Direkt zum Hauptbereich

Oktober 2011 und Ausblick

Der Oktober 2011 - ein goldender!


Das Interessanteste kann man eigentlich stichwortartig zusammenfassen:

  • viel Sonne (120 - 150 %) und viel Regen (100 - 200 %) 
  • ingesamt etwa 10 Tage mit Regen und Schnee - und von denen fiel an 3 Tagen der Großteil des Monatsniederschlags (in Seefeld am 10.d.M. 58 mm/Tag) 
  • im Inntal war es zu kühl im Vergleich zum Mittel, in Osttirol, dem Außerfern sowie auf den Bergen eher zu warm.


Hier die Extremwerte für Tirol

Höchstwerte [°C]
Imst 26,3 1.
Landeck 25,9 1.
Ibk-Uni 25,6 1.



Tiefstwerte [°C]
Galtür -10,1 22.
Obergurgl -10,1 21.
St. Leonhard/P. -10,1 22.






Niederschlag [mm]
Galzig 169
Kössen 166
Hochfilzen 158



Sonnenstunden [h]
Patscherkofel 211
Hahnenkamm 205
Innsbruck-Uni 204



Windspitzen [km/h]
Patscherkofel 137 25.
Galzig 112 09.
Brunnenkogel 90 25.
 

Wie schaut der November aus?

Die ersten 7 Tage standen eindeutig im Zeichen des Südföhns, vom Donnerstag (03.) bis zum Dienstag (08.) wehte er mit folgenden "Eckdaten" und brachte in Kössen also beinahe einen einen Sommertag im November (Tmax > 25 °C)

Temperaturen (jeweils am 5.11.):
24,4 Grad (Kössen)
24,2 Grad (Golling)
24,0 Grad (Kufstein) = neuer Novemberrekord in der 78-jährigen Stationsgeschichte

Windspitzen:
137 km/h am Patscherkofel (5.11.), 90 km/h in Innsbruck (04.)

Wie gehts weiter - kommt der Winter?
Derzeit hat ein stabiles Betonhoch Mitteleuropa fest im Griff. Da es von zwei Tiefs flankiert wird (südwestlich von Irland und östlich der Ukraine) ist es ein klassische Omega-Lage.





Strömungslage am Mittwoch, 09.11. um 06 UTC - anhand der Geopotential+Temperaturanalyse in 500 hPa (Quelle: UBIMET)

Den Tropensturm "01-M" erkennt man dabei in der Höhe nur noch schemenhaft, inzwischen hat er sich abgeschwächt (bzw. hat dieser Sturm eben einen warmen Kern, der ihn als Tropensturm auszeichnet), auf  der Bodenwetterkarte des DWD gepaart mit der H-T-Bezeichnung von wetterpate.de ist er allerdings als Tief "ROLF" noch erkennbar.
Bodenwetterkarte vom Mittwoch, 09.11. um 06 UTC (Quelle: wetterpate.de)


Diese stabile Wetterlage bleibt noch über mehrere Tage bestehen und sorgt für überdurschnittliches warmes und trockenes Wetter. Der November wird also (das kann man jetzt schon sagen) eher zu warm, zu trocken und voraussichtlich wieder überdurchschnittlich sonnig ausfallen.

GFS-Ensemble für München: Kein nennenswerter Niederschlag (sowohl was die Menge als auch was die Bestätigung durch das Mittel [weiß] oder den Hauptlauf [grün] betrifft) in Sicht (Quelle: wetterzentrale.de)


Beliebte Posts aus diesem Blog

Jahresrückblick 2021

  Ein sonniger Herbst entschädigte für einen eher unbeständigen Sommer. Viele geplante Wanderungen konnte man also im September oder gar im Oktober noch nachholen, wie hier im Navistal, Ende September. Das Wetterjahr 2021 geht zu Ende und damit wieder ein Jahr der Extreme. Wieder einmal lagen Schnee- und Wärmerekorde nah beieinander. Trotz Rekordschnee, markanten Spätfrösten, früher Sommerwärme, intensiver Junihitze, sommerlicher Starkregenereignissen und frühem Winterschnee bleibt uns ein wiederkehrendes Element in allen Jahren erhalten. Es war wieder eines der wärmsten Jahre der 255-jährigen Messgeschichte in Österreich.

Schneerekord in Österreich - oder nicht?

  Die Nordalpen versinken in Schnee. Innerhalb von nur 2 Tagen sind lokal über 150 cm Schnee gefallen. Aber ist das nun Rekord?

Jahresrückblick 2019

Schnee, Schnee und noch mehr Schnee gab es im Jänner 2019. Im Bild der Poschenhof am Dreikönigstag oberhalb von Rum auf 900 m In dem Rückblick der ZAMG vor ein paar Tagen konnte man es schon lesen und die letzten Tage des Jahres werden kaum etwas daran geändert haben: Das Jahr 2019 liegt wieder im Spitzenfeld der warmen Jahre, am Ende wird es das drittwärmste Jahr der Messgeschichte sein, örtlich sogar das wärmste seit 1768. Das wärmste Jahr war 2018 (Abweichung +1,8 vom Mittel 1981-2010), gefolgt von 2014 (+1,7) und 2019 ( +1,6 Grad). Danach folgen 2015 (+1,4) und 1994 (+1,2). Von insgesamt 12 Monaten im Jahr 2019 waren 11 wärmer als das Mittel, nur der Mai 2019 war kälter. Der Trend der sehr warmen Jahre setzt sich also unvermindert fort (siehe Grafik unten), besser bekannt als Klimaerwärmung. Abweichung der Jahresmitteltemperatur vom Mittel 1901-2000. Rot markiert sind zu warme Jahre, blau entsprechend zu kalte Jahre. Die schwarze Linie ist die Trendlinie. In der gesamten M...