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Neuer Allzeitrekord: 38,2 Grad in Innsbruck

Innsbruck zur Zeit des Hitzerekords (Quelle: http://www.innsbruck.panomax.at)
Der 7. Juli 2015 geht in die Geschichtsbücher ein. An der Station Innsbruck-Universität wurden um 16:20 am Nachmittag historische 38,2 Grad gemessen. Der alte Rekord (37,4 Grad) wurde übertroffen und auch der Rekord vom Innsbrucker Flughafen (37,7 Grad). Am Abend folgten dann heftige Gewitter mit schweren Sturmböen an der Uni (104 km/h) und sogar Orkanböen am Flughafen (140 km/h nach tropischen 37,0 Grad Maximum).

Witterungslage Anfang Juli

Für einen Rekord muss vieles zusammenspielen: Die Wetterlage, die Luftschichtung, die Feuchtebedingungen und der Wind. Und auch die vorangegangen Tage sind entscheidend: Hat es geregnet und wieviel? Wieviel Feuchte ist im Boden, wieviel Wärme in der Umgebung gespeichert? Wie war das Mikroklima an besagter Station.
Der 7. Juli war der Höhepunkt einer neun Tage lang andauernden Hitzeperiode mit sechs Tropentagen und drei Sommertagen und nur drei Niederschlagsereignissen mit in Summe knapp 4 Liter Regen pro Quadratmeter  bei 113 Stunden Sonne. Die Böden waren somit relativ trocken und sämtliche Energie der Sonne ging ohne wesentliche Verdunstung vom Boden in die Luft. Zwei Tropennächte am 6. und 7. Juli sind ein weiteres Zeugnis für die Hitzewelle, Minima über 20 Grad sind in Innsbruck eher selten und treten meist nur mit Föhn auf. In diesem Fall nicht.

Synoptischer Überblick

Im Vorfeld einer herannahenden Kaltfront stellte sich im Wipptal Föhn ein, am Patscherkofel wehte am Vormittag Südföhn (Böen 40 bis 50 km/h), am Nachmittag Nordwestwind (Feuchterückgang auf unter 40% und ein Temperaturmaximum von 23,0 Grad).
Imst und Landeck wiesen bereits am frühen Nachmittag für Föhn typische Werte auf (tiefe Taupunkte, hoher Spread) und Innsbruck ? Genau an diesem Tag waren die Windmessungen von der Unistation wertlos, da um 180° verdreht.

Der Tag danach

Der 7. Juli 2015 (Dienstag) ging mit heftigen Gewittern (ca. 22:00 Uhr) zu Ende, Vorboten der herannahenden Kaltfront. Über 10.000 Blitze (CG+CC) gab es dann noch in ganz Tirol bis in die Morgenstunden. Danach folgte die Abkühlung, am 8. Juli wurden nur mehr 21,5 Grad gemessen (Tagesgang 3,4 Grad). Der Tiefstwert vom 6. Juli lag noch bei 21,0 Grad, der vom 7. Juli bei 20,6 Grad.

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Das Schneeloch

Mit einem Schneeloch kann man mehrere Dinge meinen.

*) Ort mit sehr viel Schnee. Sprich Alpennordseite bei Nordstau oder Arlberg bei Weststau bzw. Karawanken bei Südstau.

*) Ort mit wenig Schnee, also dort wo der Schnee in ein Loch fällt (sprich Leeeffekt) oder wo man sich ein Loch gegraben hat.

So ein zweites Loch ist beispielsweise Innsbruck - bei manchen Wetterlagen.

Aktueller Stand (Morgen des 12.12.2012) des GESAMTSCHNEEs (Quelle:ubimet)
St. Anton: 92 cm
Hochfilzen: 88 cm
Seefeld: 67 cm
Kufstein: 57 cm
Reutte: 55 cm
Kitzbühel: 45 cm
Landeck: 36 cm
Innsbruck: 16 cm 

Grund: aus dem Nordstau der letzten Tage ist in der Hauptstadt deutlich weniger Schnee gefallen, er wurde durch die Nordkette quasi abgefangen.



WEBCAMS vom Morgen des 12.12.2012










HEUTE KALTE NACHT !
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Abb. 1: Satellitenbild von sat24.com -- Quelle: Eumetsat + DWD
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