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Föhn und Waldbrandgefahr

Es ist nach dem sehr trockenen Herbst und dem schneereichen Winter wieder die Trockenheit, die dieser Tage Schlagzeilen macht. Der Schnee auf den Bergen ist lang noch nicht geschmolzen (Seegrube: 245 cm, siehe Abbildung) und dennoch herrscht seit Wochen Trockenheit. Besonders auf den sonnenexponierten Hängen besteht erhöhte Waldbrandgefahr, für manche Regionen in Tirol (und auch in anderen Teilen Österreichs) bedeutet die Trockenheit auch Probleme für die Landwirtschaft.

Aktuelle Schneehöhen in Tirol (Quelle: LWD Tirol)

Waldbrände im Raum Innsbruck

Um 19 Uhr rückten die Freiwilligen Feuerwehren Innsbrucks und die Berufsfeuerwehr aus. Zwischen Zirl und Innsbruck ist ein Feuer ausgebrochen. An den sonnigen Hängen, dort wo sich unlängst noch die Segelflieger hinaufschraubten, brennt es derzeit zwischen der Bundesstraße und der Mittenwaldbahn. Laut Meldungen auf orf.at  und tt.com sind bereits 100 m2 betroffen, in einem Interview wird sogar von einer Fläche 250 mal 50 Metern gesprochen.

Feuer unterhalb der Mittenwaldbahn (Foto: David und Dominik Schick, entnommen von tt.com 30.03.2012)

Brandherd am Fuße des Hechenberges, von Innsbruck / Allerheiligen aus gesehen (Foto: Günter Almberger, entnommen von tt.com 30.03.2012)

Bis zur Bundesstraße hinunter brannte es (Foto: Nikolaus Paumgartten, , entnommen von tt.com 30.03.2012)


http://tirol.orf.at/news/stories/2526985/
http://www.tt.com/Nachrichten/4564327-2/brandalarm-in-zirl-feuerwehren-k%C3%A4mpfen-gegen-waldbrand.csp

29.03 20:09 FW Wilten - Waldbrand - 6170 Zirl
29.03 19:33 FW Mühlau - Waldbrand - 6170 Zirl
29.03 19:12 FW Hötting - Waldbrand - 6170 Zirl
29.03 18:28 FW Neu Arzl - Waldbrand - 6020 Innsbruck
29.03 18:21 FW Arzl - Waldbrand - 6020 Innsbruck (Quelle: http://www.feuerwehr-innsbruck.at/html/home.php)


Heftiger Nordföhn

Temperaturen wie im Sommer, um 20 Uhr noch immer 16 Grad in Innsbruck, 18 Grad in Bad Radkersburg und ebenso warm zwischen Hermagor, Klagenfurt, Leibnitz und Bad Gleichenberg (16 bis 17 Grad). Die Temperaturkurve nicht steil abfallend wie gestern (kein Föhn, keine Wolken), gut zu sehen am Stadionsverlauf der Uni Ibk (Quelle: imgi.uibk.ac.at). 





Spitzenböen 29.3.2012 in Österreich:
Feuerkogel (OÖ) 108 km/h
Leiser Berge  (NÖ) + Irdning (St) 101 km/h
Buchberg (NÖ) 97 km/h
Innsbruck-Kranebitten (T): 90 km/h

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Das Schneeloch

Mit einem Schneeloch kann man mehrere Dinge meinen.

*) Ort mit sehr viel Schnee. Sprich Alpennordseite bei Nordstau oder Arlberg bei Weststau bzw. Karawanken bei Südstau.

*) Ort mit wenig Schnee, also dort wo der Schnee in ein Loch fällt (sprich Leeeffekt) oder wo man sich ein Loch gegraben hat.

So ein zweites Loch ist beispielsweise Innsbruck - bei manchen Wetterlagen.

Aktueller Stand (Morgen des 12.12.2012) des GESAMTSCHNEEs (Quelle:ubimet)
St. Anton: 92 cm
Hochfilzen: 88 cm
Seefeld: 67 cm
Kufstein: 57 cm
Reutte: 55 cm
Kitzbühel: 45 cm
Landeck: 36 cm
Innsbruck: 16 cm 

Grund: aus dem Nordstau der letzten Tage ist in der Hauptstadt deutlich weniger Schnee gefallen, er wurde durch die Nordkette quasi abgefangen.



WEBCAMS vom Morgen des 12.12.2012










HEUTE KALTE NACHT !
Der Wind schläft ein, es klart auf. Die Tiefstwerte gehen somit auf -17 bis -7 Grad zurück, in höher gelegenen Alpentälern und Mulden erwarten wir Temperaturen unter - 20 Grad.

DEZEMBERREKORDE

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-33,0 Hall / Admont (…

Unwetterlage Alpennordrand

Ein Tief macht wieder Troubles. Tirol hat schon einmal Bekanntschaft damit gemacht und zwar als es uns am Montag, 31.05., überquert hat. Nur war es da den wenigsten bewusst.
Es hat sich inzwischen verstärkt und schön eingewickelt, wie am Satellitenbild (Abb. 1) gut zu sehen ist. Der Tiefdruckkern liegt derzeit etwa über Ungarn und sorgt von Ostösterreich über Tschechien und Polen für anhaltend kräftigen Niederschlag. Innerhalb von 24 Stunden regnete es so in Krakau 44 mm, an der Hohen Warte 41 mm in Ostrava und Brünn 37 mm oder in Kosice 35 mm.

Abb. 1: Satellitenbild von sat24.com -- Quelle: Eumetsat + DWD
Das Radarbild rechts (entnommen von flug-wetter.at (c) austrocontrol.at) zeigt das derzeitige Niederschlagsbild (Abbildung 2).

Durch den zyklonalen Drehsinn werden die feuchten Luftmassen an alle Hindernisse gedrückt, die sich ihnen in den Weg stellen und sorgen im Luv für Stauniederschläge.
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Tragisches Lawinenunglück

Heute Mittag hat sich ein tödliches Lawinenunglück am Sattelberg ereignet. Regelmäßige Leser dieses BLOGs kennen diesen Berg als Messstation des IMGI und daher als oft zitierte Datenquelle. Für viele Sportbegeisterte ist er aber vor allem der erste Tourenberg der Saison: leicht erreichbar, meist schneesicher und einfach zu begehen. Es ist eigentlich undenkbar, dass dort eine Lawine abgeht.

In diesem Fall war der Föhn zumindest mit Schuld an der Tragödie. Im gestrigen zweiten Blogposting erwähnte ich den Föhn der mit 108 km/h Spitze am unweit entfernten Kofel wirksam war. Der Sattelberg weist für heute und gestern Windspitzen bis zu 23,9 m/s (86 km/h) bzw 22,1 m/s (80 km/h) auf. Dadurch wurde das bißchen an Schnee, das gefallen war ziemlich verweht. Am Gipfel des Berges liegen somit praktisch nur mehr Schneereste, während sich hingegen im Luv  der verfrachtete Schnee über den bis dato schlecht verbundenn Triebschnee gelegt hat.

Erwähnung fand dies auch im heutigen Lawinenlagebericht de…