Direkt zum Hauptbereich

Schnee im Gepäck

Um ein paar Wochen war die Vegetation ihrer Zeit heuer Voraus - und wurde heuer beinhart eingeholt (c) alpen.wetter
Schnee im März ist an sich nichts ungewöhnliches. Aber nach diesem Winter und dem äußerst milden Start in den Frühling schon irgendwie. Nach den schon beinahe sommerlich anmutenden 21 Grad am Donnerstag und Freitag und den herbstlichen 17 am Samstag folgte ein Temperatursturz um mehr als 15 Grad. Dazu den ganzen Tag anhaltender Schneefall und ingesamt etwa 5 cm Neuschnee aus mehr als 30 mm Wasseräquivalent verdienen am heutigen Welttag der Meteorologie das Prädikat: genial.

Neuschneemengen Montag 06 UTC:
Hahnenkamm/Reutte: 70 cm
Seegrube: 50 cm
Brenner 41 cm
Reutte 40 cm
Tannheim 31 cm
Hahnenkamm/Ehrenbachhöhe 33 cm
Bichlbach 32 cm
Seefeld 30 cm
Galzig 20 cm
Neustift 22 cm
Hochfilzen 20 cm
Mittewald/Drau 19 cm
St. Anton 17 cm
Virgen 17 cm
Obergurgl 17 cm
Kitzbühel 16 cm
Nauders 15 cm
Mayrhofen 14 cm
Westendorf 12 cm
Innsbruck 1 cm - Flughafenmessung. Im Raum Innsbruck waren es aber teilweise 5 cm.

40 bis 70 cm Neuschnee gab es auf Tirols Bergen. Kaltluft aus Norden traf auf feuchte Mittelmeerluft. Stau-(Außerfern) und Konvergenzeffekte (Inntal) sorgten für diese späte weiße Pracht. Quelle: LWD Tirol

Verdoppelt hat sich die Schneedecke oberhalb von Reutte (von 70 auf 140 cm!), im Tal hat es für 40 cm Neuschnee gereicht! -- Quelle: Hydro Tirol



Zum nassen Jänner und Feber gesellt sich nun dieses kräftige Einzelereignis. Am Brenner ist es immer noch überdurchschnittlich nass in diesem ersten Quartal 2014 -- Quelle: Hydro Tirol


Bis dato gab es auch keine schlimmen Zwischenfälle - bis auf unvorsichtige Autofahrer, die bereits jetz mit Sommerreifen unterwegs sind und dementsprechend im Gatsch landeten ( http://tirol.orf.at/news/stories/2637824/).

Fast 40 mm ergossen sich über Innsbruck, mehr schüttete bzw. schneite es am Alpenhauptkamm und in Oberkärnten. Dennoch ist diese Menge etwa die Hälfte dessen, was in bisher 81 Tagen 2014 gefallen ist in Ibk (c) alpen.wetter
Der verheerende Waldbrand oberhalb von Absam wurde durch die mächtige Schneeauflage ah gelöscht - nach fast 48 Stunden konnte am Sonntagmorgen Entwarnung gegeben werden.


Die trockenen Latschen und Wiesen brannten wie Zunder -- Quelle: Gerhard Flatscher www.your-fotos.com

Der letzte "kräftige" Schneefall in Innsbruck fand am 26.1. statt (6 cm), danach schneite es gar nicht mehr und ab 31.1. war auch die Schneedecke im Inntal dahin.

Beliebte Posts aus diesem Blog

Jahresrückblick 2021

  Ein sonniger Herbst entschädigte für einen eher unbeständigen Sommer. Viele geplante Wanderungen konnte man also im September oder gar im Oktober noch nachholen, wie hier im Navistal, Ende September. Das Wetterjahr 2021 geht zu Ende und damit wieder ein Jahr der Extreme. Wieder einmal lagen Schnee- und Wärmerekorde nah beieinander. Trotz Rekordschnee, markanten Spätfrösten, früher Sommerwärme, intensiver Junihitze, sommerlicher Starkregenereignissen und frühem Winterschnee bleibt uns ein wiederkehrendes Element in allen Jahren erhalten. Es war wieder eines der wärmsten Jahre der 255-jährigen Messgeschichte in Österreich.

Schneerekord in Österreich - oder nicht?

  Die Nordalpen versinken in Schnee. Innerhalb von nur 2 Tagen sind lokal über 150 cm Schnee gefallen. Aber ist das nun Rekord?

Jahresrückblick 2019

Schnee, Schnee und noch mehr Schnee gab es im Jänner 2019. Im Bild der Poschenhof am Dreikönigstag oberhalb von Rum auf 900 m In dem Rückblick der ZAMG vor ein paar Tagen konnte man es schon lesen und die letzten Tage des Jahres werden kaum etwas daran geändert haben: Das Jahr 2019 liegt wieder im Spitzenfeld der warmen Jahre, am Ende wird es das drittwärmste Jahr der Messgeschichte sein, örtlich sogar das wärmste seit 1768. Das wärmste Jahr war 2018 (Abweichung +1,8 vom Mittel 1981-2010), gefolgt von 2014 (+1,7) und 2019 ( +1,6 Grad). Danach folgen 2015 (+1,4) und 1994 (+1,2). Von insgesamt 12 Monaten im Jahr 2019 waren 11 wärmer als das Mittel, nur der Mai 2019 war kälter. Der Trend der sehr warmen Jahre setzt sich also unvermindert fort (siehe Grafik unten), besser bekannt als Klimaerwärmung. Abweichung der Jahresmitteltemperatur vom Mittel 1901-2000. Rot markiert sind zu warme Jahre, blau entsprechend zu kalte Jahre. Die schwarze Linie ist die Trendlinie. In der gesamten M...