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Föhnorkan und mildes Septemberende

Die kräftige Südwestströmung sorgte in den letzten beiden Tagen für Orkanböen auf den Bergen und Summerfeeling in den Niederungen. Der Föhn brachte selbst in den Föhnregionen Temperaturunterschiede auf kleinstem Raum, inzwischen räumt die Kaltfront aber die sommerlich warme Föhnluft sukzessive aus. 

Die typischen Föhnwolken "brennen" förmlich am Mittwochmorgen. Dieses Naturschauspiel gab es aber nur kurz zu sehen - Danke an Daniel Riedl dafür!



Möchte man weiter ausholen, so wirft man am besten einen Blick auf ein Satellitenbild, es zeigt wo die Luft eigentlich herkommt bzw. wie sich die tiefen Wolken auf der Alpensüdseite stauen. An der Alpennordseite wiederum sorgte der kräftige Südwind für Lücken ("Föhnfenster").

Gut zu erkennen: Hurrikan NADINE zwischen Azoren und Kanaren sowie das Wolkenband der Frontalzone von Iberien über Frankreich bis Skandinavien. Österreich liegt an der Vorderseite dieser verwellten Kaltfront in einer südwestlichen Anströmung.  Mittwoch, 26.9.2012 um 12 UTC (14 MESZ) -- Quelle UBIMET / EUMETSat



Die leicht verwellte Kaltfront liegt quer über Frankreich, in den Südalpen ist es gewittrig (Blitze: +). So regnete es am Loiblpass in 24h bereits an die 100 l/qm (Quelle: EUMETSat, UBIMET).
Stau im Süden, Föhnfenster im Norden. Satellitenbild vom Mittwoch, 26.9.2012 um 12 UTC (14 MESZ) -- Quellle UBIMET / EUMETSat

Föhnig warm

Insgesamt dauerte der Föhn örtlich über 30 Stunden an (z.B. Innsbruck von Dienstag 13h - Donnerstag 00 Uhr) und erreichte auf den Alpengipfeln Mittwoch früh seinen Höhepunkt. In Österreich wurden mit 151 km/h am Patscherkofel die stärksten Böen dieses Ereignisses gemessen, in den Bernina Alpen der benachbarten Schweiz lagen die Böen sogar bei 197 km/h (Diavolezza, 3002 m).

Stationsverlauf am Patscherkofel
Stationsverlauf am Patscherkofel (Quelle: UBIMET)

Neben dem teils heftigen Wind brachte der Föhn am Mittwoch aber auch an knapp 60 Stationen in Österreich noch einen Sommertag. Die höchsten Werte wurden dabei im Wiener Becken erreicht (Gumpoldskirchen 28,2 °C, Baden 28,0 Grad und Wien Innere Stadt 27,7°C). In der Nacht auf Donnerstag brach der Föhn im Zuge der herannahenden Kaltfront allmählich zusammen, der immer noch kräftige Südwind brachte dem östlichen Flachland stellenweise noch eine äußerst milde Nacht (z.B. Zwerndorf 20,0 °C, Groß Enzersdorf 19,9 °C) - siehe auch die unten stehenden Abbildung mit den Temperaturen von 4 Uhr früh.

Temperaturen um 4 MESZ. Im Westen durch die Kaltfront bereits kühl (Reutte 8,2 °C), in den Föhnregionen noch warme 22 -24 °C (Uttendorf im Pinzgau, Wachtberg bei Steyr, Waidhofen/Ybbs), im "föhnfreien" Waldviertel 10 Grad (Zwettl). (Quelle: UBIMET))
Temperaturen um 4 MESZ. Im Westen durch die Kaltfront bereits kühl (Reutte 8,2 °C), in den Föhnregionen noch warme 22 -24 °C (Uttendorf im Pinzgau, Wachtberg bei Steyr, Waidhofen/Ybbs), im "föhnfreien" Waldviertel 10 Grad (Zwettl). (Quelle: UBIMET))

Föhn - Böen am Berg:

197km/h Diavolezza (CH, 26.9)
151 km/h Patscherkofel (26.9.)
144 km/h Rudolfshütte (26.9.)

Föhn - Böen im Tal:

101 km/h Vaduz (FL, 26.9.)
94 km/h Brand (25.9.)
90 km/h Innsbruck-Kranebitten (26.9.)

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Das Schneeloch

Mit einem Schneeloch kann man mehrere Dinge meinen.

*) Ort mit sehr viel Schnee. Sprich Alpennordseite bei Nordstau oder Arlberg bei Weststau bzw. Karawanken bei Südstau.

*) Ort mit wenig Schnee, also dort wo der Schnee in ein Loch fällt (sprich Leeeffekt) oder wo man sich ein Loch gegraben hat.

So ein zweites Loch ist beispielsweise Innsbruck - bei manchen Wetterlagen.

Aktueller Stand (Morgen des 12.12.2012) des GESAMTSCHNEEs (Quelle:ubimet)
St. Anton: 92 cm
Hochfilzen: 88 cm
Seefeld: 67 cm
Kufstein: 57 cm
Reutte: 55 cm
Kitzbühel: 45 cm
Landeck: 36 cm
Innsbruck: 16 cm 

Grund: aus dem Nordstau der letzten Tage ist in der Hauptstadt deutlich weniger Schnee gefallen, er wurde durch die Nordkette quasi abgefangen.



WEBCAMS vom Morgen des 12.12.2012










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