Direkt zum Hauptbereich

Das Wetter zu Ostern 2017 und winterliche Aussichten!

Fällt Ostern wieder einmal ins Wasser? (Foto: alpen.wetter)


Eines ist sicher, es gab schon schneereichere Ostern als 2017. Und zwar vor zwei Jahren als es in der Nacht von Ostermontag auf den darauffolgenden Dienstag im Inntal bis zu 15 cm Neuschnee und auf der Nordkette rund 30 cm Neuschnee gab. Das war allerdings zwei Wochen früher.


Bis jetzt brachte Ostern 2017 wettertechnisch recht unspektakuläre Bedingungen. Der Karfreitag verlief sonnig und trocken bei maximal 19 Grad, heute am Karsamstag war es zwar zunehmend bewölkt, aber mit Nordföhn und 18 Grad noch recht warm. und bis zum Abend trocken. Die Schneeschauer an der Nordkette waren jedoch die Vorboten der herannahenden Kaltfront.

Die Höhenströmung dreht in den kommenden Tagen auf Nordwest bis Nord und bringt eine markante Abkühlung und Schnee bis in die alpinen Tallagen. Hier die GFS Berechnung für ca. 9.000 m Höhe für den kommenden Mittwoch, 19.4. (Quelle: ertel2 / GFS)


Kalte und teils winterliche Woche
Der Ostersonntag wird somit recht kühl (10 Grad), oft windig und nass. Auch danach bleibt es für die Jahreszeit vergleichsweise kühl. Der Ostermontag bringt wieder Regen und mit maximal 11 Grad kaum Erwärmung, am Dienstag sinkt die Schneefallgrenze dann in die Tallagen, wobei der Schnee noch nicht unbedingt liegen bleiben wird im Tal (Höchstwerte 6-7 Grad). Kalt und spätwinterlich wird dann aber der Mittwoch mit verhaltenen 3 bis 4 Grad und Schneeschauern. Eine weiße "Überraschung" ist durchaus ein wahrscheinliches Szenario.


Schneefall am Dienstag, 18. April in Innsbruck bei +3 Grad (Quelle: https://innsbruck-airport.panomax.com/)




Erst am Donnerstag (20.4.) setzt sich dann von Westen her allmählich Wetterbesserung durch, in der Früh und in der Nacht auf Freitag ist aber jeweils Frost zu rechnen.

Zu erwartende Schneefallmengen bis Donnerstag, 20. April. Bis zu 70 cm und mehr sind auf den Bergen möglich, gebietsweise auch bis zu einem Meter und mehr (Quelle: ZAMG/bergfex.at)



Brrr. Von einer positiven Anomalie von +5 Grad geht es in den kommenden Tagen in die andere Richtung (Abweichung ca. -12 Grad). Das GFS berechnet für die Wochenmitte um die -8 Grad in 1.500 m. Das bedeutet, dass neben Schnee auch Frost in den Tallagen möglich ist. Das ist Gift für alle Landwirte und Hobbygärtner (Quelle: wetterzentrale.de)
Temperaturprognose gängieger Wetterdienste für Innsbruck. Ausgewählt sind das norwegische Modell sowie die MOS-Prognosen des DWD und des serbischen Wetterdienstes. Besonders die Nacht auf Donnerstag und Freitag wird kritisch was den Frost nageht (Quelle: https://kachelmannwetter.com)


Schnee im April
Schneefall in Innsbruck im April ist keine Seltenheit und kommt in Innsbruck im Schnitt fast jedes Jahr vor (Klimamittel 1971-2000: 1,5 Tage mit Schnee am Flughafen, 1,9 Tage mit Schnee an der Uni, Quelle ZAMG) - in den letzten Jahren aber war es dennoch recht selten, bzw. waren die Schneefallereignisse nicht so markant. Ausnahme der eben erwähnte Aprilstart 2015.

Beliebte Posts aus diesem Blog

Schneerekord in Österreich - oder nicht?

  Die Nordalpen versinken in Schnee. Innerhalb von nur 2 Tagen sind lokal über 150 cm Schnee gefallen. Aber ist das nun Rekord?

Jahresrückblick 2019

Schnee, Schnee und noch mehr Schnee gab es im Jänner 2019. Im Bild der Poschenhof am Dreikönigstag oberhalb von Rum auf 900 m In dem Rückblick der ZAMG vor ein paar Tagen konnte man es schon lesen und die letzten Tage des Jahres werden kaum etwas daran geändert haben: Das Jahr 2019 liegt wieder im Spitzenfeld der warmen Jahre, am Ende wird es das drittwärmste Jahr der Messgeschichte sein, örtlich sogar das wärmste seit 1768. Das wärmste Jahr war 2018 (Abweichung +1,8 vom Mittel 1981-2010), gefolgt von 2014 (+1,7) und 2019 ( +1,6 Grad). Danach folgen 2015 (+1,4) und 1994 (+1,2). Von insgesamt 12 Monaten im Jahr 2019 waren 11 wärmer als das Mittel, nur der Mai 2019 war kälter. Der Trend der sehr warmen Jahre setzt sich also unvermindert fort (siehe Grafik unten), besser bekannt als Klimaerwärmung. Abweichung der Jahresmitteltemperatur vom Mittel 1901-2000. Rot markiert sind zu warme Jahre, blau entsprechend zu kalte Jahre. Die schwarze Linie ist die Trendlinie. In der gesamten M...

Früher war alles besser: Weiße Weihnachten

  Die Innsbrucker Altstadt im Schneegewand, vermutlich in den 1960er Jahren (Foto-Quelle: https://www.facebook.com/altstadt.innsbruck/) Früher war alles besser. Weihnachten war familiärer, weniger konsumorientiert und vor allem eines: weiß. Auf meterhohen Schneewächten konnten die Kinder der 1950er und 1960er Jahre ihre frisch geschenkten Rodeln gleich ausprobieren. Ja, das waren noch Zeiten. Und heuer? Da ist sowieso alles anders. Keine Gäste, kein Skifahren, keine Feste. Doch die immer währende Konstante: Im Tal auch kein Schnee. Historisch Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass weiße Weihnachten früher häufiger waren als jetzt. Weiße Weihnachten sind gleichbedeutend mit einer Schneedecke am 24. Dezember, das muss dazu gesagt werden. In den 30 Jahren von 1951-1982 lag in Innsbruck an rund 8 von 10 Weihnachten Schnee, seit den 1980er Jahren nur mehr an etwa 4 von 10 Weihnachten. Dabei steht Innsbruck als Alpenmetropole noch halbwegs gut da, in allen anderen Landeshauptstädt...