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Vom Föhn verblasen ...

... wurden heute viele Teile Tirols, Vorarlbergs und Kärntens. Fast wie an der Schnur gezogen wurden die Gewitter erst nördlich einer Linie Großes Walsertal, Oberes Lechtal, Inntal, Zillertal, Pinzgau, Pongau, Lungau. Hier wirkte der teils kräftige bis stürmische Föhn (Patscherkofel Böen zwischen 65 und 80 km/h) gewitterhemmend. Blitze vom 3.August 2014 - Quelle UBIMET, verändert Föhneinfluss sorgt oft für Auflockerungen am Abend, trotz Schauer am Nachmittag - Foto nicht vom 3.8. (c) alpen.wetter Die Prognosen lauteten jedoch durch die Bank anders. Zwar nicht unbedingt die, die am Sonntagmorgen für heute Sonntag geschrieben wurden, aber jene der vergangenen Tage. Das liegt oder lag aber auch daran, dass die Modelle (hier als Bsp. ECMWF) für Sonntagnachmittag stets "Gewitter rechneten". Bei dieser an sich schon diffizilen Wetterlagen (kleinräumige Gewitterentstehung, Föhneinfluss, sich abändernde Zugbahnen von Tiefs, ...) bedarf es einer gehörigen Portion Mut...

Land unter

Es ist gekommen, wie es leider kommen musste. Die sehr nassen Wochen haben die Böden gesättigt und somit ihre Spuren hinterlassen. So kam es gestern Donnerstag (31.7.) zu den ersten (massiven) Überflutungen und Vermurungen in Teilen Österreichs (Tiroler Unterland, Pinzgau, Nord- und Südburgenland) und Hochwasser (Salzach HQ30). Hochwasser im Burgenland (Neusiedl/See) -- Quelle: APA bfkdo Krimmler Wasserfälle - Quelle: Marcus Haunold marcushaunold.at Verklausung in Mittersill - Quelle APA/EXPA JFK Pegel Salzach/Mittersill - QUELLE: www.salzburg.gv.at In Kirchdorf fielen am 30. und 31.7. rund 90 mm - tw. mit Raten über 10 mm/h - Quelle HD tirol Niederschlagsmengen 30.7.2014-31.07.2014. Im Grenzbereich Tirol/Salzburg fielen verbreitet 60 mm, tw. bis zu 90 mm in 24 Stunden - Quelle HD Tirol 24 Stunden Niederschlagsmengen 30.7.-31.7. 06 UTC. die wet spots fallen sofort ins Auge- Quelle INCA/ZAMG Der Neusiedler See verdunstete wochenlang, binnen weni...

Ein Rekord oder kein Rekord?

Nach eindrucksvollen Wetterereignissen ist die Frage nach Rekorden nicht weit. Temperaturen, Windböen, Niederschlagsmengen, Schneehöhen ... Damit wird Geschehenes bewertet und eingestuft. Niederschlagsmessung - eine Erklärung Nach dem gerade zu Ende gegangenen Starkregenereignis liegt die Frage nach Rekorden nahe, und da gibt es z.B. jene des maximalen Tagesniederschlags an einer Wetterstation. Als "Tag" hat die WMO den Zeitraum von 06 bis 06 UTC festgelegt. Zu jenem Zeitpunkt am Morgen (in Mitteleuropa im Winter 7 MEZ oder im Sommer 8 MESZ) wird an zahlreichen Orten die Klimabeobachtung durchgeführt. Vor der Einführung der automatischen Stationen wurde der Niederschlag in einem sogenannten Ombrometer gemessen, einem genormten, zylindrischen Metalltopf. Täglich wurde dieser um die exakt selbe Zeit entleert und der Inhalt notiert. Wenn also von Tagesniederschlagsrekorden die Rede ist, beziehen sich Meteorologen auf den genannten Zeitraum. Hellmann Ombrometer mit Nipher...

