dass die Temperaturen örtlich bis auf -23 Grad gesunken sind. 18. Jänner 2016, 8:00 Uhr Minimum 24 Stunden (Quelle: orf.at) Lech am Arlberg −23,6  °C Seefeld −23,3  °C Tannheim −23,2  °C Schoppernau −20,0  °C Holzgau −18,8  °C Ehrwald −18,6  °C St. Michael im Lungau −16,6  °C Reutte −16,6  °C Achenkirch −16,6  °C Am wenigsten kalt wurde es in der Wiener innenstadt mit -3 Grad. Der Vorteil dieser Wetterlage ist jedoch nicht von der Hand zu weisen: klarer und strahlend blauer Himmel sowie tonnenweise frischer Neuschnee.   Tief verschneite Seegrube und Innsbruck (mit -12 Grad übrigens kälteste Landeshauptstadt) - Quelle: foto-webcam.eu Frühnebel und Restwolken haben sich auch am Zeller See verzogen - Quelle: foto-webcam.eu Traumhafte Bedingungen nat...

... und plötzlich Winter

Mitte Jänner hat sich das Wetter in Europa schließlich doch für Winter entschieden. Mit dem wochenlangen Hochdruckeinfluss war es ja schon Anfang Jänner vorbei, nun drehte die Höhenströmung auch noch auf Nordwest. Luftmassen-RGB der Eumetsat + Höhe der 500hPa-Druckfläche am 14. Jänner um 12:00 UTC. Die Höhenströmung dreht von Südwest über West nach Nordwest und das Sturmtief Emma (hier in der Nordsee gelegen) bringt die Kaltluft aus den Polarregionen in den Alpenraum: "arctic blast". (Quelle: http://www.eumetrain.org) Als Folge davon fielen vom 14. bis zum 17. Jänner im Alpenbereich verbreitet 20 bis 30 cm Neuschnee (Raum Innsbruck ca. 10 bis 15 cm), auf den Bergen deutlich mehr und in den Nordstaulagen bis zu einem Meter. Durch den starken bis stürmischen Nord- bis Nordwestwind kam es zu massiven Verfrachtungen, in Vorarlberg und in den Nordalpen Nordtirols stieg die Lawinenwarnstufe auf 4. Nordstau von MODIS-NASA aus gesehen. Kompakte Wolkendecke am 17. Jänner 20...

Die Sonne stiehlt dem Schnee die Show!

Blick von der Mutterer Alm (Nockhof, 1.264 m) auf das östliche Mittelgebirge, das mittlere Inntal und Teile des Karwendels. Für Ende Dezember außergewöhnlich grün (Foto: alpen.wetter, 28.12.2015) Das Jahreswechsel ist im Gange bzw. wurde gerade vollzogen und vom Winter ist keine Spur. Auf den Bergen liegt bis 2.300 m Höhe praktisch nichts und Wintersport ist derzeit nur mit Einschränkungen möglich. Ein schmaler Kunstschneestreifen reicht im Skigebiet Mutter Alm bis ins Tal (knapp 900 m), wahre Winterfreuden sehen anders aus. Im Hintergrund der nahezu sommerliche Patscherkofel, hier sorgt die technische Beschneiung für den einzigen Schnee (Foto: alpen.wetter, 28.12.2015) Die aktuelle Schneesituation ist natürlich die Folge eines sehr warmen und trockenen Herbstes und Frühwinters. Im gesamten Dezember hat es nur an einem Tag geregnet/geschneit, in Summe war es österreichweit der trockenste Dezember seit 1865 (Quelle: ZAMG ). Im Flächenmittel (Österreich) fielen nur 20% von der...