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Und abends Gewitter

Ein Donnerstag ohne Donner, dafür ein netter Cb vom Stubai hereinziehend (Foto: alpen.wetter, 5.7.2012)
Es kommt wohl nicht von ungefähr, dass Gottheiten mit Blitzkeulen bewaffnet über die Menschen richten und herrschen. Der germische Gott Thor (auch: Donar) etwa fungierte sogar als Gewitter- und Wettergott. Gewitter sind seit jeder Bestandteil des täglichen Lebens, ihre Faszination ist gleichermaßen Bedrohung und Zerstörung.


Der Donnergott Thor als Comicfigur. Den Hammer, dem die Blitze entfahren immer über dem Kopf schwingend (Quelle: http://themovieblog.com)
Viele Mitmenschen lieben Gewitter mit Blitz, Donner und Hagelschlag oder einfach nur das Wetterleuchten von gesicherter Umgebung aus beobachtend. Jeder, dem der Hagel aber schon einmal Ernten, Fahrzeuge, Glashäuser, Pflanzen, Rollos etc. zerstört hat weiß auch um deren Gewalt und somit Warnungen jeglicher Form zu schätzen.

In Innsbruck (und das ist nun der Ort von dem dieses/r B L O G am meisten berichtet) gab es im bisherigen Juli bereits 9 Gewittertage. Das Archiv spuckt im Mittel 8 bis 9 Gewittertage (Uni bzw. Flughafen) aus, der Rekord stammt aus dem jahre 1963 mit insgesamt 17 Tagen, die von Blitz und Donner begleitet wurden. Da ist heuer doch noch was möglich?

Impression aus der Gewitterstadt Innsbruck, Juli 2012:

Platzregen am 2.7. in Innsbruck: bereits um 9:20 gings los - es folgten den ganzen Tag über Gewitter mit mehr oder weniger starker Intensität - in Summe fielen aber "lediglich 23 mm" --- Foto: alpen.wetter
Blitze und Hagel am gewitterreichsten Tag des Jahres in Innsbruck (das kann man durchaus jetzt schon sagen) -- Quelle: UBIMET
Nebelschwaden am Inn in der gewittergetränkten Morgenluft des 3.7. -- Foto: alpen.wetter
Ein Tage OHNE Gewitter in Innsbruck war im bisherigen Juli die Ausnahme. Diese Schönheit war am 5.7. nur aus der Ferne zu beobachten. Föhn übrigens. (Foto: alpen.wetter)

Das Ungemach zieht nach Osten ab. Hangwolken an der Nordkette als Zeugen des Abendgewitters. Mammatus-artige Strukturen über dem Bettelwurf (Foto: alpen.wetter, 10.7.2012)
Dahinter gen Westen der ruhige Abend nach dem Sturm - Blick auf die gewaltige Nockspitze im Abendrot (Foto: alpen.wetter, 10.7.2012)

Der Ausblick
Damit der geneigte Leser aber auch erfährt, was sich wettertechnisch so tut in den KOMMENDEN Tagen, hier eine kleine, aber durchaus aussagekräftige Grafik:

Wetterverhältnisse in 850 hPa, also oberhalb von etwa Innsbruck (47 ° N, 11 ° O) --- Quelle: wetterzentrale.de
Was sagt sie aus?
  • Niederschlag und Temperatur auf dem Modellpunkt 47/11 im GFS.
  • Eher durchschnittliche Temperaturen (nahe der roten Kurve) in den kommenden Tagen (in Wahrheit kaum mehr als 20 Grad bis Mitte nächster Woche) und große Niederschlagssignale jeden Tag (= Schauer+ Gewitter). 
  • Erst um den 17. Juli herum etabliert sich laut GFS (dem amerikanischen Modell) kurzzeitig eine ruhigere Wetterlage mit höheren Temperaturen (20 Grad in 850 bedeuten deutlich über 30 Grad in Ibk bei entsprechenden Bedingungen). Der Höepunkt wird laut dieser Berechung am 19. Juli stattfinden, ehe die nächste Abkühlung folgt (wohl mittels Gewitterkeule).
  • Ab dem 20. Juli deutet aber vieles (also kaum Streuung = große Einigkeit der einzelnen Modellläufe des GFS) auf die Rückkehr zur Wechselhaftigkeit hin. Wenns so kommt ...

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