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Knapp der Katastrophe entronnen: Das Schmelzhochwasser 2019

Der ganz und gar nicht grüne Inn steigt und steigt ...Innbrücke mit Mariahilf im Hintergrund.

Selten gibt es solche einprägsamen Ereignisse, an die man sich Jahre später noch so stark erinnert. Heftige Gewitter oder extreme Hitze oder Kälte sind solche Fälle. Oder aber auch Hochwasser. Jenes im Juni 2019 in Innsbruck war besonders. Der Inn, der ja mitten durch die Alpenmetropole fließt, ist ja so etwas wie eine Lebensader. Und gleichzeitig muss ein Großteil der Innsbrucker*innen tagtäglich mehrmals über den Inn. Jedenfalls hat man ihn stets im Blick. Und wenn man dann sieht wie der Innpegel von Tag zu Tag steigt ...


Die Vorgeschichte

Die Ursachen des Hochwassers sind bereits im Winter davor zu finden. Im schneereichen Jänner 2019 fiel nicht nur viel Schnee sondern auch etliche Rekorde. In den Nordstaulagen fielen in kurzer Zeit über 4 Meter Schnee. Auf der Seegrube hat die Lawinenkommissionen Mitte Jänner über 6 m Schnee gemessen. Viel Schnee lag auch in den Tälern. In Reutte gab es mit 116 cm einen neuen Schneerekord und in Innsbruck kam auch ein Meter Neuschnee zusammen (mehr Zahlen im Jahresrückblick 2019).

Tagelang herrschte in den Alpen Lawinenwarnstufe 5. Auf der Seegrube hoch über Innsbruck lagen Mitte Jänner 2019 6,6 Meter Schnee. Foto: zeitungsfoto.at

 

Trotz eines milden Februars und März lag auf den Bergen im Frühling noch reichlich Schnee. Zahlreiche Lawinen rauschten die Nordkette hinab und erst im April aperte das ganze Unheil aus. Eine Lawine unterhalb der Herzwiese, oberhalb der Arzler Alm rieß den halben Wald mit.