Tief Paula bringt wieder Regen

#update Dienstag, 22 Juli 7:00 # Bis dato hat es in Tirol ordentlich geschüttet, vor allem am Montagvormittag bei Raten um 10 bis 13 mm/h. Insgesamt sind tirolweit zwischen 25 und 50 mm in etwas mehr als 24 Stunden gefallen. Die Schwerpunkte lassen sich in dieser Farbkarte des Hydrografischen Dienstes aufgrund der Farbgebung schlecht ausmachen. Die Schwerpunkte waren aber (wenn man sich die einzelnen Stationen ansieht): Wildschönau (Norderbergalm, der einzige rote Punkt), Achensee (Achenkirch), Pustertal (Sillian), südliche Ötztaler Alpen (Kaunertal) --- Quelle: https://apps.tirol.gv.at/hydro/#/Niederschlag Tabellarisch (Mon 05 - TUE 05 UTC) Norderbergalm: 62,5 mm (HD-Tirol) Kelchsau (aber nicht das am Achensee): 57,7 mm (HD-Tirol) Unterwindau: 50,1 mm (ÖBB/UBIMET) Am Nachsöllberg(Brixental) : 49,1 mm  (HD-Tirol) Talkaser Alm(Brixental) :  48,4 mm (HD-Tirol) Weisssee (Kaunertal, 2480 m): 44,7 mm Sillian:...

Das Sommerhoch kommt

Seit der Pfingsthitze ist es das erste stabile Hoch, dass länger als 2 Tage lang trockenes und zunehmend heißes Wetter bringt. Seit den 35,7 Grad am Pfingstmontag erreicht in Innsbruck (und Neusiedl) war es österreichweit nicht mehr heißer. Viele sehen den Sommer herbei, denn in den letzten Tagen (vom 8. bis zu 14. Juli )hat es jeden Tag geregnet, teilweise bei Temperaturen um 12 bis 15 Grad, gegen Ende hin war es aber dann schon 25 Grad warm. Stationsverlauf Innsbruck Uni - im neuen Design von der imgi.uibk.ac.at Seite: Der Regen (blau) fiel oft in der Nacht, tagsüber gabs mit Sonne auch sommerliche Temperaturen (Quelle: IMGI) UND JETZT KOMMT DER SOMMER - zumindest 5 Tage lang ;-) Passend dazu hat eine österreichische Lebensmittelkette gestern ein sich lohnendes Flugblatt geschickt -- (c) alpen.wetter Von heute Mittwoch (16.) bis zum Samstag (19.7.) gibt es viel Sonnenschein und bei nur wenigen Quellwolken kaum Schauer oder Gewitter. Die Temperaturen steigen dabei von ...

Wechselhafter Juni 2014

Der Juni 2014 geht zu Ende. Zwei Dinge waren maßgebend für die Bilanz: *) Eine Hitzewelle zu Pfingsten (+5 Grad über dem Mittel) sorgt dafür, dass der Monat zu warm ausfällt. *) Trockenheit im ersten Drittel, viele Schauer und Gewitter in den restlichen zwei Dritteln bringen eine oft ausgeglichene Niederschlagsbilanz Besonders die letzte (verwellende) Kaltfront 29./30. 6. hatte es in sich: *) 50 mm in 12 h in Innsbruck *) Schneefallgrenze auf 1900-2100 m absinkend *) Schneefall bis nach Galtür (1600 m) *) Föhnig heiße 32 Grad am selben Tag in Andau Wanglspitz - Tuxertal am Morgen des 30.6. - Quelle: foto-webcam.eu Die Kaltfront liegt quer über den Alpen und wird sich in den nächsten Stunden nach Osten ausbreiten. Quelle: Eumetsat/UBIMET Stationsverlauf Innsbruck-Uni: 50 mm in 12h, dazu eine markante Abkühlung um 20 Grad in 40 Stunden. Quelle UBIMET/ZAMG

Das Brasilianische Klima und der Fußball

Brasilien also. Das fünftgrößte Land der Welt, das fast die Hälfte des Südamerikanischen Kontinents einnimmt, ist Veranstalter der 20. Fußballweltmeisterschaften. Vom 12. Juni bis zum 13. Juli fiebert eine Vielzahl der 192 Millionen Brasilianer mit ihrer Selecao mit. Wir Österreicher sind zwar wieder nur brave Zuseher, mitreden werden wir aber trotzdem. Sogar beim Wetter. Das Klima und die Zeit Brasilien im Winter: Alles was dem Leser hierbei spontan einfällt stimmt. Trotz des niedrigeren Sonnenstands gibt es sommerliche Hitze, Regenwald, schwüle Luft und heftige Gewitter. Etwas anderes kann man sich von einem Land, das großteils in den Tropen und im Äquatorbereich liegt, gar nicht erwarten. Hier wird gespielt (Quelle: fotolia) Der Regenwald Der wärmste Spielort (4 Gruppenspiele) ist Manaus im Amazonasgebiet. Am Abend und in der Nacht liegt die Luftfeuchttigkeit zwischen 85 und 90 %. Während der Partien (16:00 bzw. 18:00) ist es etwas trockener, dafür aber heiß...