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Heftiger Föhnsturm im Inntal

Der Föhn als Wolkenmaler: Blick Richtung Unterinntal am 21. November (Foto: alpen.wetter)

Der Föhn ... im Moment ist es einfacher Zahlen und Bilder sprechen zu lassen. Nach den sehr kalten ersten zwei Novemberwochen ist nun alles wieder ausgeglichen in Sachen Temperatur. Der Naturschnee ist futsch und viele weitere Kubikmeter Kunstschnee den Bach runter.




Frühwerte TIROL vom 21. November (8:00 Uhr) - der Föhn macht den Unterschied !


Jenbach, Mayrhofen: 17 Grad
Hall: 16 Grad
Innsbruck, Reutte: 15 Grad
Haiming, Inzing: 2 Grad
Imst: 1 Grad
Patscherkofel: 1 Grad






Mittagswerte ÖSTERREICH vom 21. November (12:00 Uhr)
Golling, Salzburg, Waidhofen/Ybbs 21 Grad
Bludenz, St. Wolfgang, Rohrspitz, Weyer 20 Grad
Feldkirch, Kufstein 19 Grad
Reutte 18 Grad
Innsbruck 17 Grad
Linz-Flg, Wels 6 Grad






Spitzenböen Österreich vom 21. November (Stand: 22.11. 08:00 Uhr)
Patscherkofel 158 km/h (hier das stärkste Föhnereignis seit September 2015)
Rudolfshütte 140 km/h
Sonnblick 120 km/h
Brand 119 km/h
Innsbruck-Flughafen 104 km/h
Bad Gastein 95 km/h
Rohrspitz 94 km/h
Rinn 91 km/h
Achenkirch 88 km/h






Vor einer Woche bei Dauerhochnebel gerade einmal +2 Grad als Höchstwert, heute Montag, 21.11. mit Föhn schon in der Früh "bacherlwarme" 15 Grad (Qu.: ZAMG)

Der Föhn dreht auf - bis zu 160 km/h bereits am grasfreien Buckel südöstlich von Innsbruck (Qu.: ZAMG)
Klassische Südföhnlage in der Analysekarte vom Montag, 21.11.: tief ausgreifender Trog über Westeuropa, straffe Südwestanströmung über dem Kontinent ("Vorderseite") und stromabwärtiger Höhenkeil über Osteuropa (Qu.: ACINN/ertel2.uibk.ac.at)

Die Wolkenstruktur vom Satelliten aus: feine Wolkenrippchen von den Zillertaler Alpen bis zu den Tauern am 21.11. 8:25 MEZ (Qu.: sat24.com/EUMETsat/MetOffice)


Der Druckgradient als Gradmesser für den Südföhn: im Modell heute maximal 11 hPa zwischen Bozen und Innsbruck (Qu.: wetteralarm.at)


Salzburg war einer der "Nutznießer" des Föhns, das Thermometer kletterte dort am 21. und am 22. November auf 22 Grad (Foto: Salzburg.wms.it am 22.11.)

Dem Schnee ging's natürlich an den Kragen. Der Kaltlufteinbruch mit Schneefall bis in die Tallagen Anfang November hat viele schon jubeln lassen. Nur zwei Wochen später ist es mit der weißen Pracht dahin (Foto: Innsbruck.panomax.at - bearbeitet von alpen.wetter) 

Als Beispiel für diese extreme Südströmung mit Föhn an der Alpennordseite: Die Abweichungen der Temperaturen vom Flächenmittel der Klimanormalperiode 1981-2010. Im Schnitt war es +9 Grad, in den Föhnstrichen um mehr als +11 Grad wärmer als "normal" an diesem Tag (Quelle: ZAMG)






Der Föhn sorgte natürlich auch in der Arlbergregion für eine massive Schneeschmelze. Innerhalb einer knappen Woche war die stolze Schneedecke von rund 50 cm weg (Quelle: foto-webcam.eu/alpen.wetter)


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Das Schneeloch

Mit einem Schneeloch kann man mehrere Dinge meinen.

*) Ort mit sehr viel Schnee. Sprich Alpennordseite bei Nordstau oder Arlberg bei Weststau bzw. Karawanken bei Südstau.

*) Ort mit wenig Schnee, also dort wo der Schnee in ein Loch fällt (sprich Leeeffekt) oder wo man sich ein Loch gegraben hat.

So ein zweites Loch ist beispielsweise Innsbruck - bei manchen Wetterlagen.

Aktueller Stand (Morgen des 12.12.2012) des GESAMTSCHNEEs (Quelle:ubimet)
St. Anton: 92 cm
Hochfilzen: 88 cm
Seefeld: 67 cm
Kufstein: 57 cm
Reutte: 55 cm
Kitzbühel: 45 cm
Landeck: 36 cm
Innsbruck: 16 cm 

Grund: aus dem Nordstau der letzten Tage ist in der Hauptstadt deutlich weniger Schnee gefallen, er wurde durch die Nordkette quasi abgefangen.



WEBCAMS vom Morgen des 12.12.2012










HEUTE KALTE NACHT !
Der Wind schläft ein, es klart auf. Die Tiefstwerte gehen somit auf -17 bis -7 Grad zurück, in höher gelegenen Alpentälern und Mulden erwarten wir Temperaturen unter - 20 Grad.

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