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Der November 2019: mild und im Süden extrem nass und schneereich

Am 10. November lag auf den Bergen Nordtirols noch recht wenig Schnee. Im Bild das Inntal mit dem Olympischen Dorf und Rum, dahinter Patscherkofel und Glungezer (Foto: alpen.wetter)
In Innsbruck fiel am 13. November das erste Mal Schnee. Mit 2 Schneedeckentagen war der November 2019 der "schneereichste" November seit 2013 (8 Tage). Maximal lagen 7 cm am 13. November, zuletzt gab es ähnlich viel Schnee ebenfalls vor 6 Jahren (Foto: alpen.wetter)
Der November 2019 bot alles, was ein richtiger Herbstmonat bieten muss: Schnee, Regen, Föhn und Sturm. Wobei Tirol in diesem Monat zweigeteilt war. Mehrere Italientiefs brachten Süd- und Osttirol exorbitante Regen- und Neuschneemengen und einige neue Rekorde. In Nordtirol war es abseits der hinteren Täler zwar auch nasser als im Schnitt, aber es gab bei weitem nicht diesen großen Regenmengen oder gar Schneemengen. Immerhin schneite es Mitte des Monats auch in Innsbruck (siehe Bild).
Die erste Monatshälfte war geprägt von Starkregen und -schneefall im Süden, in Summe fielen in Osttirol und Oberkärnten verbreitet 450 bis 600 mm Niederschlag, das entspricht der dreifachen bis fünfeinhalbfachen Menge des sonst üblichen Niederschlags in einem November. In Lienz bedeuten 415 mm nicht nur einen neuen Novemberrekord (bisher 331 mm, 2002), sondern auch einen neuen Monatsrekord (390 mm, August 1966). Gemessen wird hier übrigens bereits seit Kaisers Zeiten, nämlich 1854 (!).
Die großen Regen- und Schneemengen sorgten dementsprechend für Probleme vom Ötztal bis in die Obersteiermark: Hangrutsche, Murenabgänge, Lawinen, Überflutungen und folglich Straßensperren waren die Folge.

Niederschlagsrekord in Lienz







In Lienz gab es in Summe 66 cm Neuschnee, im Durchschnitt (1981-2010) fallen hier nur 19 cm. Die maximale Schneehöhe von 24 cm klingt relativ wenig, so viel Schnee dürfte dennoch Mitte November hier selten liegen (Quelle: HD Tirol)



Klimawerte Tirol November 2019 (Quelle: ZAMG)

Niederschlagsabweichung
Nordtirol 99%, Osttirol 354%
Temperaturabweichung
+1.0 °C
Abweichung der Sonnenscheindauer
-19%
Temperaturhöchstwert
Jenbach (530 m) 18.4 °C am 2.11.
Temperaturtiefstwert (Gipfel/Hochalpin)
Brunnenkogel (3437 m) -19.1 °C am 13.11.
Temperaturtiefstwert unter 1000 m
Prutz (871 m) -7.4 °C am 14.11.
höchstes Monatsmittel der Lufttemperatur
Innsbruck-Uni. (578 m) 5.8 °C, Abw. +1.9 °C
höchste Sonnenscheindauer
Hahnenkamm (1794 m) 105 h, Abw. k.A.


Grafiken von LAWIS









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Das Schneeloch

Mit einem Schneeloch kann man mehrere Dinge meinen.

*) Ort mit sehr viel Schnee. Sprich Alpennordseite bei Nordstau oder Arlberg bei Weststau bzw. Karawanken bei Südstau.

*) Ort mit wenig Schnee, also dort wo der Schnee in ein Loch fällt (sprich Leeeffekt) oder wo man sich ein Loch gegraben hat.

So ein zweites Loch ist beispielsweise Innsbruck - bei manchen Wetterlagen.

Aktueller Stand (Morgen des 12.12.2012) des GESAMTSCHNEEs (Quelle:ubimet)
St. Anton: 92 cm
Hochfilzen: 88 cm
Seefeld: 67 cm
Kufstein: 57 cm
Reutte: 55 cm
Kitzbühel: 45 cm
Landeck: 36 cm
Innsbruck: 16 cm 

Grund: aus dem Nordstau der letzten Tage ist in der Hauptstadt deutlich weniger Schnee gefallen, er wurde durch die Nordkette quasi abgefangen.



WEBCAMS vom Morgen des 12.12.2012










HEUTE KALTE NACHT !
Der Wind schläft ein, es klart auf. Die Tiefstwerte gehen somit auf -17 bis -7 Grad zurück, in höher gelegenen Alpentälern und Mulden erwarten wir Temperaturen unter - 20 Grad.

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Es hat sich inzwischen verstärkt und schön eingewickelt, wie am Satellitenbild (Abb. 1) gut zu sehen ist. Der Tiefdruckkern liegt derzeit etwa über Ungarn und sorgt von Ostösterreich über Tschechien und Polen für anhaltend kräftigen Niederschlag. Innerhalb von 24 Stunden regnete es so in Krakau 44 mm, an der Hohen Warte 41 mm in Ostrava und Brünn 37 mm oder in Kosice 35 mm.

Abb. 1: Satellitenbild von sat24.com -- Quelle: Eumetsat + DWD
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