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Ein Rekord oder kein Rekord?

Nach eindrucksvollen Wetterereignissen ist die Frage nach Rekorden nicht weit. Temperaturen, Windböen, Niederschlagsmengen, Schneehöhen ... Damit wird Geschehenes bewertet und eingestuft.

Niederschlagsmessung - eine Erklärung
Nach dem gerade zu Ende gegangenen Starkregenereignis liegt die Frage nach Rekorden nahe, und da gibt es z.B. jene des maximalen Tagesniederschlags an einer Wetterstation. Als "Tag" hat die WMO den Zeitraum von 06 bis 06 UTC festgelegt. Zu jenem Zeitpunkt am Morgen (in Mitteleuropa im Winter 7 MEZ oder im Sommer 8 MESZ) wird an zahlreichen Orten die Klimabeobachtung durchgeführt. Vor der Einführung der automatischen Stationen wurde der Niederschlag in einem sogenannten Ombrometer gemessen, einem genormten, zylindrischen Metalltopf. Täglich wurde dieser um die exakt selbe Zeit entleert und der Inhalt notiert.
Wenn also von Tagesniederschlagsrekorden die Rede ist, beziehen sich Meteorologen auf den genannten Zeitraum.


Hellmann Ombrometer mit Nipher-Ring - zur Reduktion des Windeinflusses (Quelle: Diplomarbeit C.Teutsch, 2009)

Kostlivy - Niederschlagsmesser, hauptsächlich in Österreich verwendet (Quelle: Diplomarbeit C.Teutsch, 2009)

Rekord in Freistadt am 22.7.2014, oder nicht?

In den vergangenen 48 Stunden hat es besonders am Bodensee (Bregenz), im Bregenzerwald (Sulzberg), im Rheintal (Fraxern), im nördlichen Innviertel (Schärding) und im Mühlviertel (Freistadt) heftig geschüttet (ca. 100 mm), aber an den meisten Stationen wurden die Rekorde weit verfehlt. Doch in Freistadt liegt der Tagesrekord nur bei 76 mm aus dem Juli 1977, also habe ich mir hier den Stationsverlauf näher betrachtet. Von Montag 18 UTC bis Dienstag 18 UTC fielen an besagter Wetterstation 88,8 mm, das wäre ein neuer Stationsrekord. Nur leider fiel dieser Regen in den "falschen" 24 Stunden. Von Montag 06 UTC bis Dienstag 06 UTC, also dem relevanten Zeitraum, waren es "nur" 73,5 mm, sprich um 2,5 mm zu wenig für einen neuen Rekord. Dieser dennoch imposante Wert geht also nicht in die Klimastatistik ein, wahrscheinlich wie so mancher in der langjährigen Stationsgeschichte.



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Das Schneeloch

Mit einem Schneeloch kann man mehrere Dinge meinen.

*) Ort mit sehr viel Schnee. Sprich Alpennordseite bei Nordstau oder Arlberg bei Weststau bzw. Karawanken bei Südstau.

*) Ort mit wenig Schnee, also dort wo der Schnee in ein Loch fällt (sprich Leeeffekt) oder wo man sich ein Loch gegraben hat.

So ein zweites Loch ist beispielsweise Innsbruck - bei manchen Wetterlagen.

Aktueller Stand (Morgen des 12.12.2012) des GESAMTSCHNEEs (Quelle:ubimet)
St. Anton: 92 cm
Hochfilzen: 88 cm
Seefeld: 67 cm
Kufstein: 57 cm
Reutte: 55 cm
Kitzbühel: 45 cm
Landeck: 36 cm
Innsbruck: 16 cm 

Grund: aus dem Nordstau der letzten Tage ist in der Hauptstadt deutlich weniger Schnee gefallen, er wurde durch die Nordkette quasi abgefangen.



WEBCAMS vom Morgen des 12.12.2012










HEUTE KALTE NACHT !
Der Wind schläft ein, es klart auf. Die Tiefstwerte gehen somit auf -17 bis -7 Grad zurück, in höher gelegenen Alpentälern und Mulden erwarten wir Temperaturen unter - 20 Grad.

DEZEMBERREKORDE

Österreich
-33,0 Hall / Admont (…

Unwetterlage Alpennordrand

Ein Tief macht wieder Troubles. Tirol hat schon einmal Bekanntschaft damit gemacht und zwar als es uns am Montag, 31.05., überquert hat. Nur war es da den wenigsten bewusst.
Es hat sich inzwischen verstärkt und schön eingewickelt, wie am Satellitenbild (Abb. 1) gut zu sehen ist. Der Tiefdruckkern liegt derzeit etwa über Ungarn und sorgt von Ostösterreich über Tschechien und Polen für anhaltend kräftigen Niederschlag. Innerhalb von 24 Stunden regnete es so in Krakau 44 mm, an der Hohen Warte 41 mm in Ostrava und Brünn 37 mm oder in Kosice 35 mm.

Abb. 1: Satellitenbild von sat24.com -- Quelle: Eumetsat + DWD
Das Radarbild rechts (entnommen von flug-wetter.at (c) austrocontrol.at) zeigt das derzeitige Niederschlagsbild (Abbildung 2).

Durch den zyklonalen Drehsinn werden die feuchten Luftmassen an alle Hindernisse gedrückt, die sich ihnen in den Weg stellen und sorgen im Luv für Stauniederschläge.
Südlich vom Alpenhauptkamm in Oberkärnten, Ost- und Südtirol ist es bis jetzt (nordföhnig bed…

Tragisches Lawinenunglück

Heute Mittag hat sich ein tödliches Lawinenunglück am Sattelberg ereignet. Regelmäßige Leser dieses BLOGs kennen diesen Berg als Messstation des IMGI und daher als oft zitierte Datenquelle. Für viele Sportbegeisterte ist er aber vor allem der erste Tourenberg der Saison: leicht erreichbar, meist schneesicher und einfach zu begehen. Es ist eigentlich undenkbar, dass dort eine Lawine abgeht.

In diesem Fall war der Föhn zumindest mit Schuld an der Tragödie. Im gestrigen zweiten Blogposting erwähnte ich den Föhn der mit 108 km/h Spitze am unweit entfernten Kofel wirksam war. Der Sattelberg weist für heute und gestern Windspitzen bis zu 23,9 m/s (86 km/h) bzw 22,1 m/s (80 km/h) auf. Dadurch wurde das bißchen an Schnee, das gefallen war ziemlich verweht. Am Gipfel des Berges liegen somit praktisch nur mehr Schneereste, während sich hingegen im Luv  der verfrachtete Schnee über den bis dato schlecht verbundenn Triebschnee gelegt hat.

Erwähnung fand dies auch im heutigen Lawinenlagebericht de…