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Der März: oft warm und sonnig mit eiskaltem Ende

Marillenblüten in Rum am 27. März, noch vor den heftigen Frostnächten (Foto: alpen.wetter)

Der März gilt ja als der klassische Übergangsmonat zwischen Winter und Sommer. An einem Tag kann man kurzhosig bei 20 Grad flanieren, tags darauf bei einstelligen Plusgraden und Schneefall mit dicker Jacke frieren. Das war auch in diesem März der Fall: 20 Grad am Sonntag dem 29. März, am Montag dann nur noch 4 Grad und Schneegestöber. In Wien und auch anderen Orten in der Osthälfte des Landes zogen am 30. und sogar noch am 31. Schneeschauer durch und in Folge dessen lag sogar teilweise eine dünne Schneedecke. Arktische Kaltluft war hier für diesen Temperaturabfall verantwortlich, am 1. April gab es dann sogar noch einige Kälterekorde.



Zurück aber zum März, der bis zum 21. März fast durchwegs nur mit Wärme auffiel, am wärmsten war es dabei am 12. März in Pottschach am Alpenostrand mit 23,7 Grad. In Tirol am wärmsten war es am Josefitag (19.) mit 22,4 Grad in Innsbruck. Die Vegetation war ihrer Zeit somit zwei bis drei Wochen voraus und büßte es leider am Ende des Monats durch strengen Frost.



So warm die ersten zwei Drittel waren, so kalt war dann das letzte Drittel. Und zwar so kalt, dass es im März schlußendlich sogar regional mehr Frosttage gab als im Wintermonat Februar (der ja örtlich der wärmste Februar in der Messgeschichte war). In Wien waren es im März 7 (Februar 2020: 3), in Eisenstadt 7 (5), in Salzburg 10 (6) und in Bregenz 7 (4).
Spannend war der Wetterverlauf auch südlich des Hauptkamms in Graz. Am 11. März gab es dort noch mit 22,5 Grad einen Rekordwert für die erste Märzhälfte, knapp zwei Wochen später, am 26. März, lag dort das erste Mal seit über einem Jahr (Jänner 2019) Schnee.

Stationsverlauf März 2020 am Beispiel Innsbruck, Quelle: orf.at

Die Niederschlagsereignisse in diesem März konnte man jedoch an einer Hand abzählen, denn es dominierte Hochdruckwetter. In Summe waren es in Innsbruck in Summe 20 mm in diesem März, davon fielen allein am 10. März 13 mm. Es war zwar trocken, aber bei weitem nicht der trockenste März der Messgeschichte in Innsbruck. Im März 1972 fielen nur 6 mm, und in den Märzmonaten 1918 und 1879 8 mm.
Ein Blick auf die Niedershclagssumme der letzten 170 Jahre zeigt, dass es bis zu Beginn dieses Jahrhunderts eher einen Trend zu nasseren Märzmonaten gab (dicke, dunkle Linie ist der 21 jrg gleitende Mittelwert). Seither gab es ein Reihe von trockenen Märzmonaten, darunter 2003 mit 17 mm und 2010 mit 20 mm. Quelle: ZAMG histalpn, Grafik: alpen.wetter


Klimawerte Tirol (Quelle: ZAMG)

Niederschlagsabweichung Nordtirol -42%, Osttirol 12%
Temperaturabweichung +0.7 °C
Abweichung der Sonnenscheindauer 6%
Temperaturhöchstwert Innsbruck-Uni. (578 m) 22.4 °C am 19.3.
Temperaturtiefstwert (Gipfel/Hochalpin) Brunnenkogel (3437 m) -21.4 °C am 26.3.
Temperaturtiefstwert unter 1000 m Ehrwald (982 m) -10.3 °C am 31.3.
höchstes Monatsmittel der Lufttemperatur Innsbruck-Uni. (578 m) 6.2 °C, Abw. +0.8 °C
höchste Sonnenscheindauer Innsbruck-Flugh. (578 m) 186 h, Abw. +13 %

Klimagrafiken (Quelle: ZAMG Spartacus)

Im Südwesten nass, abseits davon trocken, oft zu trocken. Im Mittel fiel nur 61% des durchschnittlichen Niederschlags. Der trockenste Ort in Österreich war Freistadt im Mühlviertel mit 13 mm, der nasseste Loibl mit 293 mm, Quelle: ZAMG

Temperaturverteilung, Abweichung vom langjährigen Mittel. Quelle: ZAMG

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