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Der Frühling ...

... er ist da.


Erstes Zeichen: Schneefreies Inntal

Heute wurde das erste Mal seit 18.12.2011 oder seit 85 Tagen keine Schneehöhe mehr verschlüsselt (Innsbruck Flughafen), Innsbruck gilt seit heute in der Klimareihe als "schneefrei" (maximale Schneehöhe am 22.1. mit stattlichen 37 cm). Natürlich liegt in so manchen Schattenlöchern noch etwas Schnee, umgekehrt gibt es seit Tagen schon schneefreie Flächen.

Der Hofgarten zu Innsbruck am 11.März - der Teich ist noch gefroren, teilweise liegen noch 5 cm (Beton-)Schnee (Quelle: alpen.wetter)

Zweites Zeichen: Die Erwärmung.

Auch wenn die Morgenstunden noch frostig sind - die Märzsonne gibt schon ordentlich Vollgas und heizt der Talatmosphäre so ordentlich ein. Das typische "Jacken"problem taucht wieder auf - die Zwiebeltechnick schafft Abhilfe ;-) In Innsbruck war es heute (Di., 13.3.) 16 Grad warm, in Lienz gab es mit Nordföhn sogar 20 Grad!

Viel Sonne und Hochdruckeinfluss (geringe Höhenwinde) - Talwindsystem springt an (Quelle: imgi.uibk.ac.at)

Drittes Zeichen: Die Vegetation.

Bereits von ein paar Wochen (29.2./1.3.) kletterten  die Temperaturen auf 17 Grad im Inntal und 23 Grad in Oberkärnten (neuer Februarrekord - dank Nordföhn und voller Durchmischung mit 700). Der erste Pollen von Erle und Hasel war schon unterwegs in der ersten so richtig warmen Witterungsperiode. In den kommenden Tagen werden weiterhin Höchstwerte zwischen 16 und 20 Grad erwartet - wir werden sehen was der Föhn am Freitag und Samstag so bringt (21, 22?) !

Palmkätzchen geben den Ton an - im Hintergrund gibt es noch die verschneiten Berge (Quelle: alpen.wetter)

Viertes Zeichen: Der Föhn

Die dominierende Wetterlage dieses Winters war eindeutig Nordwest. Somit  gab es zwischen November und März auch keine oder kaum Tage mit Südföhn in Innsbruck (üblich sind 10). Der letzte Föhntag in Innsbruck datiert vom 2.12.2011. Das wird sich aber bald ändern, das Hochdruckgebiet über Westeuropa verlagert sich zunehmend nach Süden und Österreich kommt zum Wochenende hin in eine milde Süd(west)strömung. Somit wird es in den Alpen föhnig (siehe Diagramm).

Druckgradient Bozen-Innsbruck (Quelle: wetteralarm.at)

Wärmer wirds! Ensemblevorhersage für München (Quelle:wetterzentrale.de)

Fünftes Zeichen: Nassschneelawinen


Der Lawinenwarndienst weist schon seit Tagen darauf hin, die milden Temperaturen und die Sonneneinstrahlung sorgen unweigerlich für einen Anstieg der Gefahr.

Nordkette am 10.März 2011, man erkennt die Lanstriche (vor allem der im Höttinger Graben, westlich bzw. links von der Höttinger Alm) sehr gut, von der Sattelspitze zieht sich eine mächtige Schneewächte entlang dem langen Sattel bis zum Kemacher (Quelle: alpen.wetter).
300 cm Schnee gilt es noch zu schmelzen auf der Seegrube. Viel kommt in den kommenden Tagen nicht dazu, also gibts nur eine Tendenz: abwärts! (Quelle: lwd.tirol.gv.at)

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Das Schneeloch

Mit einem Schneeloch kann man mehrere Dinge meinen.

*) Ort mit sehr viel Schnee. Sprich Alpennordseite bei Nordstau oder Arlberg bei Weststau bzw. Karawanken bei Südstau.

*) Ort mit wenig Schnee, also dort wo der Schnee in ein Loch fällt (sprich Leeeffekt) oder wo man sich ein Loch gegraben hat.

So ein zweites Loch ist beispielsweise Innsbruck - bei manchen Wetterlagen.

Aktueller Stand (Morgen des 12.12.2012) des GESAMTSCHNEEs (Quelle:ubimet)
St. Anton: 92 cm
Hochfilzen: 88 cm
Seefeld: 67 cm
Kufstein: 57 cm
Reutte: 55 cm
Kitzbühel: 45 cm
Landeck: 36 cm
Innsbruck: 16 cm 

Grund: aus dem Nordstau der letzten Tage ist in der Hauptstadt deutlich weniger Schnee gefallen, er wurde durch die Nordkette quasi abgefangen.



WEBCAMS vom Morgen des 12.12.2012










HEUTE KALTE NACHT !
Der Wind schläft ein, es klart auf. Die Tiefstwerte gehen somit auf -17 bis -7 Grad zurück, in höher gelegenen Alpentälern und Mulden erwarten wir Temperaturen unter - 20 Grad.

DEZEMBERREKORDE

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Unwetterlage Alpennordrand

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Abb. 1: Satellitenbild von sat24.com -- Quelle: Eumetsat + DWD
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Tragisches Lawinenunglück

Heute Mittag hat sich ein tödliches Lawinenunglück am Sattelberg ereignet. Regelmäßige Leser dieses BLOGs kennen diesen Berg als Messstation des IMGI und daher als oft zitierte Datenquelle. Für viele Sportbegeisterte ist er aber vor allem der erste Tourenberg der Saison: leicht erreichbar, meist schneesicher und einfach zu begehen. Es ist eigentlich undenkbar, dass dort eine Lawine abgeht.

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