Direkt zum Hauptbereich

Wechselhafter Juni 2014

Der Juni 2014 geht zu Ende. Zwei Dinge waren maßgebend für die Bilanz:

*) Eine Hitzewelle zu Pfingsten (+5 Grad über dem Mittel) sorgt dafür, dass der Monat zu warm ausfällt.

*) Trockenheit im ersten Drittel, viele Schauer und Gewitter in den restlichen zwei Dritteln bringen eine oft ausgeglichene Niederschlagsbilanz

Besonders die letzte (verwellende) Kaltfront 29./30. 6. hatte es in sich:

*) 50 mm in 12 h in Innsbruck
*) Schneefallgrenze auf 1900-2100 m absinkend
*) Schneefall bis nach Galtür (1600 m)
*) Föhnig heiße 32 Grad am selben Tag in Andau

Wanglspitz - Tuxertal am Morgen des 30.6. - Quelle: foto-webcam.eu

Die Kaltfront liegt quer über den Alpen und wird sich in den nächsten Stunden nach Osten ausbreiten. Quelle: Eumetsat/UBIMET

Stationsverlauf Innsbruck-Uni: 50 mm in 12h, dazu eine markante Abkühlung um 20 Grad in 40 Stunden. Quelle UBIMET/ZAMG

Beliebte Posts aus diesem Blog

Jahresrückblick 2021

  Ein sonniger Herbst entschädigte für einen eher unbeständigen Sommer. Viele geplante Wanderungen konnte man also im September oder gar im Oktober noch nachholen, wie hier im Navistal, Ende September. Das Wetterjahr 2021 geht zu Ende und damit wieder ein Jahr der Extreme. Wieder einmal lagen Schnee- und Wärmerekorde nah beieinander. Trotz Rekordschnee, markanten Spätfrösten, früher Sommerwärme, intensiver Junihitze, sommerlicher Starkregenereignissen und frühem Winterschnee bleibt uns ein wiederkehrendes Element in allen Jahren erhalten. Es war wieder eines der wärmsten Jahre der 255-jährigen Messgeschichte in Österreich.

Schneerekord in Österreich - oder nicht?

  Die Nordalpen versinken in Schnee. Innerhalb von nur 2 Tagen sind lokal über 150 cm Schnee gefallen. Aber ist das nun Rekord?

Jahresrückblick 2019

Schnee, Schnee und noch mehr Schnee gab es im Jänner 2019. Im Bild der Poschenhof am Dreikönigstag oberhalb von Rum auf 900 m In dem Rückblick der ZAMG vor ein paar Tagen konnte man es schon lesen und die letzten Tage des Jahres werden kaum etwas daran geändert haben: Das Jahr 2019 liegt wieder im Spitzenfeld der warmen Jahre, am Ende wird es das drittwärmste Jahr der Messgeschichte sein, örtlich sogar das wärmste seit 1768. Das wärmste Jahr war 2018 (Abweichung +1,8 vom Mittel 1981-2010), gefolgt von 2014 (+1,7) und 2019 ( +1,6 Grad). Danach folgen 2015 (+1,4) und 1994 (+1,2). Von insgesamt 12 Monaten im Jahr 2019 waren 11 wärmer als das Mittel, nur der Mai 2019 war kälter. Der Trend der sehr warmen Jahre setzt sich also unvermindert fort (siehe Grafik unten), besser bekannt als Klimaerwärmung. Abweichung der Jahresmitteltemperatur vom Mittel 1901-2000. Rot markiert sind zu warme Jahre, blau entsprechend zu kalte Jahre. Die schwarze Linie ist die Trendlinie. In der gesamten M...